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GF - Pilze im Gasteinertal: Leistenartige - Cantharellales
Pilze im Gasteinertal Pilze-Einteilung
Pilze
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    Leistenpilze

    Dieser Pilzgruppe werden Pilze höchst unterschiedlicher Formen zugeordnet. So der allseits bekannte Pfifferling, bei uns bekannt als "Eierschwammerl ", wohl so genannt wegen der dottergelben Farbe oder aber, weil er gerne mit Ei zubereitet wird. Selbst WaldspaziergängerInnen nehmen ihn auch ungeplant mit nach Hause, und ist es nur eine Hand voll. Aber neben diesem "Schwammerl" schlechthin, gibt es natürlich noch andere, bei uns weniger vorkommende und bekannte Gattungen, nämlich die Korallen- und Keulenpilze.
    Die Korallenpilze - Ramaria - sind aufgrund ihrer strauchartigen Wuchsform leicht zu erkennen, wobei sie aber nicht unbedingt charakteristisch für diese Pilzgruppe sind, da auch andere Pilzfamilien sich derartige Formen aneigneten. Dasselbe gilt auch für die dritte Gruppe, die Keulenpilze. Selbst unser geliebtes Eierschwammerl hat seine Doppelgänger.

    Kennzeichen
    Der Pfifferling mit seiner dottergelben Farbe und den am Stiel herablaufenden Leisten ist allseits bekannt. Es gibt aber auch Arten in anderen Farben. Dasselbe gilt für die Korallen- und Keulenpilze mit den unterschiedlichsten Farben wie gelb, orange oder lachsfarben bis grün oder schwarz.

    Allgemeine Merkmale
    Pilz trichter-, kreisel-, korallen- oder keulenförmig. Hut wenn vorhanden, flach bis trichterig Lamellen wenn vorhanden, leistenartig am Stiel herablaufend, faltig, gegabelt. Fleisch brüchig, wachsartig oder zäh. Sporenpulver weiß, gelb oder braun.

    Bestimmungshilfe zu den "Allgemeinen Merkmalen":
    Pilz in Stiel und Hut gegliedert, flach bis trichterig, am Stiel herablaufende Lamellen = Cantharellus - Pfifferling
    Pilz nicht in Hut und Stiel gegliedert:
    - Pilz korallenförmig = Ramaria - Korallen
    - Pilz keulenförmig = Keulenpilze
    - Pilz blumenkohlartig = Sparassis - Glucken
    Weitere Merkmale und Abbildungen im - Archiv - . . .

    "Eierschwammerl"

    Cantharellus cibarius

    Eierschwammerl

    Der Pfifferling schlechthin, bei uns "Eierschwammerl" genannt ist einer der besten Speisepilze überhaupt. Er kommt bei uns dermaßen zahlreich vor, das selbst organisierte Gruppen hier dem Schwammerl nachstellen und durch Markierungen lückenlos den Wald abgrasen. Natürlich steht das Eierschwammerl auch bei uns unter Naturschutz und nur definierte Mengen dürfen für den Eigenbedarf gesammelt werden. Der leicht kenntliche, hell- bis dottergelbe Pilz mit anfangs eingerolltem, dann ausgebreiteten Hut und seinem fleischigen, kompakten, wenig faserigen Stiel mit weißen bzw. blass gelbem, kompakten Fleisch im Moos und/oder dichtem Fichtenwald wachsend machen ihn zur leichten Beute. Bei genauem Hinsehen erkennt man die am Stiel herablaufenden Leisten als teilweise gegabelt und es finden sich gar Querverbindungen, sodass sie verästelt erscheinen. Der Stiel ist dem Hut gleichfarben, die Stielbasis leicht zugespitzt. Der Geruch ist typisch und manche glauben, die Anwesenheit von mehreren Exemplaren förmlich riechen zu können - vielleicht kann dies eine gute Nase wirklich ?
    Eng verwandt mit dem "Echten Pfifferling" sind der Samt-Pfifferling und der Amethyst-Pfifferling. Der Samt-Pfifferling bevorzugt Buchen und Eichen und hat einen leuchtend orangeroten Hut. Der Amethyst-Pfifferling ist an der feinen violett angehauchten Schuppung auf der Hutoberfläche und den violetten Farbtönen am Hutrand kenntlich. Doppelgänger und nicht verwandt ist der "Falsche Pfifferling" - Hygrophorus aurantiaca - mit allerdings schlanken, zähen, biegsamen Stiel, insgesamt von weicher Konsistenz. Der giftige Ölbaumpilz, als zweiter Doppelgänger kommt bei uns nicht vor.

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    Gastein im Bild - Leistenartige
    © 21.11.2008 by Anton Ernst Lafenthaler
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