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R-KG09/2a - Biotopkartierung/Gasteinertal: Vorderschneeberg/Angertal - Bergflora
Katastralgemeinde, Vorderschneeberg Katastralgemeinde
Vorderschneeberg

KG Vorderschneeberg

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  • Biotopkartierung . Gasteinertal

    Angertal

    Bergflora

    Die Katastralgemeinde Vorderschneeberg weist im Angertal eine großflächige Bergflora auf. Das Angertal selbst reicht gegen Süden bis in die Erzwies und ist im Osten vom Stubnerkogel begrenzt. Im Nordwesten liegt das Lafental, ebenfalls dem Angertal zugehörig.

    Biotope: Einerseits sind es dichte Fichtenwälder, andererseits großflächige Weiden, Schluchtwälder und Grau- wie Grünerlen, die weite Gebiete im Angertal und im Lafental einnehmen. An der Krummholzzone dann Lärchen und Zwergsträucher. Auch Schipisten sind hier beiderseits des Angertales großzügig angelegt.

    Regionen . Biotope . Bergflora

    KG Vorderschneeberg . 55009

    Lafental : Nesslach, Lafenbach, Brandlachwald, Lafenmähder, Rockfeldalm - 86
    Gadauner Hochalmen : Felding-, Toferer-, Stubnerhütte, Karteisenwald - 7
    Rettenwandalm : Rettenwandalm, Gadauner Grundalmen, Kargraben - 28
    Angertal-Talboden : Liftstation, Waldgasthof, Antoniushütte, Angerbach, Angerhütte, Hartlhütte, Talschluss - 34
    Schattbachalm : Schattbach, Mahdleitenalm, Ghänger - 25
     
    Vorderschneeberg Lackenbauer, Kaserebenwald, Schlossbach, Kreuzbichl, Anger, Schneeberg, Hartl, Lafenwald - s.d.

    Region : Lafental

    Anzahl der Biotope : 86 (28)

    Nesslach . Lafenmähder . Lafenbach . Rockfeldalm . Goldgräberweg

    Die Biotope im Lafental reichen vom Brandlachwald im Bereich Nesslach bis zur Rockfeldalm und weiter bis zu den Nebenarmen des Lafenbaches. Die Lafenmähder liegen östlich der Rockfeldalmhütte. Die Rockfeldalm selbst reicht bis hinauf zu den Türchlwänden. Als Grenze zur Region - Gadaunerer Hochalmen - soll hier willkürlich der Goldgräberweg auf die Stanzscharte gewählt werden. Das Lafental verläuft von Ost nach West, wobei im Osten die Schockgüter bzw. der Güterweg zur Nesslach-Hütte : Region - Kreuzbichl - und im Westen die Grünerlen oberhalb der Einmündung des Knoblachbaches die Grenze markieren. Im Norden bilden die Grünerlen der Rockfeldalm die Grenze zur Region - Türchlwand - und weiter östlich ist es der Brandlachwald mit der angrenzenden Region - Kasereben - im Süden ist es der Lafenbach mit den beiderseits angrenzenden Biotopen.
    - Katastralgemeinde : Vorderschneeberg - Bildgalerie : Lafental • Rockfeldalm - Wanderkarte : Bad Hofgastein-W
    Rispenseggensumpf, Nesslach
    lfd. Nr. 0122
    Rispenseggensumpf 1 Nesslach - Rispenseggensumpf 1.5.2.1.2 - Biotop reduziert !
    Region: Seehöhe: 1.430 - 1.450m. Der Rispenseggensumpf nimmt den stark vernässten Randbereich einer Weidefläche ein.
    Kennzeichen: Der dichte Bestand weist kaum Gehölzwuchs auf. Im Osten grenzt jedoch ein schmaler Grauerlen-Gehölzstreifen an. Im Gegensatz zu der im Westen benachbarten Biotopfläche wurden noch keine Entwässerungsmaßnahmen gesetzt. Gegen diesen naheliegenden vernässten Bereich trennt eine leichte Erhebung, mit trockeneren Standortsbedingungen. Der Zentralbereich des Biotop ist frei von Störungszeigern. Andeutungsweise sind Weidespuren zu beobachten.
    Anmerkung: Biotop nach Wildbachverbauung 2008/09 verändert !
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Großseggensümpfe und -rieder - 1.5.2.
    Grauerlenwald, Nesslach
    lfd. Nr. 0123
    Hang-Grauerlenwald 1 Nesslach - Hang-Grauerlenwald 2.1.2.3.0
    Region: Seehöhe: 1.390 - 1.460m. Östlich und südwestlich der Nesslachhütte. Der Hanggrauerlenwald stockt an einem steilen Grabeneinhang und weist Verzahnungen mit Weideflächen und Niedermoorbereichen auf.
    Kennzeichen: Das Gehölz besiedelt einen mit niedrigen Schrofen durchsetzten Grabeneinhang des Lafenbaches. Topographisch bedingt ist die Vegetation mosaikartig strukturiert, wobei Hochstaudensäume und kleinflächige Rieselfluren in dem sehr naturnahen Gehölzbereich auftreten. In bachnähe sind Grünerle, Weiße-Pestwurz, nährstoffliebende Hochstauden und kleinflächige Quellfluren bestimmend (subsummierte Biotoptypen). Das Mikrorelief ist vielfach bewegt, wodurch kleinflächige Böschungspartien die Strukturausstattung der Biotopfläche erweitern. Neben der Grauerle nimmt der Berg-Ahorn regelmäßig am Aufbau der Baumschicht teil. Die inhomogene Alterstruktur und eine in großen Teilbereichen fehlende Beweidung erhöhen die Naturnähe des Gehölzbestandes. An den Randbereichen sind Nutzungspuren durch Stockauschläge, Fichtenförderung (BHD: 20cm), Auflichtungen und Weidegangeln deutlich. An flachgründigen Partien findet die Fichte jedoch ihren natürlichen Wuchsort, wobei auch eine entsprechende Krautschicht ausgebildet ist. Die Krautschicht unter dem Schirm der Grau-Erlen (Höhe: 6-12m, BHD:5-20cm) ist typgemäß und in den Zentralbereichen frei von Störungszeigern. Randlich treten entlang des Gehölz-Wiesenökotons Arten der Weiderasen in den Waldbereich vor.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Schluchtwälder - 2.1.2.
    Silikatquellflur, Nesslach
    lfd. Nr. 0125
    Silikatquellflur O Nesslach - Silikatquellflur 1.2.1.3.0
    Region: Seehöhe: 1.480 - 1.480m. Die im Waldbereich gelegene Rieselflur dehnt sich über eine ausgedehnte flachgründige Hangpartie mit Schichtquellaustritten aus.
    Kennzeichen: Der Quellbereich setzt sich aus drei räumlich getrennten Quellaustritten zusammen. Größere Biotopteile werden von überrieselten Felspartien eingenommen; damit in enger Verzahnung stehen kleinseggenreiche Rasenstreifen mit eingestreuten Gehölzinseln. Die offeneren Bereiche werden deutlich vom Fetthennen-Steinbrech bestimmt. Daneben erreicht die Mooschicht stellenweise höhere Deckung. An den Randbereichen dominiert fleckenartig das Pfeifengras. In der vielschichtigen Biotopverzahnung finden sich auch Anklänge an Rostseggenhalden, Laserkraut-Reitgrasfluren und Hangquellmoore (subsummierte Biotoptypen). Die Flächengröße, bzw. der Struktur- und Habitatbestand erschweren jedoch eine eindeutige Zuordnung zu diesen Biotoptypen. Flächenmäßig am kleinsten sind Initialen von montanem Fichtenwald (subsummierter Biotoptyp) und divuse Strauchschleier vorhanden. Als Besonderheit kann die Lage und das Zusammentreffen verschiedener Pflanzengemeinschaften im montanen Waldgebiet angemerkt werden. Ein kürzlicher Sturmschaden wirkt sich besonders an den Randbereichen durch Auflichtung (Besonnung) und damit verbunde Sukzessions- und Pionierstadienstadien bereichernd für die Biotopfläche aus.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Quellen - 1.2.1.
    Grauerlenwald, Nesslach
    lfd. Nr. 0126
    Hang-Grauerlenwald 3 Nesslach - Hang-Grauerlenwald 2.1.2.3.0
    Region: Seehöhe: 1.460 - 1.480m. Oberhalb (nördlich) der Nesslachhütte.
    Kennzeichen: Der junge Hang-Grauerlenwald (Höhe: 7m, BHD: 6-8cm) , hervorgegangen aus einer Wiederbewaldung von ehemaligen Weideflächen, weist einen ehemaligen heckenartigen Gehölzteil (südwestlicher Randbereich), der von Fichte aufgebaut wird, auf. In der Biotopfläche sind Windwurfschäden (besonders Fichte, Höhe: 15m, BHD: 15-20cm) zu beobachten. Die Krautschicht ist in kleinen Teilbereichen artenarm. In den restlichen Biotopteilen sind jedoch die Arten der Vornutzung (Wiese, Weide) noch deutlich erkennbar. Das Gehölz stellt demnach ein fortgeschrittenes Wiederbewaldungsstadium dar. Kleinflächige Vernässungszonen im Kontakt zu der inselartig eingelagerten Niedermoorfläche werden dominant von Rispen-Segge bestanden. Im Biotop sind weiters vereinzelt Weidespuren vorhanden.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Schluchtwälder - 2.1.2.
    Rispenseggensumpf, Nesslach
    lfd. Nr. 0127
    Rispenseggensumpf 2 Nesslach - Rispenseggensumpf 1.5.2.1.2
    Region: Seehöhe: 1.480 - 1.480m. Der ovale Rispenseggensumpf liegt inselartig in einer wiederbewaldeten Weide (bzw. Wiesen)fläche.
    Kennzeichen: Auf Grund der ungünstigen Etablierunsgbedingungen ist in diesem Bereich aktuell nur sehr spärlicher Gehölzaufwuchs vorhanden. Die Artenkomposition und die Habitatstrukturen stellen eine typgemäße Ausbildung des Biotoptyps dar. Es dominiert eindeutig Rispen-Segge neben Pfeifengras. Akzesorische Arten treten hinter der Dominanz dieser Arten zurück. Als Folge von Dränagierungsmaßnahmen sind Veränderungen des Wasserhaushaltes zu erwarten, welche die Waldfähigkeit des standortes erhöhen.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Großseggensümpfe und -rieder - 1.5.2.
    Niedermoor, Nesslach
    lfd. Nr. 0128
    Niedermoor 2 Nesslach - Kleinseggenried, ahemerob bis oligohemerob 1.4.3.1.3
    Region: Seehöhe: 1.470 - 1.480m. Niedermoor an der Straße zur Thalerhütte bei Nesslach.
    Kennzeichen: Der kleine Niedermoorbereich weist eine abwechslungsreiche Krautschicht auf. Dominant tritt in der Fläche die Rispen-Segge in Erscheinung. Das Substrat ist torfig mit Übergängen zu Anmoor. Die zentralen Biotopbereiche werden von Pfeifengras und Davall-Segge bestimmt. An den Randbereichen beginnt eine Verbuschung mit Grauerle (Höhe: 3m, BHD: 2cm). Hier geht die Biotopfläche gleitend in einen feuchten Grauerlensaum eines Nadelwirtschaftswaldes über. Die Streuauflage des Pfeifengrases erschwert in Teilbereichen jedoch eine Etablierung von Gehölzen. In Straßennähe wurde Baumstämme und Astwerk abgelagert.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
    Grünerlengebüsch
    lfd. Nr. 0130
    Grünerlengebüsch 970m SO Rockfeldalm - Grünerlengebüsch 2.3.1.1.0
    Region: Seehöhe 1.500 - 1.540m. Grünerlengebüsch 970m SO Rockfeldalm: Das ausgedehnte Grünerlengebüsch verzahnt mit Strauchweidengemeinschaften erstreckt sich entlang des Grabeneinhanges des Lafenbaches, zwischen Fahrweg und Bachufer.
    Kennzeichen: Als niedrige Überhälter sind besonders Hängebirken und Fichten bestimmend. Durch die unterschiedlichen Wuchshöhen der Sträucher und Bäume ergibt sich ein gestuftes Bestandesbild. Das Gehölz ist eng mit den angrenzenden Weidebereichen und Wildheumähdern verzahnt. Entlang der Biotoperstreckung finden sich vielfach wechselnde Feuchtigkeitverhältnisse verursacht durch eine Reihe von Quellaustritten am Hangfuss. Differenzierend auf die Vegetation wirkt weiters das bewegte Mikrorelief (Grabeneinhänge, flachgründige Schrofen, Felspartien). Eingelagerte versumpfte Bereiche werden durch Bestände der Rispen-Segge illustriert. Inselartig eingesprengt finden sich weiters offene von Gräsern und Hochstauden dominierte, stellenweise beweidete Offenbereiche, welche in engen Kontakt zu den umgebenden Gehölzbeständen stehen. Diese tendenziell trockeneren Bereiche werden durch die Arten der Weiden und Wildheumähder angezeigt. Das Biotop umschließt weiters im Westen einen kleinen Hangniedermoorkomplex. Derartige Verhältnisse setzen sich ebenfalls im westlich angrenzenden Biotop in größerer Ausdehnung fort. Diese Moorbereiche wurde als getrennte Biotopflächen erfasst.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Hochstaudengebüsche - 2.3.1.
    Lafenbach, Unterlauf
    lfd. Nr. 0131
    Lafenbach, Unterlauf - Mittelgebirgsbach 1.2.2.2.1 - Zustandsklasse 1
    Region: Seehöhe 1.170 - 1.660m. Der Lafenbach beginnt ab der Einmündung der Entwässerung der Rockfeldalm und der Gadaunerhochalm und endet bei der Mündung in den Angerbach.
    Kennzeichen: Die Ufervegetation wird in den oberen Abschnitten von den angrenzenden Grünerlen und Weidengebüschen gebildet. Die Breite des Gewässer bewegt sich zwischen 4 und 8m (inklusive Bachanlandungen). Das Bachgeschiebe erreicht Dimensionen von bis zu 1m Durchmesser. Vereinzelt finden sich weiters größere Felsblöcke. Das Gefälle ist mäßig steil und ermöglicht einen leicht gewundenen Verlauf. Im unteren Fließstreckenabschnitt finden sich andeutungsweise schlucht- und klammartige Abschnitte. Hier sind sehr naturnahe wertvolle Biotopbereiche vorhanden. Das Gewässer wird durch Stromschnellen und Abtreppungen (Felsen, Baumstämme) charakterisiert. Sturzbäume und Wildholzansammlungen bereichern das Biotopinventar. Die Ufererosion ist vereinzelt schwach. Kleinere Anlandungen mit kleinen Strauchschleiern treten abschnittsweise auf. Die Gewässerfläche ist leicht beschattet. Das Gewässerufer wird häufig von typischen Uferhochstaudengemeinschaften gesäumt.
    In regelmäßigen Abständen münden kartographisch nicht auflösbare Seitengewässer, welche hauptsächlich von Hangquellaustritten (Quellfluren) gespeist werden. Im oberen Abschnitt münden mehere als eigene Biotopflächen erfasste Bachläufe (Lafenmähder, Brandlachwald, Karteisenwald). Im untersten Fließstreckenabschnitt befinden sich zwei Gewässereinbauten. Die groß dimensionierten Wildbachverbauungen (Schotterfänge) stören dabei das Fließgewässerkontinuum. Unterhalb dieser Gewässereinbauten sind geschlossene Grauerlenbestände ausgebildet. An den Uferbereichen sind hier kleinflächige Geschiebewälle ausgebildet. Einleitende Bäche (Biotopnummern: 177, 183, 188, 192, 318, 347, 473, 476, 478, 479, 598, 626)
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Bäche - 1.2.2.
    Hangquellmoor, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0140
    Hangniedermoor 280m S Rockfeldalm - Kleinseggenried, ahemerob bis oligohemerob 1.4.3.1.3
    Region: Seehöhe: 1.650 - 1.690m. Hangniedermoor 280m S Rockfeldalm
    Kennzeichen: Der fingerförmig hangabwärts erweiterte Hangniedermoorkomplex wird überwiegend von Weideflächen umgeben. In den obersten Biotopteilen vollzieht sich ein allmällicher Übergang in ein ebenfalls stark durchfeuchtets Grünerlengebüsch (subsummierter Biotoptyp). Nährstoffreiche leicht gestörte Biotopteile finden sich in der zungenförmigen südöstlichen Erweiterung, wobei eine deutliche Beeinflussung durch die Weidewirtschaft bestimmend ist. Hier werden nährstoffreichere Situationen durch die Präsenz der Rispen-Segge angedeutet (subsummierter Biotoptyp). Trittspuren des Weideviehs sind in der gesamten Biotopfläche erkenntlich. Der Niedermoorbereich ist vorwiegend topographisch differenziert, wobei Unterschiede im Mikrorelief zu kontinuierlichen Übergängen in der Vegetation führen. Primär sind aber die hydrologische Verhältnisse für das Vegetationsmosaik bestimmend. An wechselfeuchten Zonen, die hauptsächlich streifenförmig ausgebildet sind, werden Nässezeiger selten und Arten der Magerweiden (Bürstling) treten in den Vordergrund. Das allgemein von Kleinseggen geprägte Hangquellmoor weist wenige schwach dotierte Schichtquellaustritte auf, die durch spärlichen Bewuchs gekennzeichnet sind. Der Abfluss wird in schmalen von dichter Vegetation begleiten natürlichen Rinnsalen abgeleitet, welche den Zusammehang zwischen den einzelen Niedermoorbereichen herstellen. Das Substrat zeigt anmoorigen Charakter, wobei eine deutliche Torfbildung punktuell (Torfbuckel) festgestellt werden konnte. Als florsitische Besonderheit findet sich die Polster-Segge an einem von Feinschutt geprägtem Buckel in der Biotopfläche. Die Artenkomposition beinhaltet kalkliebende bis ausgesprochen säureliebende(tolerante) Arten, wodurch das Artenspektrum gegenüber vergleichbaren Niedermooren in diesem Talabschnitt erhöht ist. Das weit gespannte Standortsspektrum und die vielfältigen Biotopstrukturnen streichen die hohe Wertigkeit des Biotops ebenfalls heraus.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
    Bergmähwiese, Gadaunerer Hochalm
    lfd. Nr. 0332
    Bergmähwiese 810m SW Rockfeldalm - Magerstandorte 4.1.2.0.0
    Region: Seehöhe: 1.720 - 1.790m. Nordwestlich der Almhütten auf den Gadaunerer Hochalm; Richtung Stanzscharte.
    Kennzeichen: Die jährlich einmal gemähte artenreiche Wiesenfläche weist ein bewegtes Mesorelief auf. Der niederwüchsige blütenreiche Rasen ist reich an Kräutern. In großen Teilbereichen domiert der Klappertopf und verleiht der Wiesenfläche ein gelben Blühaspekt. In der Biotopfläche sind mehere Plaikenverheilungen zu beobachten (Einsaat mit Gerste und Schraders Straußgras). Besonders in den untersten nordöstlichen Biotopteil ist eine weitere Hangrutschung zu befürchten. In der Wiesenfläche befindet sich weiters ein verrohrter Drainagegraben. Kleinflächige Vernässungen (Pfeifengras, Kleinseggen) treten nur in den untersten Hangbereichen auf (subsummierter Biotoptyp). Die Biotopfläche wird von einem Weidezaun begrenzt. Gedüngt wird mit Mist. Fallweise wird im Herbst eine Nachweide durchgeführt. In den oberen Hangbereichen grenzt eine zwergstrauchreiche Almfläche an. Im nordöstlichen Zipfel befindet sich ein Heustadel.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Artenreiche - wechselfeuchte - Magerstandorte - 4.1.2.
    Wildheumähder, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0333
    Wildheumähder 660m SW Rockfeldalm - Hochgraswiese (Wildheumähder) 3.5.3.4
    Region: Seehöhe 1.690 - 1.800m.
    Kennzeichen: Der Wildheumädher wird von landschaftlich wertvollen Grünerlengebüschen umrahmt. Kleinflächig finden sich am kolluvialen Unterhang nährstoffreichere und feuchtere Rinnen- und Muldensituationen. Die Bodengründigkeit wechselt von flachgründigen Standorten (Zwergstäucher) über anstehendem Grundgestein bis zu tiefgründigen humösen Substrattaschen (teilweise mit Norischem Schwingel). Die vielgestaltige Wiesenfläche (Buckelbildungen) wird neben dem kleinräumig wechselnden Expostionseffekten (Meso- und Mikroreliev) auch durch Feuchtegradienten geprägt. Überwiegend sind trockene nährstoffarme und bodensaure Bedingungen vorherrschend. In weiten Biotopteilen dominiert das Borstgras begleitet von Elementen der Zwergstrauchheiden. An den Randbereichen im Kontakt zu den angrenzenden Grünerlengebüschen finden sich kleinflächig nicht gemähte Zwergstrauchbestände. Hier sind vielfach saumartige Übergangsbestände bestimmend. In den oberen westlichen Hangbereich sind nutzungsbedingt abrupte Übergänge zu einem anschließenden niederwüchsigen Grünerlengebüsch bestimmend. Teilbereiche der Grünerlenfläche dienten ehedem als Wildheumähder, sind heute jedoch fast gänzlich verbuscht. Das Biotop wird zentral von einem temporär wasserführenden und wenig eingetieften verwachsenen Gerinne durchzogen. An den Uferbereichen treten Hochstauden angereichert auf. Die Biotopfläche wird einmal jährlich gemäht und ist aktuell nicht von Nutzungsaufgabe bedroht. Eine Nachweide wird fallweise angewandt. Einzelne kleine Teilbereiche werden vermutlich nicht jährlich bewirtschaftet. Im Norden geht die Biotopfläche in einen aktuell nicht mehr genutzten Wiesenbereich über. Im unteren Biotopdrittel durchschneidet ein Fahrweg die Biotopfläche. Die Wiesenfläche wird in Teilbereichen von einem Weidezaun umgeben. Gedüngt wird mit Mist. Fallweise wird im Herbst eine Nachweide durchgeführt.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Alpine Silikatrasen - 3.5.3
    Wildheumähder, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0335
    Wildheumähder 550m W Rockfeldalm - Hochgraswiese (Wildheumähder) 3.5.3.4
    Region: Seehöhe 1.690 - 1.840m.
    Kennzeichen: Der Wildheumähder wird durch kleinflächige Bestandesunterschiede gegliedert. An trockneren sonnexponierten Bereichen dominiert ein bodensaurer Charakter. An kleineren Mulden und rinnenartigen Geländedepressionen finden sich nährstoffreichere Situationen mit einer Anreicherung von Basen- und Kalkzeigern. Weiters ist eine kleine Lägerflur vorhanden (subsummierter Biotoptyp). Ansonsten weist der untere Teil der Biotopfläche eine weitgehnd homogene Artengarnitur auf (Vegetationsaufnahme). Die Krautschicht ist niederwüchsig und reich an Blüten. Die Wiesenfläche wird von landschaftlich wertvollen Grünerlengebüschen umrahmt. Die Fläche wurde im vorher begangenen Jahr der Begehung nicht bewirtschaftet, wurde jedoch im Sommer des Jahres 2003 gemäht. In den oberen Hangpartien teilt sich die Biotopfläche beiderseits eines mit Grünerle bestockten Rückens in zwei zungenförmige Ausläufer. Hier ergeben sich enge Verzahnungsbereiche mit aufgelösten Gehölzen. Für diese Situationen sind Hochstauden (Alpen-Ampfer, Grauer Alpendost), sowie Hochgräser (Busch-Hainsimse) vergemeinschaftet mit Zwergsträuchern, charakteristisch. An den restlichen Übergangszonen zu den umgebenden Grünerlengüschen sind ebenfalls hochgrasige Saumbereiche ausgebildet. Hangoberwärts grenzen verbuschte ehemalige Wiesenflächen an. In den untersten Biotopteilen sind im Umfeld eines Heustadels überwachsene große Felsblöcke für das Landschaftsbild prägend. Gedüngt wird mit Mist. Fallweise wird im Herbst eine Nachweide durchgeführt. Als floristische Besonderheit ist das Hoppes Habichtskraut zu nennen.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Alpine Silikatrasen - 3.5.3
    Wildheumähder, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0339
    Wildheumähder 280m W Rockfeldalm - Hochgraswiese (Wildheumähder) 3.5.3.4
    Region: Seehöhe: 1.690 - 1.870 m.
    Kennzeichen: Der von Grünerlengebüschen gesäumte artenreiche Wildheumähder ist auf einem homogenen Hangbereich ausgebildet. Das Relief ist dabei sehr sanft gegliedert, und weist nur sehr undeutlich ausgeprägte Rücken und Rinnenbereiche auf. Der Rasen ist weitgehend gleich geneigt. Die Wiesenfläche wird intensiv gepflegt. Beinahe die gesamte nutzbare Fläche, des zwischen zwei Sturzgerinnen liegenden Hangbereiches, wird bewirtschaftet. Die Grenze zu den umgebenden auf steilen Grabeneinhängen stockenden Grünerlengebüschen sind nutzungsbedingt sehr scharf ausgebildet. Zu bedeutenden Anteilen dominiert Bürstling und Rotschwingel den niederwüchsigen Wiesenbestand. Daneben sind auch niederwüchsige Heidekrautgewächse (Vaccinien, Heidekraut) häufig vorhanden. Die Vertikalstruktur ist dadurch oft zweischichtig gegliedert. Im obersten nördlichen Biotopdrittel befindet sich eine landschaftlich wertvolle hangparalelle Grünerlengehölzzeile. Teilbereiche dieser Gehölzzeile wurden geschwendet. Die Biotopfläche bietet Platz für große Orchideenpopulationen (besonders Mücken-Händelwurz, Vegetationsaufnahme). Die unteren Hangbereiche weisen eine tendenziell bessere Nährstoffversorgung auf. Hier findet sich eine sehr kleinflächige Lägerstelle mit erdigen Anrissen. Gedüngt wird mit Mist. Fallweise wird im Herbst eine Nachweide durchgeführt.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Alpine Silikatrasen - 3.5.3
    Grünerlengebüsch
    lfd. Nr. 0380
    Grünerlengebüsch 560m SO Rockfeldalm - Grünerlengebüsch 2.3.1.1.0
    Region: Seehöhe 1.530 - 1.660m.
    Kennzeichen: Das ausgedehnte Grünerlengebüsch ist verzahnt mit Strauchweidengemeinschaften (subsummierter Biotoptyp) und erstreckt sich entlang des Grabeneinhanges des Lafenbaches, zwischen Fahrweg und Bachufer. An Bäumen sind besonders Hängebirken und Fichten bestimmend, diese stocken bevorzugt am oberen Gabeneinhang. Die Fichten dienen teilweise der Holznutzung. Durch die unterschiedlichen Wuchshöhen der Sträucher und Bäume ergibt sich ein gestuftes Bestandesbild. Entlang der Biotoperstreckung finden sich vielfach wechselnde Feuchtigkeitverhältnisse verursacht durch eine Reihe von Quellaustritten am Hangfuss. Differenzierend auf die Vegetation wirkt weiters das bewegte Mikrorelief (flachgründige Schrofen, Felspartien, Einzelfelsen). Das Biotop umschließt einen naturnahen ehemals gemähten Hangniedermoorkomplex, welcher auf Grund seiner Flächenausdehnung für den Talboden bestimmend ist. Derartige Verhältnisse setzen sich ebenfalls im Osten angrenzenden Biotop in geringerer Ausdehnung fort. Diese Moorbereiche wurde als getrennte Biotopflächen erfasst. Der Abfluss der Quellmoore sammelt sich mehrfach in kleinen hochstaudengesäumten Tümpel (Amphibienlaichgewässer, subsummierter Biotoptyp). Das Gehölz erflüllt eine wichtige Böschungsschutzfunktion und stellt gemeinsam mit den Niedermoorkomplex einen wichtigen Teil des Landschaftsinventars dar.
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    Grauerlenwald, Nesslach
    lfd. Nr. 0411
    Grauerlenwald 500m W Gehöft Schockgüter - Hang-Grauerlenwald 2.1.2.3.0
    Region: Seehöhe: 1.380 - 1.400m. Hang-Grauerlenwaldfragment ca. 500m W Gehöft Schockgüter. Das Biotop wird in N Richtung durch eine Forststraße begrenzt. Im S und W steht es mit einem Fichten-Wirtschaftswald in engenm Kontakt. In O Richtung grenzt eine Mähwiese an die Fläche an.
    Kennzeichen: Die Grauerlen erreichen eine Höhe bis zu 9m und einen BHD bis 25cm. Zertreut auftrende Überhälter von Bergahorn erreichen einen BHD von bis zu 75cm. Im Unterwuchs tritt Fichte als stetiges Begleitgehölz auf. Der ungleichaltrige, heterogene Grauerlenbestand ist in weiten Teilen durch dichten KronenSchluss gekennzeichnet. Die W Biotopteile sind lichter und mit Vorwaldarten durchsetzt. Es findet sich vielfach liegendes Astwerk, welches wahrscheinlich vom Föhnsturm 2002 gebrochen wurde. Die Krautschicht ist in großen Biotopteilen typgemäß ausgebildet. Feuchtezeiger: Bergfarn, Gewöhnliche Rasenschmiele, Wald-Engelwurz, Kohldistel, Sumpf-Kratzdistel, Gewöhnlicher Frauenmantel, Kletten-Distel, Sumpf-Pippau, Gelbe Segge, Geflecktes Johanniskraut, Wald-Zwenke, Voralpen-Weidenröschen, Blaues Pfeifengras, Gelappter Schildfarn, Hunds-Quecke, Langblättrige Minze, Sumpf-Vergissmeinnicht.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Schluchtwälder - 2.1.2.
    Wildheumähder, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0414
    Hochgraswiese 880m SO Rockfeldalm - Hochgraswiese (Wildheumähder) 3.5.3.4
    Region: Seehöhe: 1.500 - 1.670 m. Einschüriger, arten- und blumenreicher Wildheumähder ca. 880m SO Rockfeldalm.
    Kennzeichen: Die Hochgraswiese wird laut Auskunft des Bauern nebst Hochsommer-Mahd einmalig im August beweidet und mit Mist gedüngt. Vereinzelt finden sich daher Trittspuren von Weidevieh sowie Weidezeiger (vielfach dominiert Borstgras, mäßiges Vorkommen des Weißen Germers). Die Krautschicht ist reich an Gräsern und Kräutern; in Teilabschnitten tritt auch die Grün-Erle auf. Steilere Bereiche am Hangfuß und am flachgründigen Oberhang gestalten sich trockener und werden verschiedenltich von Zwergsträuchern (und Borstgras) bewachsen. Eine Aufgabe der bisherigen Bewirtschaftung (Mahd) würde daher eine rasche Verbuschung begünstigen. Entlang vernässt Geländedepressionen ist Kalk-Niedermoor mit Rauer Segge bestimmend. In nährstoffreicher Situation treten Hochgrasbestände mit dominantem Vorkommen der Gewöhnlichen Rasenschmiele in den Vordergrund. Das Biotop ist von wenigen, weitgehend (mit Zwergsträuchern) eingewachsenen Gesteinsblöcken durchsetzt. Im gesamten Biotop ist ein häufiges Vorkommen von Orchideen, insbesondere Mücken-Händelwurz, zu beobachten. Der S Teil des Biotopes wird von einer Forststraße durchschnitten. S des Fahrweges wurde eine Grünerlenreihe auf Stock gesetzt. Das Biotop ist aufrgrund der Artenvielfalt und Strukturaustattung als ökologisch wertvoll einzustufen. Rote-Liste-Arten: Wiesen-Labkraut (RL: 4), Zartes Straußgras (RL: 5), Berg-Arnika (RL: 5), Mücken-Händelwurz (RL: 5), Kronlattich (RL: 5).
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Alpine Silikatrasen - 3.5.3
    Kalk-Niedermoor, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0415
    Niedermoor 900m SO Rockfeldalm - Kalk-Niedermoor 1.4.3.1.3
    Region: Seehöhe 1.520 - 1.530m. Kalk-Niedermoor ca. 900m SO Rockfeldalm. Das Biotop liegt innerhalb eines Grünerlenbestandes in Grabeneinhang-Situation, wodurch es zu einer engen Verzahnung mit dieser Vegetationseinheit kommt
    Kennzeichen: Es dominiert die Raue Segge, neben Hirsenfrüchtiger Segge, Pfeifengras und Braun-Segge. Das Biotop stockt auf weitgehend zersetztem Torf (anmoorig) mit einer Mächtigkeit von ca. 10cm. Das Hang-Niedermoor ist reich an basenreichen Quellwasseraustritten. Die überieselten Teilbereiche gestalten sich weitgehend vegetatiosfrei, mitunter auch reich an Moosen und Fetthennen-Steinbrech. Das Quellwasser fließt vielerorst in Form spärlich wasserführender Wiesengerinne in den Lafenbach, wodurch sich eine Strukturierung in Abflussrinnen und Hangrippen ergibt. Die trockenen Bereiche werden punktuell von Buntem Reitgras bestimmt. In vernässter Situation bildet die Rispen-Segge dichte, horstige, mit Weiden und Grün-Erlen vergesellschaftete Bestände aus (20-30% der Biotopfläche, subsum. Biotoptyp Rispenseggensumpf). Kleinflächige finden sich periodisch wassertragende Gumpen mit einer Grösse bis zu ca. 2 m2. Makrophyten sind jedoch nicht vorhanden. Die Deckung durch Moose variiert zwischen 60-90%. Der Grenzebereich zu den angrenzenden Grünerlen wird von wüchsigen Hochstauden eingenommen. Der Übergang in die trockenen Bereiche der N angrenzenden Mähwiesen verläuft entlang einer mit Gehölzen eingewachsenen Geländestufe. Das Biotop steht seit langem außer Nutzung. Eine vormalige Streunutzung scheint jedoch wahrscheinlich.
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    Wildheumähder, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0416
    Hochgraswiese 820m SO Rockfeldalm - Hochgraswiese (Wildheumähder) 3.5.3.4
    Region: Seehöhe: 1.520 - 1.540 m. Kleinflächiger, einschüriger Wildheumähder ca. 820m SO Rockfeldalm.
    Kennzeichen: Die Hochgraswiese wird laut Auskunft des Bauern nebst Hochsommer-Mahd einmalig im Spätsommer/Herbst beweidet und mit Mist gedüngt. Das Biotop ist reich an Kräutern, wobei vor allem der einjährige Grannen-Klappertopf mit hoher Deckung auftritt. An trockenen Stellen dominiert verschiedentlich das Borstgras. Geländedepressionen sind durch nährstoffreiche Hochgrasbereiche mit dominantem Vorkommen der Gewöhnlicher Rasenschmiele charakterisiert. Im oberen (N) Biotopteil finden sich Vernässungsstellen mit typischer Kalk-Niedermoor Vegetation (subsum. Biotoptyp). In Teilabschnitten tritt die Grün-Erle mäßig häufig in der Krautschicht auf. Eine Aufgabe der Mahd würde daher eine rasche Verbuschung begünstigen. Die Randbereiche des Biotops sind von eingewachsenen Felsblöcken (Zergsträuchern) durchsetzt.
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    Kalk-Niedermoor, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0418
    Niedermoor 580m SSO Rockfeldalm - Kalk-Niedermoor 1.4.3.1.3
    Region: Seehöhe 1.560m. Hang-Quellmoor ca. 580m SSO der Rockfeldalm. Das Biotop wird allseitig von einem Grünerlengebüsches umgeben.
    Kennzeichen: Die Fläche ist durch ein bewegtes Relief mit unterschiedlichen Hangneigungen in den Teilbereichen gekennzeichnet. Große Teilbereiche sind stark vernässt. In den W Biotopteilen tritt vielfach kaltes Quellwasser über weitgehend vegetationsfreie bis hin zu dicht moosbewachsenen Hangstufen (Tuffbildung) aus. Eine Torfschicht ist geringmächtig ausgebildet, jedoch deutlich anmoorigen (weitgehend zersetzten) Charakters. Der obere (N) Biotopteil wird von Horst-Wollgras dominiert. Das Blaue Pfeifengras und Sauergräser sind von untergeordneter Bedeutung. Im unteren (S) Teilbereich treten Sauergräser (v.a. Braun-Segge) in enger Verzahnung mit Blauem Pfeifengras auf (vgl. Vegetationsaufnahme). An trockenen Erhebungen (z. B. eingewachsene Felsblöcke) tritt das Woll-Reitgras, bisweilen auch Zwergsträucher (Besenheide und Heidelbeere) in den Vordergund. Vereinzelt finden sich Fichten und Moor-Birken in der Fläche; die Grün-Erle tritt häufig auf (mäßige Verbuschung). Totholz ist in Form liegender Fichten vorhanden. Im Umfeld des Lafenbaches treten lockere Weidengebüsche mit Walsteins Weide in Erscheinung. Das Biotop steht seit langem außer Nutzung. Eine vormalige Nutzung zur Streugewinnung erscheint jedoch durchaus wahrscheinlich. Aufgrund der Steilheit des Geländes, der buckeligen Struktur und der geringen Flächengröße ist eine Wiederaufnahe der Mahd nicht sinnvoll.
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    Wildheumähder, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0419
    Hochgraswiese 500m SO Rockfeldalm - Hochgraswiese (Wildheumähder) 3.5.3.4
    Region: Seehöhe 1.570 - 1.670m. Einschürige, arten- und blumenreiche Hochgraswiese ca. 500m SO der Rockfeldalm.
    Kennzeichen: Kleinflächiger, einschüriger Wildheumähder ca. 820m SO Rockfeldalm. Die Hochgraswiese wird laut Auskunft des Bauern nebst Hochsommer-Mahd einmalig im Spätsommer/Herbst beweidet und mit Mist gedüngt. Das Biotop ist reich an Kräutern, wobei vor allem der einjährige Grannen-Klappertopf mit hoher Deckung auftritt. An trockenen Stellen dominiert verschiedentlich das Borstgras. Geländedepressionen sind durch nährstoffreiche Hochgrasbereiche mit dominantem Vorkommen der Gewöhnlicher Rasenschmiele charakterisiert. Im oberen (N) Biotopteil finden sich Vernässungsstellen mit typischer Kalk-Niedermoor Vegetation (subsum. Biotoptyp). In Teilabschnitten tritt die Grün-Erle mäßig häufig in der Krautschicht auf. Eine Aufgabe der Mahd würde daher eine rasche Verbuschung begünstigen. Die Randbereiche des Biotops sind von eingewachsenen Felsblöcken (Zergsträuchern) durchsetzt.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Alpine Silikatrasen - 3.5.3
    Wildheumähder, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0421
    Wiese 450m WSW Rockfeldalmhütte - Hochgraswiese (Wildheumähder) 3.5.3.4
    - Ökologisch besonders wertvoll . . .
    Region: Seehöhe 1.690 - 1.770m. Blumenreiche, einschürige Hochgraswiese 450m WSW der Rockfeldalmhütte.
    Kennzeichen: Das Biotop wird laut Auskunft des Bauern nebst Sommermahd einmalig im Spätsommer beweidet. Gedüngt wird mit Mist. Der Wildheumähder ist aufgrund des sanft-buckeligen Reliefs in magere und fettere Bereiche in enger Verzahnung gegliedert. Die mageren Bereiche gestalten sich reich an Kräutern und werden zu erheblichen Anteilen von Borstgras aufgebaut. Die Deckung durch Kräuter erreicht mitunter über 60%. Durch den Wechsel flachgründiger - und Bereichen ausgeprägter Bodenbildung treten sowohl Säure- als auch Basenzeiger im Bestand auf. Die nährstoffreicheren Biotopbereiche werden von einem wüchsigen Hochgrasrasen mit viel Gewöhnlicher Rasenschmiele und Wiesen-Knäuelgras eingenommen. Im gesamten Biotop treten Zwergsträucher (vor allem Heidelbeere) in der Krautschicht auf. Eine Einstellung der Bewirtschaftung würde daher zu einer raschen Verbuschung der Wiese führen. Im Biotop finden sich zerstreut liegende Felsblöcke und Buckel, welche meist dicht von Zwergsträuchern und Busch-Hainsimse bewachsen sind. Kleinflächig treten Inseln von Grünerlen in Erscheinung. Im Mittelteil des Biotops befinden sich die Grundmauern einer verfallenen Hütte mit umgebender Flur von Alpen-Ampfer und weiteren Nährstoffzeigern. Die Mauerreste sind weitgehend eingewachsen und beherbergen Arten der kalkreichen Magerwiesen. Im gesamten Biotop ist ein äußerst reiches Orchideenvorkommen zu verzeichnen, wobei vor allem Mücken-Händelwurz mit hoher Deckung auftritt. In den Randlagen gewinnen bisweilen Verbuschungsstadien mit Zwergsträuchern an Bedeutung. Im unteren Biotopteil wird das Biotop von einem Fahrweg durchschnitten. Unterhalb des Fahreweges sind keine strukturellen oder floristischen Abweichungen zu beobachten. Direkt oberhalb eines Heuschobers wurde hier ein Lesesteinhaufen zur Sicherung vor Lawinen errichtet. Das Biotop ist aufrgrund der Artenvielfalt und Strukturaustattung als ökologisch besonders wertvoll einzustufen.
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    Fichtenwald
    lfd. Nr. 0433
    Fichtenwald 600m S der Rockfeldalm - Subalpiner Fichtenwald 2.2.1.1.0.
    Region: Seehöhe 1.610 - 1.720m. Das Biotop befindet sich ca. 600m S der Rockfeldalm.
    Kennzeichen: Der überwiegend feuchte Biotopkomplex umfasst einen räumdigen, subalpinen Fichtenwald in enger Verzahnung mit einem Grünerlengebüsch, einer wüchsigen Hochstaudenflur (inkl. Berg-Frauenfarnflur), überrieselten Rostseggenhalden sowie einem Weiderasen. In der Baumschicht tritt neben Fichte und Lärche (BHD bis 70cm) auch Vogelbeere mit variablen Anteilen in Erscheinung. Die Verjüngung der genannten Hauptbaumarten ist gut. Der KronenSchluss ist durch eine hohe Heterogenität gekennzeichnet. Ca.50% der Biotopfläche werden von einem räumdigen bis lockeren Kronendach beschattet. Es finden sich jedoch größere, von Hochstauden dominierte Freiflächen, wobei vor allem Berg-Frauenfarnbestände und Grauer Alpendost von Bedeutung sind. Das Biotop wird in den W Teilbereichen vielfach von kleineren Gerinnen durchzogen, in deren Umfeld sich weitläufig überrieselte Rostseggenfluren finden. Die S, unterhalb eines Felsbandes gelegenen Biotopteile stehen mit einer Rostseggenhalde in engem Kontakt (im S anschließend). Im AnSchluss daran bildet die Grün-Erle eine feuchten, gierlandenartigen Bestand (in Verzahnung mit dem Fichtenwald) aus. Hier finden sich die ursprünglichsten, ökologisch wertvollen Situationen mit einem Totholzanteil von ca. 5-10% (dicke, abgestorbene Fichten, stehend). Der N Biotopteil unterliegt einer intensiven Weidenutzung. In diesem Bereich wurde (vermutlich im Jahr 2003) ein O-W verlaufender Fahrweg trassiert. Im näheren Umfeld sind noch deutliche Spuren (Baumstümpfe, Böschungsanrisse) der jungen Wegbegründung ersichtlich. Zerstreut finden sich weitgehend eingewachsene Felsblöcke.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Fichten- und Fichten-Tannen-Wälder - 2.2.1.
    Grünerlengebüsch
    lfd. Nr. 0439
    Grünerlengebüsch 1370m O Stanzscharte - Grünerlengebüsch 2.3.1.1.0
    Region: Seehöhe 1.760 - 1.790m. Kleinflächiges, von zwei Gebirgsbächen eingeschlossenes Grünerlengebüsch ca. 1370m O der Stanzscharte.
    Kennzeichen: Das Biotop stellt ein typisches Verbuschungsstadium einer Almweide dar. Der Schlussgrad des Grünerlenbestandes ist dicht. Die Krautschicht ist typgemäß ausgebildet. Die bachnahen Bereiche werden von wüchsigen Hochstauden eingenommen.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Hochstaudengebüsche - 2.3.1.
    Grünerlengebüsch
    lfd. Nr. 0441
    Grünerlengebüsch 1550m O Stanzscharte - Grünerlengebüsch 2.3.1.1.0
    Region: Seehöhe 1.700 - 1.740m. Grünerlengebüsch ca. 1550m O der Stanzscharte. Das Grünerlengebüsch befindet sich an der orografisch rechten Seite eines namenlosen Gebirgsbaches.
    Kennzeichen: Neben Grünerlen finden sich vielfach Weiden (v. a. Großblättrige Weide) im Bestand. Vereinzelt treten auch 'Überhälter' von Fichte und Eberesche in Erscheinung. Die Krautschicht ist typgemäß reich an wüchsigen Hochstauden. Lichte Teilbereichen werden von Uferhochstauden eingenommen (subsum Biotoptyp). In den nicht gemähten Randbereichen sind zudem Zwergsträucher von Bedeutung. Dem O angrenzenden Gebirgsbach ist ein schattig-feuchter, mit eingewachsenen Gesteinsblöcken durchsetzter Grabeneinhang vorgelagert. Das Biotop wird von einer Bachfuhrt durchschnitten.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Hochstaudengebüsche - 2.3.1.
    Wildheumähder, Lafental
    lfd. Nr. 0442
    Wildheumahd 550m SSW Rockfeldalmhütte - Hochgraswiese (Wildheumähder) 3.5.3.4
    Region: Seehöhe 1.680 - 1.810m. Einschürige Hochgraswiese 550m SSW Rockfeldalmhütte.
    Kennzeichen: Der Wildheumähder wird nebst Sommermahd einmalig im Herbst beweidet. Gedüngt wird mit Mist. Die Wiese ist durch ein sanft-buckeliges Relief charakterisiert. Kuppenlagen gestalten sich trockener, nährstoffarm und weniger vegetationsbedeckt (ca. 85-90%). Die Deckung durch Gräser (v. a. Borstgras) tritt hier gegenüber reichem Krautervorkommen zurück. Das Vorkommen an Orchideen ist zumeist auf diese Bereiche beschränkt. In Geländedepressionen ist eine dichte, nährstoffreichere Hochgraswiese mit dominantem Vorkommen von Gewöhnlicher Rasenschmiele und Echtem Alpen-Lieschgras bestimmend. Die Deckung der Krautschicht beträgt hier nahezu 100%. Kleinflächig (ca. 4x5m) finden sich Vernässungstellen mit Bewuchs durch Fadenförmiger Binse. Eine Moosschicht ist mit heterogener Deckung jedoch meist spärlich ausgebildet. Im Übergangsbereich zu den O und W angrenzenden Grünerlengebüschen treten in geringem Umfang Hochstauden in Erscheinung. Am nicht gemähten Hangfuss (Hangstufe) sind Zwergstrauchbestände mit Heidelbeere bestimmend. Im oberen, S Biotopteil ist ein Nährstoffeintrag aus den überhalb gelegenen Weiden gegeben. Entlang einer Geländevertiefung zieht hier eine lockere Alpen-Ampfer-Flur hangabwärts. Das Biotop wird oberseits (SW) durch einen Zaun vom Weideland abgegrenzt.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Alpine Silikatrasen - 3.5.3
    Hangquellmoor, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0632
    Hangquellmoor 470m SO Rockfeldalmhütte - Kleinseggenried, ahemerob bis oligohemerob 1.4.3.1.3
    Region: Seehöhe: 1.600 - 1.610 m. Kleinflächiges, basenreiches Hangquellmoor in enger Verzahnung mit einer Wildheumahd 470m SO der Rockfeldalm.
    Kennzeichen: Das Biotop wird im N von einer Forststraße begrenzt. Im O, S und W steht es mit einer Hochgraswiese in engem Kontakt. Die Vegetation spiegelt den hydrologischen Standortsgradienten wider. Weite Teilbereiche werden von Braun-Segge beherrscht. Die oberen Biotopbereiche sind weiters mit Horsten der Rispensegge durchsetzt. Unterhalb einer kleinen Hangstufe ergeben sich nährstoffreiche, vernässte Situationen mit Sumpfdotterblume. Im Umfeld punktueller Hangquellwasseraustritte ist eine dichte Mooschicht ausgebildet (bis zu 90%). Das Biotop wird gemeinsam mit der unterhalb (S) gelegenen Wildheumahd einschürig bewirtschaftet. Eine Torfschicht (weitgehend zersetzt) ist verschiedenmächtig ausgebildet. Im Zentralteil erreicht diese bis zu ca. 20 cm. Rote-Liste-Arten: Kronlattich (RL: 5).
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
    Wildheumähder, Rockfeldalm
    lfd. Nr. 0633
    Wildheumähder 520m SSO Rockfeldalm - Hochgraswiese (Wildheumähder) 3.5.3.4
    Region: Seehöhe: 1.590 - 1.620m. Blumenreiche, einschürige Hochgraswiese ca. 420m SSO Rockfeldalmhütte.
    Kennzeichen: Das Biotop wird laut Auskunft des Bauern nebst Sommermahd einmalig im Spätsommer beweidet. Gedüngt wird mit Mist. Der Wildheumähder wird im N durch eine Forststraße begrenzt, im NO steht es mit einem Hangquellmoor in engem Kontakt. Im SO, S und W bildet ein bachbegleitendes Grünerlengebüsch die natürliche Grenze. Das gesamte Biotop gestaltet sich sehr homogen. Der Wildheumähder ist reich an blühenden Kräutern, wobei vor allem der einjährige Grannen-Klappertopf und der Wiesenklee mit hoher Deckung auftreten. Die Deckung an Gräsern ist vergleichsweise gering. Das Biotop wird bis an die direkte Grenzlage zu den Grünerlen gemäht; ein Hochstaudensaum ist daher nicht ausgebildet. Um einen freistehenden Heuschober ist eine Flur von Alpen-Ampfer ausgebildet, welche W des Heuschobers entlang einer Geländedepression hangabwärts zieht.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Alpine Silikatrasen - 3.5.3
    Silikatquellflur, Baldaufhütte
    lfd. Nr. 0647
    Quellflur SSW Rockfeldalm - Silikatquellflur 1.2.1.3.0
    Region: Seehöhe: 1.710m. Quellflur 620m SSW der Rockfeldalm (Anm.: unterhalb der Baldaufhütte).
    Kennzeichen: Das Biotop umfasst weitläufige, aus einer felsigen Hangstufe entspringende Quellwasseraustritte welche den N angrenzenden namenlosen Gebirgsbach speisen. Die Vegetationsbedeckung varriert in den Teilbereichen. Im Durchschnitt ergibt sich eine Deckung von ca. 50%. Die oberen (S) Teilbereiche werden typgemäß von überrieselten Fels- und Schuttfluren unter Vorherrschaft von Moosen und Fetthennen-Steinbrech eingenommen. Im S bildet die Rost-Segge weitläufige, lückige Bestände aus (subsum. Rostseggenhalde). Aufgrund der basenreichen Gesteinsunterlage finden sich zahlreiche weitere Kalkzeiger. Große Biotopteile werden von Weiden (untergeordnet auch von Grün-Erlen) locker bestanden. Die vegetationsreicheren Bereich werden vom Weidevieh genutzt, wodurch es zur Ausbildung nährstoff- und hochtaudenreicher nassgallen kommt. Der Übergang ind die N angrenzenden Grünerlengebüsche gestaltet sich fließend.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Quellen - 1.2.1.
    Biotope : Lafental
    0122 - 0123 - 0124 - 0125 - 0126 - 0127 - 0128 - 0129 - 0130 - 0131 - 0132 - 0133 - 0135 - 0136 - 0137 - 0138 - 0140 - 0144 - 0145 - 0146 - 0147 - 0148 - 0149 - 0150 - 0151 - 0152 - 0254 - 0256 - 0257 - 0258 - 0259 - 0261 - 0262 - 0272 - 0273 - 0271 - 0301 - 0302 - 0303 - 0304 - 0305 - 0317 - 0332 - 0333 - 0334 - 0335 - 0337 - 0339 - 0340 - 0341 - 0380 - 0381 - 0396 - 0400 - 0402 - 0411 - 0412 - 0414 - 0415 - 0416 - 0417 - 0418 - 0419 - 0420 - 0421 - 0429 - 0431 - 0432 - 0433 - 0436 - 0437 - 0441 - 0442 - 0540 - 0541 - 0542 - 0582 - 0584 - 0630 - 0631 - 0632 - 0633 - 0647 - 0663 - 0664 - 0665

    Region : Gadaunerer Hochalmen

    Anzahl der Biotope : 7 (3)

    Baldaufhütte . Felding-, Toferer-, Stubnerhütte . Karteisenwald

    Die Gadaunerer Hochalmen reichen einerseits bis zur Stanzscharte bzw. bis zum Lafenbach und andererseits bis zum Breitfeldboden und Schwalbenkar. Die Felding-, Toferer- und Stubnerhütte bzw. die Schihütte bilden das Zentrum der Gadaunerer Hochalmen, der Weg dorthin führt durch den Karteisenwald oder über die Thalerhütte. Im Norden bildet die Baldaufhütte mit dem Wanderweg bzw. im Osten der Straße im Karteisenwald die Grenze zur Region - Angertal-Talboden - im Süden ist es die Rettenwand und im Westen die Region - Kalkbretterkopf - als fließender Übergang zur Alpenflora.
    - Katastralgemeinde : Vorderschneeberg - Bildgalerie : Gadaunerer Hochalmen • Rettenwandalm - Karte : Kalkbretterkopf
    Grünerlengebüsch
    lfd. Nr. 0141
    Grünerlengebüsch 840m S Rockfeldalm - Grünerlengebüsch 2.3.1.1.0
    Region: Seehöhe 1.730 - 1.790m. Grünerlengebüsch 840m S Rockfeldalm (Anm.: unterhalb der Gadaunerer Hochalmen). Das Grünerelengebüsch wird durch die Lage oberhalb einer ausgeprägten Gelandestufe geprägt.
    Kennzeichen: In das Grünerlengebüsch sind typische Hochstaudeninseln eingewoben; weiters treten vereinzelt Elemente der Zwergstrauchheiden hinzu. Punktuell finden sich kleinere Fichten im Bestand (Höhe: 7m, BHD:15). Das geschlossene Gebüsch endet bei einem steilen Felsabbruch, wo zwergstrauchreiche Situation über flachgründigen Felsstandorten vermehrt auftreten (subsummierter Biotoptyp). In diesem Umfeld sind auch vermehrt Quellaustritte vorhanden, welche bis in das Grünerlengebüsch reichen. Die überrieselten Felsbereiche sind teilweise mit Moosen stark überwachsen (subsummierter Biotoptyp). Am östlichen Rand des Gehölzes sind in lichteren Breichen Arten der Weiderasen angereichert. Hier durchziehen weiters Weidegangeln die Biotopfläche.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Hochstaudengebüsche - 2.3.1.
    Fichtenwald N Rettenwandalm
    lfd. Nr. 0356
    Fichtenwald 810m N Rettenwandalm - Subalpiner Fichtenwald 2.2.1.1.0
    Region: Seehöhe 1.540 - 1.860m. Fichtenwald 810m N Rettenwandalm: Der naturnahe subalpine Fichtwald wird von einer Forststraße durchschnitten und erschlossen.
    Kennzeichen: Intensive Nutungsspuren sind jedoch nicht vorhanden. Eine forstwirtschafliche Nutzung beschränkt sich auf Einzelbaumentnahme. Die oberen südwestlichen Biotopteile zeigen deutlichen Beweidungseinfluss. Der in diesem Bereich natürlich aufgelichtete Waldbestand ist mit Weideflächen verzahnt. Weidezeiger in der gesamten Biotopfläche deuten auf (ehemalige) Beweidung hin. Das Hangrelief wird durch Hangverebnungen, kleine Hangfurchen und Rücken abwechslungsreich gegliedert. Die Lage an der Waldgrenze wird deutlich durch die Wuchsform der Fichte illustriert (Mehrstämmigkeit, kontrahierte Gehölzgruppen). Entlang des Hangradienten nimmt der KronenSchluss und die Wuchshöhe des Waldes zu (Höhe: 8-16m, BHD: 10-150cm). Jedoch finden sich auch in den unteren nördlichen Biotopteilen kleine Waldlichtungen mit farn- oder hochstaudenreichem Unterwuchs. Die Alterstruktur ist ausgeprägt heterogen. Eine Verjüngung von Fichte und Lärche als Nebenbaumart ist in ausreichendem Maße vorhanden. Punktuell ist Kadaververjüngung zu beobachten. In größeren Teilbereichen ist der Unterwuchs des Waldbestandes typgerecht ausgebildet (Farne, Heidekrautgewächse, Hochstauden, Gräser, Moose). Die Biotopausstattung wird durch kleine Waldtümpel und Vernässungen bereichert. Windwurfholz sowie stehendes und liegendes Totholz stellen wertvolle Biotopstrukturen dar. Ein Weidezaun grenzt größere Teilbereiche der Biotopfläche von der Beweidung aus.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Fichten- und Fichten-Tannen-Wälder - 2.2.1.
    Hochgraswiese, Gadauner Hochalmen
    lfd. Nr. 0430
    Wildheumähder 870m S Rockfeldalm - Hochgraswiese (Wildheumähder) 3.5.3.4.0
    Region: Seehöhe 1.770 - 1.820m. Wildheumähder ca. 870m S der Rockfeldalm (Anm.: südlich der Baldaufhütte).
    Kennzeichen: Die einschürige Hochgraswiese wird nebst Sommermahd einmalig im Herbst beweidet. Gedüngt wird mit Mist. Die Wiese ist durch ein sanft-welliges Relief charakterisiert. In weiten Teilen dominiert das Borstgras. Die Krautschicht ist weitestgehend geschlossen (ca. 95%); die Trittbelastung durch Weidevieh ist gering. Geländeerhebungen sowie die steileren Oberhangabschnitte gestalten sich generell trockener, nährstoffarm und weniger vegetationsbedeckt (ca. 85-90%). Die Deckung durch Gräser tritt hier gegenüber einem reichem Krautervorkommen zurück. In sanften Geländedepressionen ist eine dichte, nährstoffreiche Hochgraswiese mit dominantem Vorkommen von Gewöhnlicher Rasenschmiele und Gewöhnlichem Frauenmantel bestimmend. In der Krautschicht treten (v. a. an trockenen Standorten) verschiedentlich Zwergsträucher auf. Eine Aufgabe der Mahd würde daher eine Verbuschung begünstigen, was an nicht gemähten Hangstufen illustriert wird. Am Unterhang finden sich hangschweißige Stellen, welche eine mäßige Vernässung in Teilbereichen bedingen. Hier treten Sauergräser (punktuell sogar Rispen-Segge) und Binsen (Fadenförmige Binse) in den Vordergrund. Ausgehend von einer Almhütte im mittleren, W Biotopteil zieht ein nährstoffreicher Graben hangabwärts. Dieser wird mit Abwassern der Hütte gespeist, was jedoch keine erwähnenswerte Beeinträchtigung bedeutet. Das Biotop ist durch einen Weidezaun vom angrenzenden Weideland abgegrenzt. Im Verzahnungsbereich mit dem N angrenzenden Grünerlengebüsch sind Verbuschungsstadien mit Weiden und Heidelbeere, kleinflächig auch Fluren des Alpen-Ampfers bestimmend.
    Bearbeitet von Thomas Eberl (Juli 2004)
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Alpine Silikatrasen/a> - 3.5.3.
    Biotope : Gadauner Hochalm
    0141 - 0144 - 0145 - 0318 - 0356 - 0430 - 0598

    Region : Rettenwandalm

    Anzahl der Biotop : 28 (1)

    Rettenwand . Gadauner Grundalmen . Kargraben . Knappensteig

    Die Rettenwandalm liegt südlich der Gadauner Hochalmen und schließt das Gebiet Gadauner Grundalmen und den gesamten Kargraben bis hinauf zum Schwalbenkar bzw. zur Ecklgrube und der Erzwies mit ein. Im Norden bildet die Rettenwand (Biotop 0597) die Grenze zur Region - Gadaunerer Hochalmen - und im Westen sind es die Grünerlengebüsche unterhalb des Schwalbenkar und der Ecklgrube. Im Osten bildet der Knappensteig bzw. der Bach vom Tümpel mit dme Verlandungsmoor NW Erzwiessee (Biotop 0211) die Grenze. Die Biotope unterhalb der genannten Grenzen werden dem - Angertal-Talboden - zugeordnet.
    - Katastralgemeinde : Vorderschneeberg - Bildgalerie : Rettenwandalm • Kargraben - Karte : Kalkbretterkopf
    Fichtenwald, Rettenwandalm
    lfd. Nr. 0319
    Fichtenwald 420m N Rettenwandalm - Subalpiner Fichtenwald 2.2.1.1.0
    Region: Seehöhe 1.780 - 1.950m. Fichtenwald 420m N Rettenwandalm gelegen.
    Kennzeichen: Der Schlussgrad und die Höhe des aufgelösten Fichenwaldes mit Zwergstrauchunterwuchs nimmt mit zunehmender Höhe auffällig ab (Höhe: 3-14m, BHD:5-40cm). Der Deckungsgrad der Fichte nimmt bezogen auf die Gesamtfläche etwa 20% ein. Das Gehölz ist in leicht kontrahierte Baumgruppen gegliedert. Dazwischen findet Beweidung statt. Der Unterwuchs wird neben Weidezeigern von Zwergsträuchern (Vegetationsaufnahme, subsummiertere Biotoptypen) geprägt.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Fichten- und Fichten-Tannen-Wälder - 2.3.1.
    Biotope : Rettenwandalm
    0188 - 0189 - 0190 - 0191 - 0192 - 0195 - 0196 - 0233 - 0357 - 0358 - 0480 - 0481 - 0482 - 0483 - 0484 - 0485 - 0489 - 0596 - 0597 - 0599
    0604 - 0606 - 0607 - 0608 - 0609 - 0648 - 0649 - 0650

    Region : Angertal-Talboden

    Anzahl der Biotope : 34 (13)

    Liftstation . Waldgasthof . Haidegg . Antoniushütte . Angerhütte . Talschluss

    Der Angertal-Talboden beginnt bei der Liftstation und schließt das Gebiet unterhalb des Güterweges auf die Gadaunerer Hochalmen ein. Der Karteisenwald ist Teil der Region - Gadaunerer Hochalmen - und die höher gelegenen Biotope im Kargraben gehören der Region - Rettenwandalm - an. Die Antoniushütte am Nordwesthang gelegen und die Biotope nordöstlich vom Waldgasthof-Angertal sind ebenfalls noch Teil dieser Region. Die Region - Haberreith - reicht hier bis an die Brücke beim Parkplatz der Liftstation heran. Die Schipiste mit dem Schockgut grenzt an die Region - Kreuzbichl - einerseits und an die Region - Lafental - andererseits und entspricht so der Grenze im Nordosten. Im Norden ist es die Straßenbrücke. Die Biotope unterhalb der Straße auf die Gadaunerer Hochalm bilden die Grenze im Nordwesten die Biotope unterhalb der Straße auf die Schattbachalm bzw. auf die Jungeralm im Südosten, wobei das Sturzgerinne (Biotop 0480) bzw. das Lawinar im Kargraben (Biotop 0483) den Abschluss der Region bildet.
    - Katastralgemeinde : Vorderschneeberg - Bildgalerie : Angertalstraße • Talschluss - Karte : Angertal
    Grauerlenwald, Angertal
    lfd. Nr. 0120
    Hang-Grauerlenwald 1000m SW Schockgüter - Hang-Grauerlenwald 2.1.2.3.0
    Region: Seehöhe: 1.220 - 1.490m. Hang-Grauerlenwald 1000m SW Schockgüter: Der ausgedehnte forstlich gepägter Hang-Grauerlenwald besiedelt einen weitgehend homogenen Hangbereich.
    Kennzeichen: In den unteren Hangbereichen dominiert die Fichte (Höhe:10,BHD:10-15cm). Der artreine Fichtenbestand (subsummierter Biotoptyp) stellt eine Aufforstung einer Magerweide dar. An trockenen, flachgründigen Saumbereichen sind Fragmente von Bürstlingsrasen erhalten. Darüber schließt ein mit Lochhieben und vermutlich Windwürfen durchsetzter geschlossener Grauerlenwald (Höhe:10-15, BHD:10-20cm) an. Hier ist lokal gehäuft wenig wertvolles Totholz vorhanden. Die Krautschicht ist typgerecht, stark deckend und hochwüchsig. Neben typischen Nährstoffzeigern (Hochstauden) sind auch Elemente der Schlagfluren vorhanden. Die Bodenverhältnisse sind mäßig trocken bis frisch mit nur sehr wenigen ausgeprägten Vernässungsbereichen. Die Altersstruktur ist in der Biotopfläche in den einzelen Teilbereichen homogen, auf die Biotopfläche gesehen sind jedoch unterschiedliche Alterstadien vorhanden. Im Nebenbestand der Grauerle tritt die Fichte vielfach in Erscheinung (15-20% Anteil) wodurch günstige Wuchsbedingungen angedeutet werden (Fichtenstandort). Aktuell ist die Fichte jedoch hauptsächlich als Verjüngung und als Dickholz vertreten. Im Südwesten des Biotops ergeben sich Übergänge zu montanen Fichtenwäldern. An den Randbereichen sind Weidespuren (vermutlich auch Wechsel von Rotwild) erkennbar. Die umschlossene Fettweide ist in kleinen Teilbereichen von einer Grauerlenverbuschung betroffen. Im Westteil des Biotops ist eine ausgeprägte Erosionsrinne (vermutlich Hangrutschung) verhanden (Breite: 10m). Auf der Sukzessionsfläche dominieren Hochstauden. Eine Wiederbesiedlung durch Grauerle ist verstärkt an den Randbereichen gegeben. Das Gehölz erfüllt eine wichtige Hangschutzfunktion. Am Talboden bildet das Gehölz die Ufervegetaion des Lafenbaches (?), wo steile Ufersituationen bestockt werden. Zum Bach hin ist eine Pestwurzflur ausgebildet.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Schluchtwälder - 2.1.2.
    Grauerlenau, Angertal
    lfd. Nr. 0180
    Grauerlenaufragment 70m SW Hartlhtt. - Grauerlenau, fragmentarisch ausgebildet 1.3.2.1.2
    Region: Seehöhe: 1.270 - 1.340m. Der bachbegleitende Grauerlenwald wird im Norden von einem unasphaltierten Fahrweg begrenzt
    Kennzeichen: Am Rande dieses Weges domineren Grünlandarten, welche bei Überschirmung der Grauerlen von leicht ruderalisierten hochwüchsigen und nährstoffliebenden Hochstaudengemeinschaften abgelöst werden. In weiten Bereichen dominiert daneben eine mit Brennessel durchsetzte Pestwurzflur (subsummierter Biotoptyp). Weiters ist lokal farnreicher Unterwuchs bestimmend. Das alluviale Relief (subsummierter Biotoptyp) ist durch Riedel und Verebnungen gegliedert, welche teilweise von temporärem Seitenarmen durchzogen werden. In direkter Gewässernähe ist ein blockreicher Uferwall ausgebildet. Der Grauerlenbestand (Höhe: 10m, BHD: 15cm) weist einige Dürrlinge der Grauerle sowie Jungwuchs der Fichte auf. Die Fichte tritt in der Baumschicht aber insgesamt sehr untergeordnet auf. Ausgenommen ist hier eine kleine Fichtenschonung im Westteil der Biotopfläche (subsummierter Biotoptyp). Eine forstwirtschaftliche Nutzung (Einzelstammentnahme) kommt für die gesamte Biotopfläche in Betracht.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Auwälder und Auengebüsche - 1.3.2.
    Angerbach, Oberlauf - Angertal
    lfd. Nr. 0181
    Angerbach, Oberlauf bis zum Stauwerk - Mittelgebirgsbach 1.2.2.2.2 - Zustandsklasse 2
    Region: Seehöhe: 1130 - 1.550m. Der Angerbach nimmt eine Vielzahl von, das ausgedehnte Einzugsgebiet des Kars zwischen Kalkbretterkopf und Silberpfenning entwässernden, Gebirgsbächen und Hanggerinnen auf.
    Kennzeichen: Die Uferbereiche der oberen Fließstreckenabschnitte werden von blockreichen Uferwällen geprägt. In kleineren Teilbereichen finden sich Sturzbäume und Wildholzansammlungen im Gewässerbett. Lokal teilt sich das Gewässer in einzelne mit einander zopfförmig verwobene Teilarme auf. Dazwischen sind Anlandungen mit Gehölzbewuchs und Hochstaudenfluren bestimmend. Abschnittsweise sind auch Aufweitungsbereiche (Breite: 10m) vorhanden. Die Breite der Gewässersohle schwankt in größeren Teilbereichen zwischen 3 und 6m. Das Gefälle des Gewässerlaufes ist insgesamt mäßig steil und leicht wechselhaft. In den obersten Abschnitten sind kleine Stromschnellen und Abtreppungen charakteristisch. Die Bachsohle wird hier zunehmend von Felsen (Durchmesser: 2-4m) bestimmt. Im mittleren Fließstreckenabschnitt sind geringere Neigungen charakteristisch. In der Nähe der Angerhütte befindet sich ein kleiner Aufweitungsbereich mit Rohrdurchlässen. In diesem kleinen Teilbereich dominiert eine ruderale Huflattichflur auf episodisch von Baggerarbeiten (vermutlich Beseitigung von Vermurungen) umgebrochenen Geschiebematerial. Etwas weiter unterhalb befindet sich eine weitere nenneswerte Aufweitung. Ca. 420m südlich der Schockgüter ist eine Wassermühle (Holzsäge) anzumerken, welche von einem Mühlgerinne versorgt wird (subsummierter Biotoptyp). Die Einleitung des kleinen Mühlbaches geschieht an einer betonierten Wehranlage an einer künstlichen Sohlstufe. Der Unterlauf wird von der scharf eingeschnitten Talsituation geprägt. Hier grenzen steile Wälder mit Schluchtwaldelementen an. Die Biotopfläche endet kurz vor einem großer Schotterfang (Wildbachverbauung, vgl. anschließende Biotopfläche). In das Biotop einleitende Bäche (vgl. Biotopnummern: 175, 226, 242, 277, 368, 372, 453, 519, 524, 651, 662, 663, 699)
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Bäche - 1.2.2.
    Grauerlenau, Angertal
    lfd. Nr. 0321
    Grauerlenau 100m NO Feldinghtt. - Grauerlenau, fragmentarisch ausgebildet 1.3.2.1.2
    Region: Seehöhe: 1.260m. Grauerlenau 100m NO Feldinghtt. Die fragmentarische Grauerlenau stockt auf einer langgezogenen alluvialen Insel.
    Kennzeichen: Der Waldbestand (Höhe: 12m, BHD: 10-40cm) zeigt Beweidungsspuren und wird von Grauerle in Gewässernähe und Fichte an kleinen erhöhten Aufschüttungen aufgebaut. Ein vitaler Jungwuchs der Grauerle ist vorhanden. Die Krautschicht wird in größeren Teilbereichen von Arten der Fettweiden dominiert. An den randlichen vom Gewässergeschehen stärker beeinflussten Bereichen ergeben sich naturnähere Situationen. Im Zentralraum des Gehölzes sind weiters typgerechte Hochstaudenfluren vorhanden.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Auwälder und Auengebüsche - 1.3.2.
    Ufergehölz, Angertal
    lfd. Nr. 0322
    Grauerlenufergehölz 330m NO Feldinghtt. - Anthropogen geprägtes Ufergehölz 1.3.3.5.0
    Region: Seehöhe: 1.250 - 1.260m. Antropogen überprägtes Grauerlenufergehölz 330m NO Feldinghtt
    Kennzeichen: Das von Grauerle und Fichte dominierte schmale Ufergehölz (Höhe: 8m, BHD: 15cm) wird gewässerabgewandt von einer Forststraße gesäumt. Die Trassierung resultiert dabei in einer flächenmäßigen Einschränkung des Gehölzbestandes. Die Krautschicht ist in Teilbereichen gestört (Alpen-Ampfer, Langblättrige Minze). Im westlichen Teilbereich des Biotopps sind ehemalige Altarme des begleitenden Gebirgsbaches auszumachen. Lokal sind Holzrückespuren ersichtlich.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Gesellschaften an Bach- und Flussufern - 1.3.3.
    Niedermoor, Angertal
    lfd. Nr. 0327
    Hangniedermoor 600m SO Schockgüter - Kalk-Niedermoor 1.4.3.1.3
    Region: Seehöhe: 1.250 - 1.270m. Hangniedermoor obwerhalb der Angertalstraße bzw. oberhalb des Waldgasthofes Angertal.
    Kennzeichen: Der offene naturnahe Niedermoorbereich wird von einzelnen Krüppelfichten und subvitalen Grauerlen durchsetzt. Das kalkreiche Niedermoor wird an allen Seiten von einem ebenfalls durchnässten Hanggrauerlenwald umgeben. Der Offenbereich scheint einen natürlichen primäreren Waldgrenzstandort darzustellen. Ob eine historische Nutzung hier modifizierend wirkte muss durch weitere Untersuchungen geklärt werden. Aktuell sind keine Nutzungsspuren ersichtlich. In der Biotopfläche findet sich ein wertvoller Bestand des Alpen-Wollgrases (Vegetationsaufnahme). Ansonsten wird die Biotopfläche von einem ausgedehten Davall-Seggenried bestimmt. Die Grenze zu den umgebenden Gehölzen wird durch Gruppen von Krüppelfichten und Hochstaudensäume bestimmt. Die Biotopfläche ist frei von Störungszeigern. Im Vergleich zu den naheliegenden Niedermoorbereichen fallen hier kleine Herden von Buntem-Reitgras auf. Der Moorbereich scheint ebenfalls weniger stark vernässt zu sein. Die Biotopfläche wird von einem kleinen stark verwachsenen natürlichen Gerinne durchzogen. Das Rinnsal wird von schwach dotierten Hangquellaustritten im obersten südöstlichen Biotoprand gespeist.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
    Ufergehölz, Angertal
    lfd. Nr. 0422
    Ufergehölz 700m SSO Schockgüter - Anthropogen geprägtes Ufergehölz 1.3.3.5.0
    Region: Seehöhe: 1.200 - 1.220m. Aufgelockertes, anthropogen geprägtes Grauerlen-Ufergehölz ca. 700m SSO des Gehöft Schockgüter.
    Kennzeichen: Die Baumschicht wird über weite Strecken von meist vielstämmigen Grau-Erlen mit einer Wuchshöhe bis zu 8m (BHD bis 20cm) aufgebaut, wodurch sich Anklänge an eine fragmentarisch ausgebildete Grauerlenau ergeben. Teilbereiche des Biotops werden von (teils anthropogen eingebrachten) Fichten mit einer Höhe bis zu 6m bestimmt. Die Bestandesphysiognomie ist durch Holznutzung geprägt. Das gesamte Biotop ist durch Beweidung und somit Trittbelastung und Nährstoffeintrag beeinflusst. Das Biotop ist infolge der Beweidung mit aufgelichteten, vegetationsarmen Bereichen durchsetzt. Die Krautschicht ist typgemäß reich an Arten der Hochstaudengesellschaften. Diese treten jedoch nur spärlich deckend in Erscheinung. Vereinzelt finden sich Ablagerungen von Gartenabfällen im Bestand. Bachnbahe, wasserüberstaute Bereiche werden vielfach von einer Flur von Sumpfdotterblume bewachsen. Kleinflächig ergeben sich auch Anklänge an einen Rispenseggensumpf.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Gesellschaften an Bach- und Flussufern - 1.3.3.
    Ufergehölz, Angertal
    lfd. Nr. 0426
    Ufergehölz 400m S Schockgüter - Anthropogen geprägtes Ufergehölz 1.3.3.5.0
    Region: Seehöhe: 1.180m. Anthropogen geprägtes Ufergehölz 400m S des Gehöfts Schockgüter.
    Kennzeichen: Die Baumschicht wird zu etwa gleichen Anteilen von Fichte (Höhe bis ca. 20m, BHD bis 40cm) und meist kernwüchsigen Grau-Erlen (BHD bis ca. 20 cm, Höhe ca. 6m) unterschiedlicher Alterstadien bestimmt, wobei Stangenholz überwiegt. Der BestandesSchluss ist räumdig bis dicht. Das Biotop wird von einem Mühlbach (künstlich gefasstes Wasser) und einer Zufahrt zur Mühle durchzogen. Das Umfeld des Fahrwegs ist aufgelichtet (nur kleine Gehölzinseln) und dient als Holzlagerplatz. Hier herrscht eine nährstoffliebende Hochstaudenflur (v. a. Brennessel) vor. Das Biotop wird beweidet und durch einen Weidezaun (Stacheldraht) von der Forststraße getrennt. Die ursprünglichsten Biotopteile mit einer typgemäß hochstaudenreichen Krautschicht finden sich im NO Teilbereich entlang des blockigen Grabeneinhangs zum Lafenbach. Dieser wird jedoch von der S angrenzenden Forststraße bedrängt. Totholz findet sich beinahe ausschließlich in Form von Durchforstungsholz (Astmaterial aus den SO angrenzenden Fichten-Wirtschaftswäldern). Vereinzelt finden sich auch Dürrlinge der Grau-Erle.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Gesellschaften an Bach- und Flussufern - 1.3.3.
    Grauerlenau, Angertal
    lfd. Nr. 0479
    Grauerlenau 200m W Feldinghütte - Grauerlenau, fragmentarisch ausgebildet 1.3.2.1.2
    Region: Seehöhe: 1.280 - 1.320m. Fragmentarisch ausgebildete Grauerlenau ca. 200m W der Feldinghütte. Das Biotop befindet sich an der orografisch rechten Seite eines natürlichen Gebirgsbaches (der Zustandsklasse 1) und wird im O von einem Zubringer begrenzt.
    Kennzeichen: Die Baumschicht wird über weite Abschnitte von Fichten (BHD bis 20cm, Höhe bis ca. 17m) bestimmt. Die Grau-Erle tritt als konstantes Begleitgehölz mit variabler Deckung auf, wobei vor allem die bachnahen Bereiche dichter bestanden werden. Der KronenSchluss ist locker bis dicht. Die Bestandeshöhe schwankt in den Teilbereichen. Die Krautschicht ist reich an nährstoffliebenden Arten (viele Farne), wobei sich Anklänge an eine Milchlattich-Hochstaudenflur (subsum. Biotoptyp) ergeben. Entlang des Baches sowie in vernässten Teilbereichen tritt eine Flur des Grauen Alpendostes in den Vordergrund. Im gesamten Biotop finden sich erhebliche Mengen an Totholz (liegend als auch stehend). Zahlreiche hochwüchsige Fichten wurden vom Wind samt Wurzelteller ausgehoben. Das Biotop wird von kleineren Seitenarmem des angrenzenden Gebirgsbaches durchzogen. Die Moosschicht ist generell dicht und erreicht in bachnahen Bereichen mitunter über 75%. Das Biotop ist vor allem in den unteren (N) Abschnitten von zahlreichen Felsblöcken durchsetzt, welche zumeist vollständig von einer Moosdecke überzogen sind. Aktuell ist keine forstwirtschaftliche Nutzung ersichtlich. Die Verjüngung der Hauptbaumarten ist gut. Jungwuchs von Fichte findet sich vor allem in lichten, bachnahen Teilbereichen.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Auwälder und Auengebüsche - 1.3.2.
    Hangquellmoor, Angertal
    lfd. Nr. 0616
    Hangquellmoor 700m SSO Schöckgüter - Kalk-Niedermoor 1.4.3.1.3
    Region: Seehöhe: 1.230 - 1.330m. Der (weitgehend) baumfreie Zentralbereich eines großflächigen, sehr naturnahen Kalk-Hangquellmoore-Komplexes, ca. 700m SSO des Gehöfts Schöckgüter.
    Kennzeichen: Die Vegetation wird von kalkholden Niedermoor-Arten bestimmt, wobei weite Teile den Charakter eines Davallseggenmoores annehmen (vgl. Vegetationsaufnahme). In kleinräumigen Geländevertiefungen tritt bisweilen Horst-Wollgras in den Vordergrund. Die oberen Hangpartien sind weiters mit Horsten der Rispensegge durchsetzt. Im Biotop ist keine Bewirtschaftung/Mahd ersichtlich; die abgestorbenen Halme Bilden eine mäßig dichten Grasfilz. Eine vormalige Streunutzung scheint jedoch durchaus wahrscheinlich. Im Biotop finden sich zerstreut stehende Fichten sowie untergeordnet auch Grau-Erlen, selten Faulbaum. Die Fichten weisen aufgrund der baumfeindlichen Standortsbedingungen meist charakteristischen Krüppelwuchs auf. Die Randbereiche sind durch eine erhöhte Deckung an kleinwüchsigen Bäumen der genannten Arten charakterisiert. Die O eines Gebirgsbaches angrenzenden Fichten-Wirtschaftswälder fügen sich nahtlos an die Biotopbereiche an. Der Übergang in die umliegenden, bewaldeten Moorbereiche verläuft ebenfalls ohne scharfe Grenze. Das Biotop zeichnet sich durch ein reiches Orchideenvorkommen aus, wobei vor allem das Gefleckte Knabenkraut mit hoher Deckung auftritt. Es wird von kleineren, periodisch wasserführenden Gerinnen durchzogen. Randlich der Gerinne treten nährstoffreiche Situationen mit viel Behaartem Kälberkropf auf. In den unteren Biotopbereichen prägen dichthorstige Pfeifengrasbestände das Bild. Es finden sich zahlreiche Mulden mit stehendem Wasser. Entlang einer Geländestufe im unteren Biotopteil finden sich kleinflächige Hanganrisse mit spärlicher Vegetationsbedeckung. Eine Torfschicht ist bis zu einer Mächtigkeit von ca. 50cm ausgebildet, variiert jedoch in den Teilbereichen.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
    Niedermoor, Angertal
    lfd. Nr. 0620
    Niedermoor SO Schockgüter - Kalk-Niedermoor 1.4.3.1.3
    Region: Seehöhe: 1.220 - 1.280m. Hang-Niedermoor 500m SO des Gehöfts Schockgüter.
    Kennzeichen: Der naturnahe Hang-Niedermoorbereich wird von Fichten und Grau-Erlen räumdig bestanden (subsum. Biotoptyp Hang-Grauerlenwald). Die Fichten erreichen in Abhängikeit des Vernässungsgrades eine Wuchshöhe bis zu 15m. Die Grau-Erlen finden sich als niederwüchsige Begleitart in der Baum- und Strauchschicht. In der generell hochstaudenreichen Krautschicht dominiert (auch unter dichterem Kronendach) die Rispen-Segge (subsum. Biotoptyp). Blaues Pfeifengras, Hirsefrüchtige Segge und Raue Segge nehmen eher die offenen Bereiche ein. Im Bereich der Stammbasen von Fichten finden sich trockene, bodensaure Situationen mit Heidelbeere und Busch-Hainsimse. Das Biotop wird von Hangquellwässern durchsickert. Ein Torfkörper ist mit unterschiedlicher Mächtigkeit (bis 25cm) vor allem in den offenen Teilbereichen ausgebildet. Das Biotop wird von kleinen Gerinnen durchzogen, welche von einer Hochstaudenflur, reich an Weißer Pestwurz, begleitet werden. Die angrenzenden Forstbereiche fügen sich natlos an die Biotopfläche an. Diese sind in den Randbereichen versumpft. Totholz ist reichlich vorhanden. Es finden sich zahlreiche samt Wurzelscheibe gestürtzte Fichten sowie stehende Dürrlinge von Grauerle. Der SO Biotopteil wird von einer anthropogen freigehaltenen Trasse der Stubneralm-Gondelbahn durchschnitten. Eine Nutzung des Biotops ist aktuell nicht erkennbar, in historischen Zeiten scheint eine solche jedoch durchaus wahrscheinlich. Die Biotopfläche ist ein Bestandteil eines ausgedehnten Niedermoorbereiches.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
    Hang-Grauerlenwald, Angertal
    lfd. Nr. 0624
    Hang-Grauerlenwald 380m O Schockgüter - Hang-Grauerlenwald 2.1.2.3.0
    Region: Seehöhe: 1.150 - 1.160m. Einschichtiger Hang-Grauerlenwald ca. 380m O des Gehöfts Schockgüter.
    Kennzeichen: Der Grauerlenbestand (Höhe ca. 8m, BHD bis 20cm) wird mit einem Anteil von ca. 10% von Fichte mitaufgebaut. Die unteren, bachnahen Biotopteilen sind durch einen höheren Fichtenanteil und eine gute Verjüngung derselben Art gekennzeichnet. Die Krautschicht ist relativ artenarm, jedoch reich an nährstoffliebenden Hochstauden. Bisweilen finden sich kleinere Inseln von Brennessel. Größere Biotopteile werden von einem Teppich der Weißen Pestwurz beherrscht. Im NO steht das Biotop mit einem Nadel-Wirtschaftswald in engem Kontakt.
     » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Schluchtwälder - 2.1.2.
    Grauerlenaufragment, Angertal
    lfd. Nr. 0639
    Grauerlenaufragment SO Schockgüter - Grauerlenau, fragmentarisch 1.3.2.1.2 - Biotop zerstört !
    Region: Seehöhe: 1.160 - 1.170m. Die fragmentarisch ausgebildete Grauerlenau lag ca. 300m SO des Gehöfts Schockgüter und befand sich an der orografisch linken Seite des Angerbaches.
    Die Baumschicht wurde ehemals von hochschäftigen Fichten (BHD bis 25cm, Höhe bis 10m) bestimmt. Die Grau-Erle war deutlich niederwüchsiger (BHD bis 25cm, Höhe bis 10m) und gegenüber der Fichte von untergeordneter Bedeutung. Die Krautschicht war generell reich an Hochtstauden. Die Biotoptypen Uferhochstauden und Pestwurzflur sind ebenfalls nicht mehr vorhanden. Das Biotop wurde 2008 gerodet, planiert und der Angerbach verbaut.
    Biotope : Angertal-Talboden
    0120 - 0180 - 0181 - 0183 - 0321 - 0322 - 0323 - 0324 - 0325 - 0327 - 0328 - 0329 - 0347 - 0360 - 0362 - 0382
    0422 - 0424 - 0425 - 0426 - 0427 - 0428 - 0479 - 0615 - 0616 - 0617 - 0618 - 0619 - 0620 - 0621 - 0622 - 0623 - 0624 - 0639

    Region : Schattbachalm

    Anzahl der Biotope : 25 (0)

    Schattbach . Mahdleitenalm . Ghänger

    Die Bergflora der Schattbachalm reicht von der Schattbachhütte bis zur Mahdleitenalm mit eingeschlossen die Biotope im und oberhalb der Ghänger. Oberhalb der Waldgrenze liegt die Region - Erzwies - und die - Rettenwandalm - bzw. der Kargraben. Am Westhang des Stubnerkogels schließt die Bergflora der - KG-Böckstein - mit der Jungeralm an. Die Biotope unterhalb der genannten Grenzen werden dem - Angertal-Talboden - zugeordnet. Im Norden bildet der Gebirgsbach südlich der Antonius Hütte (Biotop 0655) zur Jungeralm die Grenze, im Süden ist es die Waldgrenze zur Erzwies und zum Ortberg, im Westen die Straße auf die Jungeralm wie auf die Schattbachalm und beim Kargraben der Gebirgsbach nahe dem Knappensteig.
    - Katastralgemeinde : Vorderschneeberg - Bildgalerie : Schattbachalm • Mahdleitenalm - Karte : Erzwies

    Die Biotope dieser Region könenn erst im Jahr 2011/12 bearbeitet werden.

    Biotope : Schattbachalm
    0182 - 0185 - 0187 - 0197 - 0198 - 0200 - 0216 - 0217 - 0218 - 0219 - 0220 - 0221 - 0222
    0384 - 0385 - 0386 - 0392 - 0393 - 0491 - 0493 - 0505 - 0655 - 0656 - 0660 - 0661

        

    Biotope im Gasteinertal
    - Katastralgemeinden und Regionen -

    Anmerkung: Die Biotopabgrenzung entspricht der - Biotopkartierung - des Landes Salzburg bzw. der Kartierungsanleitung von G. Nowotny, H. Hinterstoisser, B. Fölsche, S. Stadler und W. Urban 1994 - und bleibt in der Beschreibung inhaltlich unverändert.

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    Biotopkartierung/Gasteinertal - KG Vorderschneeberg/Bergflora
    © 12.5.2009 by Anton Ernst Lafenthaler
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