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GOb25 - Biotoptypen/Gasteinertal: Naturnahe Wälder und Gebüschstrukturen
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Biotoptypenkatalog Gasteinertal |
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Die Hecken des 17. Jh. bestanden meist aus dicht ineinander geflochtenen Dornen-, Hasel- und Hainbuchenstämmen. Besitzabgrenzung, Sperrfunktion bzw. Einhegung des Viehbestandes war vorrangig. Wallhecken-, Feldhecken- und Baumhecken sind die entsprechenden Gebüsch-Strukturtypen.
Hecken des Berglandes sind häufig Haselhecken mit Dominanz von Corylus avellana oder aber
Baumhecken aus Bergahorn, Berg-Ulme, Eschen und Hasel. Artenreiche Hecken sind
aus vielen Strauch- und Baumarten unterschiedlichen Alters zusammengesetzt.
In Feldgehölzen und Hecken wurden viel Pflanzen- und Tierarten nachgewiesen,
bedingt durch den Grenzlinieneffekt der Hecken und der gegenseitigen
Beeinflussung von Wald-, Wiesen- und Feldbiotopen.
Alleen und Baumreihen, die ein- oder beidseitig von Straßen und Wegen zu finden sind,
gibt es in Gastein viele. Die Baumbestände in Parks sind noch eher jüngeren Ursprungs,
es gibt aber auch Dorfbäume, einheimischen wie angepflanzte (z. B. Rosskastanie),
die ein hohes Alter aufweisen und auf alle Fälle und unumstritten schützenswert sind . . .
Feldgehölze und Hecken dienen der Grenzziehung von Acker und Weidegründe
und sind somit mit der Weidewirtschaft eng verknüpft.
Sie sind charakteristische Elemente ehemals und noch heute genutzter Kulturlandschaften.
In den Alpen herrschen Baumhecken vor, aber auch Haselhecken u. a.
Aus ökologischer Sicht besitzen die Feldhecken wichtige Eigenschaften in unserer
heutigen offenen Kulturlandschaft. Diese Feldgehölze sind durch Sträucher
und kleinere Bäume aufgebaut. Sie besitzen vielfach das natürliche Artenspektrum
potentieller natürlicher Waldgesellschaften.
Es sind z. B. Brombeergestrüppe aus unterschiedlichen Brombeerarten, wie
Waldmäntel verschiedener Standorte, die an Nutzungsgrenzen,
an Wegrändern, an Waldrändern und anderen Ökotonen subspontan aufwachsen.
Biotoptyp (Sbg.1994): Feldgehölze und Hecken 2.5.1
Vorkommen im Gasteinertal: Feldgehölze sind mit 38 Biotopen als Biotoptyp bevorzugt Teil der Talflora im Gasteinertal und selten über 1.200 m Seehöhe anzutreffen.
Vorkommen im Gasteinertal: Der Biotoptyp - Hecken, artenreich - ist im Gasteinertal mit 87 beschriebenen Biotopen häufig; meist im Tal aber auch in der Bergregion. Noch zahlreicher aber ist der Biotoptyp - Hecken, artenarm - wie nachfolgend beschrieben.
Vorkommen im Gasteinertal: Der Biotoptyp - Hecken, artenarm - ist im Gasteinertal mit 127 beschriebenen Biotopen sehr häufig, insbesondere als Teil der Talflora in Bad Hofgastein und Dorfgastein.
| Ahorn . Rotbuche . Schwarzpappel . Bergulme | ||||
| Amoseralm, Gasteinertal | ||||
Vorkommen im Gasteinertal: Der Biotoptyp - Einzelbaum - ist im Gasteinertal mit 41 Exemplare mäßig häufig. Dabei kommt als häufigste Art wohl der Berg-Ahorn vor.
Vorkommen im Gasteinertal: Baumgruppen sind im Gasteinertal nicht selten nahe von Ansiedlungen anzutreffen. Allerdings kommen mit 12 beschriebenen derartigen Biotopen nicht gerade häufig vor.
| Baumreihen, Alleen | |||
Vorkommen im Gasteinertal: Baumreihen bzw. Alleen sind im Gasteinertal überaus häufig. Oft als Zierbäume gepflanzt, aber auch als Obstbäume nicht selten. Insgesamt sind 117 derartige Biotope beschrieben.
| Parkanlagen | |
Vorkommen im Gasteinertal: Der Biotoptyp - Park - ist mit 9 beschriebenen derartigen Biotopen nicht gerade häufig. Abgesehen vom Park bei der Montansiedlung in Böckstein kommen alle übrigen im Ortszentrum von Bad Hofgastein vor.
| Reitergut | |
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich derartige Streuobstwiesen entwickelt, eine Mischung aus Wiesen und Obstnutzung. Durch den weiten Stand der Obstbäume konnte darunter noch Wiesenheu gewonnen werden; So war neben dem extensiven Obstbau, auch Viehhaltung und Milchwirtschaft möglich. Bis zu 450 Pflanzenarten und 3000 Tierarten können Streuobstwiesen beinhalten, insbesondere, wenn viele alte Bäume vorhanden sind. Die Wortzusammensetzung rührt von der verstreuten räumlichen Verteilung dieser Obstgärten, nicht von der zusätzlichen Streunutzung der Wiesen. Ackerland, Bauland und Intensivgrünland führten zu großflächigen Rodungen der Obstwiesen; eine Folge der technisierten Welt.
Vorkommen im Gasteinertal: Streuobstwiesen sind im Gasteinertal mit 49 beschriebenen Biotopen gut vertreten. Nahezu jedem Bauernhof ist eine derartige Streuobstwiese angeschlossen - im Tal wie am Berg.
| Obstbäume | ||
Entsprechend der - Biotopkartierung für Salzburg - bzw. der Kartierungsanleitung, bearbeitet von Günther Nowotny und Hermann Hinterstoisser et al. April 1994 beinhaltet der Biotopkomplex - Naturwälder bzw. naturnahe Wälder und Gebüschstrukturen sowie sonstige Gehölze - auch die Biotopgruppen - 2.1 Laubwälder - 2.2 Nadelwälder - 2.3 Hochmontan-subaline Hochstaudengebüsche und Hochstaudenfluren - und die - 2.4 Waldränder und Vorwaldgesellschaften - .
Anmerkung: Der Schlüssel für die - Biotoptypen nach Haeupler & Gavre - bzw. nach Haeupler & Muer (2000) unterscheidet hier entsprechend die terrestrischen Lebensräume - Parks und waldähnliche Anlagen - T1.3 und die - Kulturpflanzenbestände - T9.
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- Biotoptyp : Felsspalten-, Mauerfugen |
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Gastein im Bild - Ökologie/Biotoptypen
Hochmontan-subalpine Hochstaudengebüsche und Hochstaudenfluren
© 22.11.2006 by Anton Ernst Lafenthaler
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