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Pilze-Einteilung | ||
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Die sogenannten "Bauchpilze" - Gastromycetes - werden wegen ihrer in einer Hülle eingeschlossenen Sporen als solche zusammengefasst,
was aber nichts über ihre verwandtschaftliche Beziehung aussagen soll.
Diese Pilzgruppe ist derzeit einer starken systematischen Wandlung unterworfen.
Allen bekannt, insbesondere wohl aus der Kindheit sind die - Stäublinge -
jene Kügelchen in Wald und Wiesen, die,
tritt man kräftig darauf eine mächtige Staubwolke abgeben. Auch wenn man sonst nicht sinnlos Pilze zertreten sollte, hier
scheint es die Natur so zu wollen, denn die Staubwolke enthält Milliarden Sporen, die der
Verbreitung dienen.
Meist ist es der bei uns im Gasteinertal häufig vorkommende - Flaschen-Bovist - der selten größer als ein Golfball wird und
jung gegessen werden kann - wohlschmeckend soll er aber nicht sein.
Erdsterne hingegen sind bei uns gar selten und natürlich geschützt.
Mit ihrer sternförmig ausgebreiteten äußeren Hülle und der
kugeligen inneren Hülle sind sie sehr auffällig. Sie stoßen als Kugel durch den Erdboden,
öffnen sich und bilden so den charakteristischen Erdstern mit der Kugel im Zentrum, wo über eine
Öffnung am Scheitel die Sporenwolke frei wird.
| Allgemeine Merkmale |
|---|
| Pilz kugel-, birnen- oder sternförmig. Konsistenz schaumstoffartig, später stäubendes Inneres. Substrat Erde. |
Bestimmungshilfe zu den "Allgemeinen Merkmalen":
Pilz birnenförmig, jung weißlich, später braunbeige. Fußteil ohne Sporen = Lycoperdon - Stäubling
Pilz als Ganzes mit Sporenmasse ausgefüllt = Bovist
Weitere Merkmale und Abbildungen im - Archiv - . . .
Pilz sternförmig mit runder Kugel = Geastrum - Erdstern
Weitere Merkmale und Abbildungen im - Archiv - . . .
Hier eine kurze Beschreibung des bei uns häufig vorkommenden Flaschen-Bovist. Fruchtkörper birnen- und keulenförmig mit Stacheln, bis 8 cm hoch und 2 -5 cm breit. Jung weiß, dicht mit Stacheln und leicht abfallenden kegelförmigen Warzen bedeckt, die an der Oberfläche der Hülle kantige Vertiefungen hinterlassen. Die blassgrauen Stacheln sind wiederum von kleinen Wärzchen umgeben. Zum Stielteil hin werden die Stacheln kleiner und spärlicher, sie sind leicht abwischbar. Im Alter wird der Fruchtkörper grau bis braun und verwandelt sich in braunen Sporenstaub, der bei Abgabe seiner "Sporenwolke" Kinder wie Erwachsene immer wieder fasziniert. Die Stacheln fallen ab. Bei uns häufig in Laub- und Nadelwälder, aber auch außerhalb des Waldes.
Der wegen seiner Wuchsform so genannte Erdstern - Geastrum - beginnt unterirdisch als geschlossene Kugel zu wachsen, reißt am Scheitel auf
und die äußere Hülle schiebt sich nach oben und außen, sodass der kugelförmige Kopfteil
nach oben gehoben wird.
Bei Trockenheit krümmen sich die "Arme" wieder ein, schließen sich also nach unten innen,
bei Feuchtigkeit können sie sich wieder ausbreiten, um den charakteristischen Stern zu bilden.
Die alten Fruchtkörper können bis in den Winter hinein noch gefunden werden.
Der Fruchtkörper misst 6- 10 cm. Die äußere Hülle spaltet sich in 5- 8 dickfleischige Lappen, welche
jung fleischrosa-rotbraun, später schollenartig aufbrechen. Die Sporenkogel ist bis 3 cm breit,
glatt und undeutlich bis sehr kurz gestielt.
Einzeln oder gesellig in Laub- und Nadelwäldern - selten! Überdauern bis ins Frühjahr, vor
allem in Fichtenwäldern.
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Gastein im Bild - Bauchpilze
© 21.11.2008 by Anton Ernst Lafenthaler
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