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Wb - Gasteinertal/Wanderwege: Böckstein - Radeckalm (Radeckalpe)
Wanderwege, Böckstein Wanderziele
Böckstein
Wanderkarte, Böckstein SO

Radeckalm

1.574 m

Radeckalpe, Gasteinertal

Von Böckstein gelangt man mit dem Bus bzw. dem Privat-Auto zur Bahnstation Böckstein, wo sich auch die Autoverladestelle befindet. Hier führt eine neue Straße am Bauschuttkegel vorbei ins Anlauftal. Ab der Brücke beginnt der Forstweg und hier gilt absolutes Fahrverbot. Mountainbiker brauchen darüber nicht murren, denn dieser Weg ist nicht besonders attraktiv für Fahrräder jeglicher Bauart.

Die Wanderung beginnt also bei der Brücke, wo sich auch die Information über die Öffnungszeiten des Gasthauses Radeckalm befindet. Vorbei beim ehemals beliebten Kaffehaus Marienstein, wo noch ein Stein an die Anwesenheit des Kaisers erinnert, geht es hinein ins Anlauftal.
So auf halber Strecke führt ein mittlerweile neu errichteter Steg über den Anlaufbach, einerseits um sich am anderen Ufer gemütlich niederlassen zu können oder um evtl. ein paar schöne Steine zu sammeln oder aber um den Anstieg hinauf zum - Korntauern - zu nehmen, den schon die Römer als Übergang nach Mallnitz nachweislich benutzt haben und später als Saumweg auch im Winter begehbar war. Dieser Weg aber ist beschwerlich und war diese Route nicht geplant, sollte man den Weg in die Radeckalm beibehalten.

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Anlauftal . . . der Weg in die Radeckalm

Die Vordere Radeckalm (Gastwirtschaft) liegt bereits an der Waldgrenze. Sie hält leider nur im Hochsommer geöffnet und auch nicht an allen Tagen. Man tut jedenfalls gut daran, eine Jause bei sich zu haben, um nicht hungrig und fast verdurstet vor einer geschlossenen Gastwirtschaft stehen zu müssen.

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Zur oberen (hinteren) Radeckalm. Siehe auch - verfallene Bauten - . . .

Den Weg weiter in die hintere bzw. obere Radeckalm zieren nach einem kurzen Waldstück nur mehr wenige Lärchen. Ist man noch zur Zeit der Schneeschmelze unterwegs, kann man prachtvolle Wasserfälle bestaunen bis weit hinein ins Anlauftal. Nach Überquerung des Anlaufbaches über ein neu errichtete Brücke gelangt man zur oberen - Radeckalm - die leider gänzlich verfallen ist. Danach verliert sich der Weg immer mehr und Geröll und Schutt füllen den gesamten Talschluss. So bleibt man am besten in Bachnähe, genießt die Ruhe und bestaunt die Formen und Farbenvielfalt der Gesteine . . .

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Radeckalm - Ankogelblick

Fauna und Flora

Bärlapp, Gasteinertal

Die Wanderung durch das Anlauftal ist besonders auch für geologisch Interessierte ein Paradies. Die steilen Wände links und rechts des Tales mit ihren bizzaren Strukturen und die vielen Wasserfälle besonders im Mai/Juni bei der Schneeschmelze sind ein einziges Schauspiel.

Für Biologen ist diese Gegend eher für ausgefallene Arten der Farn- und Flechtenwelt interessant; Blumenfreunde könnten über die dürftige Artenvielfalt enttäuscht sein. Aber die wenigen Arten sind nicht minder von Bedeutung, zumal sie sehr selten und unscheinbar sind wie z.B. der bei uns sehr selten vorkommenden Alpenrachen - Tozzia alpina - mit seinen kleinen, leuchtend gelben Blüten. Auffällig auch die inselartig häufig vorkommende Meisterwurz - Peucedanum ostruthium -
Aus dem Reich der Kryptogamen ist es der sprossende Bärlapp - Lycopodium annotinum - welcher besonders auffällt, sowie zahlreiche Flechten.

Biotope: Hochstaudenfluren und Schuttvegetation ist bezeichnend für die Radeckalm, ebenso vereinzelt Grünerlengebüsche und in höheren Lagen Latschengebüsche und Krummseggerasen, sowie mittlerweile stark zurückgegangenen Gletscher. Die Schuttflur in der Bleksen im Talschluss bzw. nahe der oberen Radeckalm entspricht einem ehemaligen Gletschervorfeld. Der grobe Blockschutt bei der Radeckalm zeigt dabei nur einen schütteren Bewuchs.

Biotope
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Anlauftal - Talschluss

Kleine Geologie
Im Anlauftal liegt die Endmoräne des Daungletschers bei der mittleren und oberen Radeck Alm. Das Blockwerk der Endmoräne besteht im Gegensatz zu dem dort anstehenden Granitgneis aus Paragneisen und Amphiboliten der Ankogelmulde.

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Radeckalm im Anlauftal - Anlaufbach

Prof. Dr. Wolfgang Stoll, Hanau schreibt: "Bergwärts von der oberen Radeckalm öffnet sich der weite Kessel unter der südlich aufsteigenden Grauleitenspitze, dem das Kar östlich begrenzende dunkel gefärbten Schwarzkogels und nördlich dem Grubenkar. Im Talgrund stehen große Bestände der gesuchten Meisterwurz an, daneben kleinster Enzian (Gentiana minima) und weiter oben Edelraute und selten auch Edelweiß. Die Abstürze unter der Gauleitenspitze führen Quarz, auch gelegentlich in Kristallen, mit eingebettetem Scheelit und schwarz-stängeligem Rutil. Die Wände des Schwarzkogels sind ebenfalls für Bergkristallfunde bekannt, wobei der schwarze Biotit-Schiefer auch andere mineralische Einschlüsse, wie Pyrit, Kupferkies, Brookit und Titanit zeigt. Mineralogisch interessant ist im hintersten Kargrund die Grenze zum nördlich anstehenden Forellengneis des Grubenkares, an der ein heller Serpentin mit roten Granateinsprengungen vorkommt.

Siehe auch die Seiten:
- Anlauftal, Talschluss - Alpenflora - KG Böckstein
- Radeckalm - Bergflora - KG Böckstein

    

Die Wegbeschreibung ist ohne Gewähr.
Bitte beachten Sie am Ende jeder Seite das Erstellungs- bzw. Änderungsdatum.
Gehzeit vom Bahnhof Böckstein/Autoverladestelle bis in die Radeckalm ca. 1,5 Stunden

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Gasteinertal/Wanderwege: Radeckalm
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