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Kunst & Kultur | ||
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Die Figuren der Gasteiner Perchten haben sich durch Zuwanderung, möglicherweise aus Südtirol (venezianischer Einfluss), aus Tirol wie den Nachbartälern im Laufe der Jahrhunderte zusammengesetzt. Die zentrale Figur der Gasteiner Perchten ist die Domina Perchta, eine Gestalt mit 2 Gesichtern, welche das Gute wie das Böse in einer Person darstellt. Als ursprünglichster Percht der Alpen aber, so mutmaßt man, gilt der Schnabelpercht. Der wahre Ursprung aber bleibt im Dunkeln . . .
Der Gasteiner Perchtenlauf ist seit Jahrhunderten im Gasteinertal nachweisbar und wohl einer der ältesten Brauchtumsveranstaltungen im Salzburger Land.
Alle 4 Jahre gehen die Perchten in Badgastein wie in Bad Hofgastein jeweils am 1. und am 6. Jänner den ganzen Tag über
durch das Tal, von 7 Uhr morgens bis spät abends. Mit der schweren Last, den wunderschönen Kappen
wird getanzt und verbeugt. Die Hexen kehren unentwegt, die Handwerker bieten ihre Dienste an, Kaminkehrer, Baumwercher und das Zapfenmandl gehen auf die Dächer,
die Musik spielt auf und der Hauptmann spricht seinen Glücks- und Segenswunsch.
Für Einheimische wie Mitwirkende ist der Perchtenlauf ein besonderes Ereignis, wo nach altem Perchtenglauben keine Frauen mitwirken dürfen.
Der Perchtenalauf 2006 wurde am 1. Jänner in Badgastein begonnen und im Kötschachdorf (Bad Bruck) beendet.
Am 6. Jänner kam der Zug über Gadaunern und Lafen nach Bad Hofgastein.
Erst machen die Rösslreiter den Weg frei. Der Vorteufel schreitet dem Zug voran, gefolgt vom Glockenträger. Hexen halten den Weg frei und treiben allerlei Unfug. Es folgen die Schönperchten mit ihren gewaltigen Kappen, begleitet von der Perchtenmusik, dem Perchtenhauptmann, der Domina Perchta u. a.
Die Perchtenmusik spielt und die Schönperchten drehen sich gemeinsam mit den G'sellinnen im Kreise. Der Perchtenhauptmann wünscht ein gutes neues Jahr und der gesamte Perchtenzug verbeugt sich tief, was den Kappenträgern und den Nachtänzerinnen jedesmal etliche Kraftanstrengungen abverlangt. 1982 ist auch die Domina Perchta wieder in den Perchtenzug aufgenommen worden.
Die Perchtenmusik begleitet den Perchtenzug musikalisch. Sie umfasst Trompete, Klarinette, Posaune, Harmonika, und eine kleine Trommel. Die Musiker werden immer vom Perchtenhauptmann gegen ein kleines Entgeld verpflichtet.
Beim Perchtenlauf 2006 haben 30 Kappenträger teilgenommenen. Die Kappenträger sind mit ihrem Kopfschmuck bis zu 50 kg belastet,
wobei sie eine Wegstrecke um
14 bis 16 km zurücklegen müssen. Die Kappen sind bis zu 2,70 m hoch.
Zimburg schreibt in seinem Buch (Der Perchtenlauf in der Gastein - 1947): Die Kappenperchten, die alle einen gezogenen Säbel in der Hand halten, sind jeweils von einer
Nachtänzerin oder "G’sellin" begleitet, welche aber keine Mädchen, sondern durchwegs
junge Burschen sind, die in Gasteiner Tracht, als Mädchen verkleidet, gehen.
Die G’sellin der schiachen Kappenpercht ist dabei ein hässliches Mädchen – meist ein derber Bursche,
der sein Gesicht mit Russ und Erde beschmiert hat. Er wird die schiache "Bassdirn" genannt.
Das Werchmandel (Werch = Baumflechten) steht wie das Zapfenmandl symbolhaft für die Arbeit der Bauern im Wald. Sie klettern auf Dächer und werfen Schnee auf die wartende Menge . . .
Es existiert auch eine eigene Homepage der Veranstalter
- www.gasteinerperchten.com -
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Ereignisse in Gastein - Perchtenlauf 2006
© 7.1.2006 by Anton Ernst Lafenthaler
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