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Geschichte Gasteins | ||
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Der Name Radhausberg geht auf das zur Zeit des blühenden Goldberbaues hier errichtete Radwerk zurück, welches zum Zerstampfen des Erzes gebraucht wurde. Erst später konstruierte Joseph Gainschnigg eine Aufzugsmaschine auf den Radhausberg. Er war es auch, der die erste Thermalleitung von Badgastein nach Bad Hofgastein plante, deren Bau letztlich der Patriarch von Venedig und Erzbischof von Erlau - Ladislaus Pyrker - ermöglichte.
Die Seilbahn wurde mit Wasserkraft betrieben und zwar durch ein Mühlrad. Ein Wagen am Hanfseil ermöglichte den Erztransport ins Tal. Die Talstation der Aufzugsmaschine befand sich oberhalb der Astenalm (Heilstolleneinfahrt). Die Achslagertürme, die das große Rad der Aufzugsmaschinen trugen ist heute noch als Ruine zu bewundern (siehe Bild).
Hieronymus war der letzte Erzbischof in Salzburg (1772 - 1803),
welcher auch gleichzeitig Landesherr war. Er besaß am Radhausberg Erzgruben und konnte
die großzügigen Aufschließungsarbeiten seines Vorgängers Taddä Anselm Lürzer
(Hoffnungsbauten) nutzen und so den größten Erfolg im 18. Jh. für sich verbuchen.
Es erfolgte ein rascher Verhau der anstehenden Erze, für Erschließungsarbeiten stellte er
aber kein Geld bereit.
1782 errichtete Hieronymus das Verweserhaus in Böckstein, das von nun an Sitz der
Bergwerksleitung wurde (vorher war die Bergwerksleitung in Hofgastein).
Die Einnahmen veringerten sich von Jahr zu Jahr und alle anstehenden Gelder wurden für den Verbau der Adelsmittel
verwendet, sodass eine vollkommene Verarmung der Gruben erfolgte.
Mit dem Tode des Berghauptmanns Lürzer (1792) und der Abdankung des Erzbischof Hieronymus
im Jahre 1803 war das Schicksal des Bergbaues in Gastein besiegelt.
Da kein Geld für Aufschließungsarbeiten vorhanden war, wurde der Bergbau 1864 gänzlich
eingestellt.
Das "Hieronymushaus", welches der Erzbischof am Radhausberg erbauen lies, diente den Arbeitern und den Bergbeamten als Wohn- und Arbeitsstätte. Im Jahre 1916/1917 zerstörte eine vom Radhausberg abgegangene Lawine einen Teil des Hieronymusberghauses und die Erzaufbereitungsanlage. Eine neuerlich abgehenden Lawine im Jahr 1975 zerstörte das Haus vollständig. Heute erinnert eine Gedenktafel an das Unglück.
1907-1992 war hier ein Senner treu zugegen, dem hier auch eine Gedenktafel zum Dank
gwidmet wurde (siehe Bild).
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Gastein im Bild - Geschichte: Goldbergbau
© 10.6.2003 by Anton Ernst Lafenthaler
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