Lml - Menschenbilder/Gasteinertal: Michael Lindebner
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Menschenbilder . Gasteinertal
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"Altes bewahren - Neues erfahren" scheint mir eines der Zielsetzungen von Michael Lindebener, wohnhaft in Bad Hofgastein.
Elektrotechniker, Maschinenbauer, Tischler, Zimmerer, Installateur, Schmied, Ofenbauer sind nur einige seiner handwerklichen Fähigkeiten.
Die Geschichte Gasteins ist ihm ebenso vertraut wie das Gasteinertal selbst und zahlreiche Projekte,
insbesondere auch das - Montanzentrum Angertal - trägt seine Handschrift.
Im Jahre 2003 wurde ihm von der Marktgemeinde Bad Hofgastein der
Prof. Sebastian Hinterseer Kulturpreis verliehen. Sein unermüdliches Schaffen und sein Drang zum Erkenntnisgewinn
ist wohl weiterhin nicht aufzuhalten.
Nachfolgend ein kleiner Exkurs in die Technische Sammlung Hans Breyer/Michael Lindebner,
sowie weitere Projekte und Tätigkeiten.
Technische Sammlung
Hans Breyer - Michael Lindebner
In besonderer Weise betreut und bereichert Michael Lindebner die - Technische Sammlung Hans Breyer - in Bad Hofgastein.
Im sog. - Schinderhäusl - nahe dem neuen Seniorenheim im Griespark finden sich
neben absolut sehenswerten Exemplaren aus Fotografie,
Radio- und Telekommunikationstechnik auch noch funktionstüchtige Erfindungen der frühen Zeit - original
nachgebaut von Michael Lindebner versteht sich.
Nachfolgend eine kleine Auswahl der überaus üppigen technischen Sammlung mit Erfindungen der frühen Zeit und allerlei
aus dem Gasteinertal.
Camera obscura - Laterna magica
Projektionskunst
Bezeichnungen wie "Superfine Magik Lantern Slides" findet man auf Verpackungen der damals
zur Bildprojektion hergestellten Glasplatten, welche bemalt oder später mit einer meist kolorierten Fotografie versehen wurden.
Die Projektionsvorrichtung, ein Kasten mit einem Linsensystem, die - Laterna magica - beinhaltete als Lichtquelle ein Gaslicht
und noch früher eine Kerze, Öllampe oder Fackel. Die sog. Laternbilder (Glasplatten mit einem Bild oder später einer Fotografie)
wurden zwischen Linsensystem und Lichtquelle eingeschoben.
Zusätzlich waren diese Laternbilder des öfteren mit Mechanismen versehen,
um bewegte Bilder hervorzubringen - zu sehen im Technischen Museum Bad Hofgastein.
Nicht nur die Zauberlaterne, die Laterna magica war ein bildgebendes Verfahren der damaligen Zeit.
Bewegte Bilder wurden mit zahlreichen unterschiedlichen Konstruktionen produziert, was letztlich in der ausgereiften
Filmtechnik endete und trotz digitaler Technik bis in die heutige Zeit reicht. Dazu gehörte auch die Zauberscheibe bzw.
das Zauberad,
eine Erfindung des Österreichers Simon Ritter von Stampfer. Die Anfänge der zahlreichen Versuche, die immer auch der
Volksbelustigung dienten, können natürlich ebenfalls im Technischen Museum besichtigt werden.
Großformat- und Reisekameras
Das Loch der Camera obscura wurde in weiterer Folge durch eine Linse ersetzt, wodurch ein wesentlich helleres und schärferes
Bild erzeugt und auf eine Projektionsfläche fokusiert werden konnte. Derartige
Großformatkameras waren entsprechend dem verwendeten Filmformat ziemlich voluminös.
Mit dem Einbau eines Faltenbalges war so eine Kamera aber überaus flexibel
zu bewegen und zudem zusammenklappbar. Derartige Kameras als Reisekamera zu bezeichnen mutet heute allerdings etwas seltsam an.
Die späteren Laufbodenkameras hatten dann schon im zusammenklappten Zustand die Größe eines Taschenbuches.
Kleiner Exkurs in die Antike
Heron von Alexandria
Der griechische Mechaniker und Mathematiker - Heron von Alexandria - hatte neben zahlreichen Erfindungen auch den Türöffner
einer Tempelanlage und den Ansatz der heutigen Dampfmaschine, den Heronsball konstruiert - wieder zu sehen im Technischen Museum Bad Hofgastein.
Der Heronsball demonstriert die Expansionskraft von Wasserdampf und das Rückstoßprinzip.
Die Tempelöffnungsanlage
war dabei eine besonders ausgeklügelte Vorrichtung. Das Opferfeuer öffnete geheimnisvoll ein Tempeltor.
Wieder ist es, ähnlich dem Heronsball die durch Wärme verdrängte Luft,
die sich ausdehnt und so Wasser in einen Behälter bringt, der durch die Gewichtszunahme das Tor öffnet.
Spannungsfeld der Neuzeit
Influenzmaschinen
Der Elektrophor, die erste "Influenzmaschine" zur Ladungstrennung bzw. Spannungserzeugung wurde vom schwedischen Physiker Carl Wilcke 1762 beschrieben
und von Alessandro Volta weiterentwickelt.
Entsprechend dem Elektrophor unterliegt auch die Wimshurstmaschine und der Kelvin-Generatur dem Prinzip der Influenz,
wobei bei letzterem als Transportträger der Ladungen Wasser dient.
Unzähliges findet sich noch in der Sammlung von Hans Breyer bzw. Michael Lindebner.
Tesla-Spulen, Hochfrequenzgeneratoren, Radios, allerlei Bilder und Gegenstände aus dem Gasteinertal -
und immer auch eine interessante Geschichte dazu.


Weitere Projekte und Tätigkeiten
Die - Mühlen am Höhenweg - beim Rauchberg sind eines der Projekte, die es hier zu erwähnen gilt, neben
dem - Frühindustriellen Montanzentrum - im Angertal mit Münzprägung,
Schmiedewerkstatt, Schmelzofen etc. und - vieles, vieles ist noch unerwähnt . . .