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Pilze-Einteilung | ||
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Die Hauptmerkmale der Schlauchpilze - Ascomycetes - können nur unter dem Mikrospop sichtbar gemacht werden und sind so für unsere Betrachtung nicht vorrangig. Viele der Schlauchpilze kommen gemeinsam mit Algen vor und bilden so über 16.000 verschiedene Flechtenarten, viele aber bleiben natürlich Pilz und wenige gehören sogar zu den besten Speisepilzen überhaupt, wie z.B. die Trüffel. Bei uns sind es die Morcheln, deren wabenartig gebauter Hut unverkennbar ist und im Frühjahr zu den ersten Speisepilzen zählt. Nicht genießbar hingegen aber doch des öfteren Anzutreffen sind die Becherlinge und Öhrlinge, die teils durch ihre kräftigen Farben bereits nach der Schneeschmelze auffallen. Aber nicht nur die becherförmigen, wabenartigen und knollenförmigen Wuchsformen sind bezeichnend für die Schlauchpilze, sondern auch geweihförmige, gegabelte, keulen- und knopfartige und viele andere Ausformungen sind möglich.
| Allgemeine Merkmale |
|---|
| Pilz : keulen-, geweihförmig, knopfig, becherförmig, wabig, grubig, knollig (unterirdisch). |
Bestimmungshilfe zu den "Allgemeinen Merkmalen":
Pilz in Hut und Stiel gegliedert, Fruchtkörper wabig = Morcheln
- Stiel mit Hutrand verwachsen = Morcheln
- Stiel am Hutscheitel angewachsen = Verpeln
- Hut sattelförmig, Stiel tief gefucht oder glatt = Lorcheln
Pilz becherförmig, faltig, ohrförmig = Becherlinge
- Pilz ausgebreiteet, faltig = Disciotis
- Pilz schalenförmig, stiellos = Peziza
- Pilz hasenohrförmig = Otidea
Weitere Merkmale und Abbildungen im - Archiv - . . .
Der wabig, schwammartige Kopfteil der Spitz-Morchel ist auf halber Höhe mit dem Stiel verwachsen.
Der Stiel ist weiß bis cremefarben, hohl und am Hutansatz meist abgesetzt.
Die graubraun bis olivbraunen Hutkammern sind deutlich in parallelen Längsreihen angeordnet.
Der Hut selbst ist abgerundet bis spitzkegelig.
Der Stiel ist weißlich ockerlich, etwa 3 - 8 cm lang und 1 - 2,5 cm breit, oft runzelig verformt aber nie längsrillig.
Das Fleisch ist eher dünn und brüchig. Der Geruch unbedeutend, Geschmack mild.
Bei uns kann man nach der Schneeschmelze, also ab April schon nach derartigen Exemplaren suchen,
von Frühjahr bis Mai also, bei uns auch noch im Juni. Aber wer glaubt, sie jedes Jahr am
selben Fundort wieder abernten zu können irrt, denn oft lassen sie jahrelang nichts von sich sehen.
Sie wachsen auf Erdboden in Laub- und Nadelwälder, aber auch im offenen Gelände direkt am Weg, oft zwischen
Steinen, auf ehemaligen Holzlagern und Rindenschälplätzen.
Der Pilz soll ein ausgezeichneter Sppeisepilz sein, wegen Unverträglichkeiten sollte das
Kochwasser aber verworfen werden.
Eine besonders schön wachsende Art mit spitzen, langen, fein ziselierten Kopfteil soll die Hohe Morchel - Morchella elata -
sein; doch, ob sie als eigene Art von der Spitz-Morchel abgetrennt werden kann, scheint noch nicht eindeutig geklärt?
Der rote, dem Zinnober-Kelchbecherling eng verwandte - Österreichische Kelchbecherling ist bei uns nicht allzu häufig und nur im Monat März/April
anzutreffen.
Er verbirgt sich meist unter Laubstreu oder im Moos. Immer aber wächst er auf totem Laubholz und zwar bei uns auf
abgestorbenen Grauerlen, selten Weiden oder anderen Laubbäumen.
Sein becherförmiger Fruchtkörper misst 10-30 mm, selten größer. Jung wirkt sein Aussehen pokalförmig mit eingebogenem Rand, dann becherförmig, schließlich tellerförmig bis ausgebreitet, meist rund oder oval, dem Substrat aufsitzend oder bis zu 70 mm lang gestielt.
Seine Fruchtschicht, also das Innere des Bechers leuchtet weithin
signalrot, obwohl der Farbton doch ziemlich variabel scheint, von orange und flammenrot über orangerot zu
zinnober-/scharlachrot bis zu karminrot.
Die Außenseite ist meist elfenbeinweiß bis kalkweiß,
aber auch (vor allem an der
Randzone) rosa bis orangefarben. Die Oberfläche vor allem gegen die Basis zu ist leicht flaumig behaart,
Das Fleisch ist weißlich, brüchig, geruchlos, der Geschmack ist schwach pilzig.
Dieser Kelchbecherling beginnt schon im Spätherbst winzige Fruchtkörper auszubilden,
welche jedoch ihre volle Größe und Reife erst im Frühjahr erreichen. Der Pilz ist geschützt, sein Vorkommen selten;
er kommt aber
als Speispilz ohnehin nicht in Frage.


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Gastein im Bild - Schlauchpilze
© 21.11.2008 by Anton Ernst Lafenthaler
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