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Pflanzen - Index | ||
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Die Kreuzblümchengewächse sind eine wenig bekannte aber nichts desto weniger bedeutende Familie
mit besonders schönen Blüten, betrachtet man diese erst einmal unter der Lupe. Sie sind gar nicht selten und
doch, die wenigsten kennen sie. Auch die einheimische Bevölkerung nimmmt wenig Notiz von dieser prachtvollen Pflanze.
Sie ähneln in den Blüten den Fabales (Schmetterlingsblütlern). Auch hier sind die meist 8 Staubblätter
mit ihren Filamenten verwachsen - wenn auch zu einer offenen Rinne. Die Krone besteht aus 3 etwas
verwachsenen Kronblättern zu denen 2 der 5 Kelchblätter flügelartig und ebenso gefärbt wie die Kronblätter
hinzutreten.
Der Zwergbuchs liebt den kalkigen Untergrund und ist schon fast ein Kalkzeiger.
Ebenso ist er ein Kältekeimer; die Bestäubung erfolgt durch Hummeln.
Dieser kaum eine Hand hohe, immergrüne Zwergstrauch gehört trotz seiner wenigen Blüten zu den
Glanzstücken und nicht nur zu den Raritäten unserer Flora. Die Blüten können weißgelb, reingelb,
braungelb oder tief orange sein und Kombinationen dieser Töne sind eher die Regel als die Ausnahme.
Der Verbreitungsschwerpunkt liegt bei uns in den Alpen.
Sie braucht krümeligen, lockeren und kalkhaltigen Boden; zuweilen genügen auch Felsspalten. Sie genießt
keinen gesetzlichen Schutz sollte aber doch sorgsam behandelt werden.
Das Kreuzblümchen schlechthin hat volkskundlich insofern eine Bedeutung, als das man meinte,
dass diese, wird sie dem Futter beigemengt die Milchleistung der Kühe steigere.
Der aus dem griechischen stammende Begriff 'polygala' bedeutet nämlich - viel Milch.
Diese kleine Pflanze dem Futter beizumischen, war sicher mühsam und brachte wohl nicht den ersehnten Erfolg.
Das Pflänzchen erreicht selten 20 cm und bildet auch nie wirklich Bestände. Auch wo sie zahlreich wachsen
sind sie sehr verstreut anzutreffen.
Die Unterscheidung von anderen Arten ist selbst für Botaniker nicht einfach und man sollte sich nicht
scheuen, ein Blättchen zu kauen. Liegt ein bitteren Geschmack vor, so handelt es sich nicht um das
gewöhnliche Kreuzblümchen, sondern um Polygala amara, das bittere Kreuzblümchen. Auch das Alpen-Kreuzblümchen wäre noch abzugrenzen . . .
Die Blüten sind blau bis rötlich. Die Flügel weisen 4 - 14 Netzmaschen auf, wobei die
Seitennerven an der Spitze miteinander verbunden sind. Der Blütenstand ist locker, die
Deckblätter sind eiförmig. Wuchshöhe 8 - 25 cm. Die Blätter sind alle wechselständig.
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Pflanzenwelt/Gasteinertal:Kreuzblümchengewächse
© 21.5.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
gp-kreuzb