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Ereignisse im Gasteinertal | ||
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Eine lange Geschichte der Elementarkatastrophen, seien es Brände, Hochwasser, Vermurungen, Unfälle u.v.m erforderten stets
die gegenseitige Hilfe und Unterstützung der Mitbürger. Auch wenn die gegenseitige Hilfe
immer selbstverständlich war, verlangte die wachsende Siedlungsgemeinschaft des Marktes Hofgastein einen organisierte
Einsatz zur Abwehr und Bekämpfung der zerstörenden Gewalten des Feuers und des Wassers, was letztlich zur Gründung der
Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1876 führte.
In den Jahren davor gab es keine organisierten oder gar freiwillige Wehren.
Jeder half so gut er es vermochte. Schon aber gab es Schutzbestimmungen, insbesondere zur Verhütung
von Bränden. So heißt es in den "Polizey-Verordnungen" des Landrechtes von Gastein vom Jahr 1792:
"Jedermann soll seine Rauchfänge etwelche male das Jahr hindurch wenigst mit Poschen kehren und fleißig säubern.
In Märkten und größeren Dörfern solle sich unter jedem Tach eine mit Wasser gefüllte Potting befinden.
Schaiten, Späne und derley brennbare Sachen sind weder unter den Tächern noch sonst nahe bey dem Herd oder
Ofen aufzubewahren. Niemand soll mit Spänen oder offenen Lichtern in die Ställe gehen.
Bei Ställen, Städl und Thennzimmern ist das Tabakrauchen verbothen . . ." (Zitat entnommen der Chronik der FFW-Hofgastein).
Um diese Verordnungen durchzusetzen, wurden u.a. auch die jeweiligen Bürgermeister in den alten Marktrechten
Hofgasteins dazu verpflichtet, verschiedene Visitationen durchzuführen (Feuerbeschau etc.).
Bis in unsere Zeit herauf gab es auch noch den von der Gemeinde bestellten Nachtwächter mit dem Rufe: "Löscht das Feuer und das Licht, dass kein Unglück gschiecht!"
Im Jahre 1876 fanden sich jedenfalls 30 Bürger des Marktes zusammen und gründeten am 13. Februar die Freiwillige Feuerwehr.
Die Gründungsversammlung fand im Gasthof zum Boten statt. Grundgesetze wurden
erstellt und eine allgemeine Dienstvorschrift erlassen.
Machtlos waren die Einwohner Hofgasteins bei dem Unwetter 1569, wo der Kirchbach aus den Ufern trat,
das gesamte Ortszentrum überschwemmte und alle Keller mit Schlamm auffüllte. 52 Häuser wurden dabei zerstört und 147 Menschen
getötet. Wenig in Erinnerung ist der katastrophale Brand im Jahre 1596, wobei Hofgastein
alle seine Prachtbauten der Gewerken verlor, inklusive die Kirche. Viele der Häuser wurden überhaupt nicht mehr
oder nur mehr in ganz einfachem Stile neu aufgebaut. Die Brandbekämpfung mit dem System der Reihenkübel war
aussichtslos; 70 Häuser wurden zerstört.
War es bisher die "gegenseitige Direkthilfe", so war mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1876 nun eine organisierte Wehr zu einer wirksamen Brandbekämpfung und zu Hilfseinsätzen bei sonstigen Katastrophen zur Stelle. Grundgesetze wurden erstellt und eine - Allgemeine Dienstvorschrift - erlassen. Nach und nach sorgte man für die Anschaffung der notwendigsten, wenn vorerst sehr primitiven Feuerlöschmittel und Geräte. Steiger- und Spritzenrotten wurden eingerichtet und eigene Schutzrotten. Löscheimer, einfache Hand- und Kastenspritzen, Leitern, Schläuche und Seile wurden angeschafft. Bekleidet waren die Wehrmänner mit einfachen Uniformen, Hanfgürtel mit Karabinerhaken und Helme; die Steiger mit einfachem Leder-Nackenschutz. Im Jahre 1888 wurden schließlich die erste Druckspritze beschafft. Im Jahre 1908 errichtete man das erste Zeughaus mit einem Schlauchturm hinter dem "Wickingerhof".
Wasser an die Brandstelle zu bringen, war eine der Hauptschwierigkeiten bei der Brandbekämpfung und
man war dabei auf die uralten, öffentlichen Marktbrunnen angewiesen.
Im Jahre 1905 wurde eine neue Ortswasserleitung
errichtet und damit verbunden das erste Hydrantensystem im Markt eingerichtet, welches auch mit der
Thermalwasserleitung verbunden war.
Im Protokoll vom 25. Dezember 1912 wird die Erstellung eines Hydrantenplanes gefordert,
da es in verschiedenen Fällen vorgekommen ist, dass einzelne
"Hydrantenmänner" die Hydranten nicht fanden.
Im Rahmen einer Hauptversammlung am 4. April 1925 wurde gar neben der Möglichkeit mehrerer Stauvorrichtungen im Kirchbach die
Vermehrung von Thermalwasserhydranten gefordert.
Heute scheint die Beschaffung von Wasser zur Brandbekämpfung flächendeckend gelöst.
Die Gasteiner Ache, der Kurparksee, der Kirchbach und verchiedenste Bäche ostseits und westseits des Tales können genutzt werden.
Als Löschwasserbehälter können auch die zur Trinkwasserversorgung gebauten Hochbehälter Nord (Brandeben) mit 700 m3,
der Hochbehälter West (Pfeffer) 1400 m3, der Hochbehälter Ost (Grub) 250 m3
Und verschiedene kleinere Trinkwasserbehälter der einzelnen Wassergenossenschaften verwendet werden.
Derzeit existieren 100 Stück Hydranten im Ortsbereich
und 25 Stück bei den verschiedenen Wassergenossenschaften.
Dem Protokoll vom 3. September 1925 ist zu entnehmen, dass Hauptmann Embacher für die
Feuerwehr Hofgastein moderne Geräte fordert. Es sei an die Marktgemeinde heranzutreten um Anschaffung einer fahrbaren Motorspritze,
einer neuen Schubleiter, 100 m Schläuche, sechs Wassereimer, drei Gasmasken, zwei Greiffeuerhacken,
Arbeitsmonturen, Verbandzeug und Rettungskasten.
Wenige Tage später wurde in dieser Angelegenheit der Ankauf einer Motorspritze und Leiter beschlossen. Zur Deckung der Kosten
wurde vorgeschlagen, an die Bürger mit einem Schreiben heranzutreten, in welchem sie um Spenden in der Gesamthöhe eines Drittels
der Anschaffungskosten gebeten werden. Dem - Brief an die Mitbürger - zufolge
sollte 1/3 der anfallenden Kosten den Hausbesitzern und
Gewerbetreibenden zugemutet werden; 1/3 trägt die Marktgemeinde aus Eigenem und das restliche Drittel die Landgemeinde.
Motorspritzen sollte die mühsame "Kübelkette" ersetzen. Bereits am 1. Dezember 1925 wurde zwei Motorspritzen mit einer Leistung von je 1.000 bzw. 500 Minutenlitern und
700 Meter Normalschläuche bestellt.
Am 2. Mai 1926 wurde die zweirädige Magirus-Patentleiter, 16 m, zweiteilig am Bahnhof abgeholt.
Engagement vieler Mitglieder der Feuerwehr Markt Hofgastein bzgl. Verbesserung und Anschaffungen fehlten in dieser Zeit nicht,
was folgender Protokolleintrag vom 4. April 1925 (Hauptversammlung) beweist:
Herr Spitzer bemängelt das Fehlen eines Hornisten auf den Brandplätzen, bekritelt die laxe Handhabung der periodischen Feuerbeschau und verlangt eine unbedingte Befolgung der Anordnungen des Brandmeisters, Herr Bürgermeister Laner verspricht energische Abhilfe.
Herr Bachbauer empfiehlt den ungesäumten Einbau mehrerer Stauvorrichtungen im Kirchbache und Vermehrung
der Thermalwasserhydranten. Weiters werden Gespräche über den Ankauf einer fahrbaren (Pferdewagen) Motorspritze
sowie einer Sirene geführt. Hauptmann Embacher spricht bezüglich eines Jahresbeitrages von jedem Mitgliede per
K 5000 und Ausstellung von Mitgliedskarten. Für das laufende Jahr werden dem Vereinsdiener Rupert Seidl
300.000 Kronen zugebilligt.
Aus Ausschusssitzungen vom 13. und 16. Oktober 1928 wird bekannt,
dass mehrere Versuche eine Sirene zu installieren von der Gemeinde abgelehnt wurden. Im Jahre 1929 aber konnte doch
der Anschaffung einer Sirene zugestimmt werden, welche dann am Kamin des Hotel Bachbauer montiert wurde.
Im Protokoll vom 28. März 1926 wurde bereits die Anschaffung einer Sirene beschlossen und
vermerkt: "Dieselbe soll wöchentlich einmal kontrolliert werden und soll das Signal die
Maschinisten erinnern, ihre Motore anlaufen zu lassen (gemeint waren die Motoren der Motorspritzen)."
Im Protokoll vom 16. Februar 1936 ist nachzulesen, dass das neue Landesfeuerwehrgesetz vom 13. September 1935
besprochen wurde. Einem - Zeitungsbericht - zur 59. Jahreshauptversammlung am 14. Februar 1937 ist zu entnehmen,
dass die Feuerwehr ab diesem Zeitpunkt als Verein aufgehört zu bestehen und nun einer
"Körperschaft öffentlichen Rechtes" entspricht.
Weiter heißt es: "Betreffs Jubiläum (60 jährige Gründungsfeier) wurde einstimmig beschlossen,
in Anbetracht der herrschenden Zeiten von einer eigenen Feier abzusehen."
In einer Ausschusssitzung vom 27. Februar d.J. wird berichtet,
dass infolge Eingemeindung der Feuerwehren verschiedene Ausrüstungsgegenstände anzuschaffen sind.
Dazu wird vermerkt, dass die bis 1936 bestehende Landgemeinde aufgelassen wurde und es ab 19.8.1936 nur
mehr eine Gemeinde mit der Bezeichnung - "Bad Hofgastein" gibt.
Am 8. Mai 1945 war der II. Weltkrieg zu Ende und amerikanische Besatzungssoldaten kamen ins Tal. Verschieden Hotels waren als Lazarette für verwundete deutsche Soldaten eingerichtet. Am 26. Mai 1945 wurde eine Zusammenkunft der Dienstverpflichteten und freiwilligen Mitglieder der Feuerwehr organisiert, wobei Altbrandmeister Embacher den Zweck der Zusammenkunft erörterte und Richtlinien bezüglich Adjustierung zufolge des nunmehrigen Kriegsendes vorgab. Er forderte auch die Anwesenden auf, eifrige Mitglieder der Freiw. Feuerwehr Bad Hofgastein im Interesse unserer schönen Heimat zu bleiben. Die Luftalarmsirene gilt ab sofort wieder als Feueralarmsirene. Zweimal Markt, einmal Landgemeinde.
Am 11. Oktober 1945 wird bei der Bezirkshauptmannschaft St. Johann das erste Kraftfahrzeug angemeldet. Ein ehemaliges - Wehrmachtsfahrzeug - Steyr Daimler LKW mit offenem Kastenaufbau 85 PS zur Beförderung von 10 Personen. Am 4. Mai 1946 wird eine neue Rosenbauer-Motorspritze erprobt und Mitte Mai werden an die Feuerwehrmänner Hemden, Leiberl, Jacken und Zigaretten ausgegeben. In einer Ausschusssitzung vom 10. April 1947 wird berichtet: Durchführungen der Frühjahrsübungen und - Verständigung durch Hornsignal (wie bereits 1925 gefordert).
Das Jahr 1948 ist in der Geschichte der Feuerwehr insofern von besonderer Bedeutung, weil am
21. März 1948
August Höhenwarter die Leitung der Feuerwehr übernahm und einen neue Entwicklung einleitete.
Als junger tatkräftiger Mann verstand er es, für die Sorgen der Wehr bei der Gemeinde besonderes Gehör
zu finden und junge Leute für den Dienst in der Feuerwehr zu begeistern und zu gewinnen.
Seine Initiativen waren vorerst auf den Umbau bzw. Neubau eines Zeughauses und die Modernisierung
der Feuerwehrgeräte gerichtet.
Eine Ortssammlung erbrachte zu dieser Zeit auch die Mittel zum Ankauf einer neuen Fahne, die am 11. Juli 1948
geweiht und übergeben werden konnte. Als Fahnenpatin stellte sich die Tochter vom Hotel Sendlhof
Frau Gitti Wirth zur Verfügung.
Dafür musste bei der amerikanischen Militärregierung (Dienststelle in Bad Gastein) um Bewilligung angesucht werden.
Im Jahre 1949 wurden die Löschzüge Harbach, Gadaunern und Hundsdorf aufgelassen.
Eine Besprechung in Harbach am 12. Oktober 1952 bzgl. Auflassung des
Löschzuges und Aufstellung einer eigenen Feuerwehr wurde unter Beisein von Bezirksfeuerwehrinspektor Schwaiger abgelehnt.
Eine neue Sirene soll angeschafft werden, wobei der Sirenenalarm 1 x aufheulen Brandalarm außerhalb der Gemeinde,
2 x aufheulen in der Landgemeinde und 3 x aufheulen Brand im Markt bedeuten soll.
Eine derartige Sirene wurde 1951 auch auf dem Gelände des Sägewerkes Grabmayer montiert.
Zahlreiche Brand- und Katastropheneinsätze werden nun protokolliert (Lawinen, Hochwasser, Vermurungen etc.). Auch Feuerwehrübungen wurden zum Teil mit Bildern dokumentiert, wie bei der Hydrantenübung beim ehemaligen Kurhaus Gutenbrunn und eine Löschübung in Dorfgastein unter Anwesenheit des Ortsfeuerwehrkommandanten Höhenwarter, Hofgastein und Hasennauer, Dorfgastein gemeinsam mit dem Landesfeuerwehr-Kommandanten Franz Stelzinger. Immer wieder wurde auch der Neubau eines Zeughauses eingefordert. Am 10. April 1954 wird eine Kleinmotorspritze der Fa. Gugg angekauft und mit ausgezeichnetem Erfolg eingesetzt.
Die Presse, anwesend bei der Florianifeier und Geräteweihe am 9. Mai 1954 bezeichnet die Hofgastein Feuerwehr
als eine mustergültige Wehr mit beachtlicher Schlagkräftigkeit.
Im - Originalbericht - der Presse heißt es :
Hofgastein verfügt heute über eine mustergültige Wehr, die allen Anforderungen gewachsen ist.
Seit 1945 wurden ein großer Tankwagen, ein Steyr-Rüstwagen und ein Anhänger mit je einer Motorspritze
für den Einsatz bei Bränden auf Bergbauernhöfen neu eingestellt, Ausreichendes Zusatzgerät, darunter
Sauerstoffgeräte und ausgiebiges Schlauchmaterial, ergänzen die Ausrüstung.
Der 8. Oktober 1955 wird in der Chronik als der traurigste Tag in der Geschichte der Feuerwehr
angeführt. Zwei Kameraden starben bei einem Unfall nach einer Programm gemäß abgelaufenen Übung in Luggau.
Bei der Rückfahrt in einem Rüstwagen kam es an der Luggauer Brücke zur Katastrophe.
Als der von acht Personen besetzte Rüstwagen sich mitten auf den Geleisen des unbeschrankten Bahnüberganges befand,
kam der von Hofgastein um 20.10 Uhr abfahrende Güterzug direkt auf den Wagen zugerast.
Die Lokomotive erfasste den Rüstwagen und riss ihn etwa 45 Meter mit sich.
An der Böschung zur Gasteiner Ache kam er schließlich, nachdem er das Geländer der Bahnbrücke mitgerissen hatte, zum Stehen.
Der Feuerwehrmann Sebastian Höhenwarter und der Sanitäter Hans Kobler waren sofort tot.
Siehe dazu den - Originalbericht - der Presse . . .
In den 50iger- und 60iger-Jahren wurde im Rahmen der jährlich abgehaltenen Hauptversammlungen vieles diskutiert, beschlossen, neu angeschafft und geplant. 1950 wurde das 1. Tanklöschfahrzeug eingestellt. Immer wieder wird auf die Notwendigkeit eines neuen Zeughauses hingewiesen. Zahlreiche Übungen wurden durchgeführt, wie auch bei der Volksschule und Hauptschule.
In der Sitzung vom 21. Jänner 1956 wird beschlossen das Vereinslokal vom Gasthof Boten in den Gasthof Alte Post zu verlegen.
An die Stieglbrauerei ist ein Schreiben um eine Bierspende zu richten . . .
In der Sitzung vom 16. März 1957 bestand Einigkeit, dass für die Kanalräumung und sonstige Hilfeleistungen
Kostenersatz geleistet werden sollte, aber erst am 20. Juni 1963 wird endgültig festgelegt,
dass für die Kanalräumung entsprechende Gebühren einzuheben sind.
Außerdem wurde wieder einmal über den Neubau des Zeughauses gesprochen.
Sprengelarzt Dr. Domani erklärt sich im April 1957 bereit, dafür zu sorgen, dass im neuen Feuerwehrhaus
auch ein Rettungswagen untergebracht werden kann. Auch wurden 2 Rettungshelfer ausgebildet.
Die Errichtung eines neuen Zeughauses wurde bereits 1948 angedacht.
In der Hauptversammlung vom 25. März 1956 wurden zum wiederholten mal Gespräche über den Ankauf
eines Baugrundes und den Bau eines Zeughauses mit Bgm. Gruber geführt.
Am 13. Mai 1958 wurde im Bauausschuss der Gemeinde endlich mit Architekt Lackner
ein vorläufiger Entwurf zur Planung des Feuerwehrhauses vorgenommen.
Am 19 . Oktober 1960 wird beschlossen an die Marktgemeinde ein Schreiben zu richten und darin die Kündigung zu erwähnen,
wenn nicht binnen 3 Monaten die Gemeinde die bindende Zusage für den Neubau des Zeughauses gibt.
So kam es tatsächlich 1961 zum Baubeginn und Einweihung des Zeughauses am 8./9. September 1962 im
Rahmen der 85-Jahresfeier.
Am 1. und 2. September erfolgt die Übersiedlung in das neue Feuerwehrhaus.
Mit Begeisterung beteiligen sich viele Kameraden bei den umfangreichen Arbeiten.
Das alte Haus wird der Familie Stuhler (Wickingerhof) übereignet.
Im Oktober 1956 wurde ein erstes neues Löschfahrzeug angeschafft (modernes Löschfahrzeug mit Pumpenanhänger) aber erst
im Jahre 1965 erfolgte der
Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges mit Lieferung am 23. April 1966 wieder von der Fa. Rosenbauer.
Am 8. April 1967 wurde eine neue Tragkraftspritze (Rosenbauer R K 35 400 min/l) in Dienst gestellt.
In diesem Jahr wurde die alten Magirusleiter (Schiebeleiter 16 m) auf eine Anhängeleiter mit neuem Fahrgestell umgebaut.
Im Jahr 1957 wurde ein entscheidender Schritt zur Verbesserung des Alarmsystems eingeleitet.
Im E-Werk kam eine Trägerfrequenz-Rundsteuerungsanlage zur Aufstellung und die ersten zehn Alarm-Empfänger wurden angekauft.
Dadurch wurde von nun an auch die "stille" Alarmierung eines Teiles der Mannschaften möglich. Der im E-Werk
vorhandene ständige Tag- und Nachtdienst übernahm den Notruf.
Diese "stille" Alarmierung bezieht sich hier nicht auf den Alarmempfänger selbst,
denn dieses Kästchen "donnerte" unüberhörbar
bis weit in die Nachbarschaft, wie heute noch berichtet wird, sondern auf die Alarmierung ohne Sirene.
Am 26. Jänner 1966 wurden Funkgeräte (Deutsche Wehrmachtsgeräte aus Düsseldorf) angekauft. Die Kosten wurden aber leider nicht von der Gemeinde übernommen; wie schon zuvor des öfteren musste die Kanalräumungskasse dafür herhalten. Die Sirenen wurden Ende des Jahres 1966 auf Fernsteuerung umgebaut. Am 12. Februar 1972 wurde dann erstmals ein Telefonanrufbeantworter ausprobiert und eine Anschaffung in Erwägung gezogen.
| Funkgeräte - Bildgalerie - FFW Hofgastein | |||
Im Jahre 1972 erfolgte die Automatisierung des E-Werkes und so musste die Alarmierung der Feuerwehr
neu organisiert werden. Umfangreiche und kostspielige
Arbeiten ermöglichten schließlich die Einrichtung eines Systems, welches die Alarmierung auch ohne ständige
Besetzung der Rundsteueranlage gewährleistete. Es geschah dies durch den Einbau eines Telefon-Anrufbeantworters.
Die Sirene wurde auf das Dach des "Salzburger Hofes" verlegt. Sie wird mittels eines Fernsteuersystems
in Betrieb gesetzt.
Einem Zeitungsbericht der Bad Hofgasteiner Rundschau Ausgabe Dezember 1972 - ist zu entnehmen, dass
für die Änderung der Alarmierungsanlagen, notwendig
geworden durch die Automatisierung des E-Werkes, 23.400 Schilling für einen Telefonrufbeantworter
und S 9.100,- für die Sirenenfernsteuerung investiert werden mussten und weiter heißt es:
Die Bevölkerung wird dringend gebeten, nur bei Brand- und Katastrophenfällen den Notruf 122 zu benützen.
Er ist mit einer automatischen Rundsteuer-Alarmanlage gekoppelt, an die 20 Wehrmänner direkt
angeschlossen sind, um so einen möglichst raschen Einsatz zu ermögliche.
Für alle anderen Hilfeleistungen ist die Rufnummer 347 (Zeughaus, Zeugwart Ebster) zu wählen.
Bevölkerung und Kurgäste werden auch um Verständnis dafür gebeten, dass auf Grund der Anordnungen
der Behörden jeden Samstag um 12.00 Uhr eine Sirenenprobe durchgeführt werden muss.
Die Feuerwehr besteht nun seit 100 Jahren. Eine Festschrift wurde verfasst und auf die
Notwendigkeit bzw. unverzichtbare Freiwillige Feuerwehr hinsichtlich der bisher geleisteten,
zahlreichen Hilfeleistungen wird hingewiesen. Dieses Jahr sollte auch durch zahlreiche finanzielle Jubiläumsgeschenke
neue Anschaffungen ermöglichen.
Die Jubiläumsgeschenke der Gemeinde, des Landesfeuerwehrverbandes,
der PVA u. a. ermöglichten die Neuanschaffung einer Magirus-Drehleiter DL 30,
weitere 6 Hydranten und die Ausstattung der Funkgeräte mit einer 2. Frequenz.
Um die Drehleiter einstellen zu können, musste das Feuerwehrhaus vergrößert werden.
Es geschah dies durch den Anbau auf der Nordseite des Hauses.
Sämtliche Arbeiten wurden von Mitgliedern der Feuerwehr durchgeführt, wofür insgesamt 2806 Arbeitsstunden anfielen.
Bauholz, Maschinen und Geräte wurden kostenlos von einheimischen Unternehmungen bereitgestellt.
Nicht zuletzt die Spendenfreudigkeit der Hofgasteiner Bevölkerung ermöglichte auch den Ankauf von Uniformen,
die Ausrüstung des Kommandofahrzeuges mit Alarmeinrichtungen und andere diverse Gegenstände.
Vom Reingewinn des Festzeltes wurde ein VW-Bus Baujahr 1972 als Kommandofahrzeug angekauft.
Das E-Werk Bad Hofgastein stellte der Feuerwehr ein Notstromaggregat mit 2 Halogenscheinwerfern und Stativ
zur Verfügung.
Aufmarsch zur Feldmesse allen voran OFK Jos. Lehner, Bgm. Duxner, LHm. Dr. H. Lechner, V.Bgm. Matthias Schwaiger,
gefolgt von der Gemeindevertretung und den Ehrendamen.
Festgottesdienst beim Kurzentrum und Defilierung beim Salzburgerhof.
Auch fehlte nicht zum 100 Jahres-Jubiläum eine humorvolle Darstellung eines Brandeinsatzes, wie es sich um 1900
zugetragen haben mag.
| 100 Jahres-Jubiläum mit Festgottesdienst und Defilierung | ||||
| Brandeinsatz um 1900 | ||
|---|---|---|
| Darstellung am Kaiser-Franz-Platz | ||
Am 29. Mai 1981 - Ein Geländefahrzeug, vorgeführt von Peter Schober der
Type Puch-Mercedes 230 G (Gebrauchtwagen) sollte angekauft werden.
Im selben Jahr Lieferung des neuen Löschfahrzeuges von der Firma Seiwald mit einem Tankinhalt von 1500 Liter.
Zur Rettung von Menschenleben wurde im laufenden Jahr 1982 eine Bergeschere mit Rettungsspreizer bei der Feuerwehr installiert.
Am 22. August 1977 wurde der Alarmierungsplan bemängelt, da viele Fehlalarme ausgelöst wurden.
Es wird beschlossen, beim Landesgendarmeriekommando vorzusprechen, um eine Übernahme der
Erstalarmierung durch den Gendarmerie-Posten herbeizuführen.
Am 18. November 1977 berichtet der Kommandant, dass die Gendarmerie bereit ist, die Alarmierung zu übernehmen.
Es müssen allerdings die technischen Voraussetzungen gemacht und finanziert werden.
Die Alarmierung konnte (bis Ende 1981) durch die Errichtung der Abschnittsnachrichtenzentrale und durch das
Entgegenkommen der Gendarmerie nun endlich auf eine solide Basis gestellt werden.
10 Personenrufempfänger (Piepser) und entsprechende Einrichtungen im Zeughaus konnten angeschafft werden.
Am 16. Februar 1982 wurden die Personen-Rufempfänger (Piepser) erstmals in Betrieb genommen.
Im April 1979 schlägt OKdt. Lehner vor, auf dem Hundskopf ein Bergkreuz zum Gedenken an die verstorbenen Feuerwehrmänner aufzustellen. Diese Idee wurde sogleich verwirklicht. Am 22. Juli 1979 erfolgte die Aufstellung des Bergkreuzes am Hundskopf. Das Lärchenholz wurde von Rauchbergbauer Simon Gassner zur Verfügung gestellt und die Schnitzarbeiten besorgte Lindebener Sepp. Bei trüben, regnerischen Wetter wurde das Kreuz in die Schmaranzalm gefahren. Von dort begann der mühevolle Aufstieg. Das Kreuz wurde in 2 Teilen getragen mit Eisen, Blitzableiter, Zement, Sand und Wasser. Organisator dieses Vorhabens war OFK Stv. Lainer Sepp.
Am 7. September 1980 wurde das auf dem Hundskopf aufgestellte Bergkreuz eingeweiht.
Feuerwehrkurat Pfarrer Simon Dietmann hielt um 12.30 Uhr die Bergmesse und eine vielbeachtete Ansprache.
Kdt. Lehner konnte außerdem LFKdt. Ing. Harald Ribitsch und Feuerwehrkameraden aus Bad Gastein und Dorfgastein begrüßen.
Rund 130 Bergfreunde nahmen an der ergreifenden Feier teil.
Auch am 6.August 1984 wurde eine Bergmesse am Hundskopf unter reger Beteiligung von Einheimischen und Gästen abgehalten.
Die Messe wurde von Pfarrer Sebastian Wallner, einem gebürtigem Hofgasteiner gelesen.
Die musikalische Umrahmung besorgte eine Bläsergruppe der Ortsmusik.
Zahlreiche Übungen wurden immer wieder durchgeführt und sollen hier auszugsweise dokumentiert werden. Nicht nur im Tal, sondern viel mehr noch am Berghang und wie hier die Alarmübung am hochgelegenen Bauernhof Planitzen zeigt, sind Feuerschäden zu erwarten. Der höchstgelegene Bauernhof Planitzen liegt im Steilhang, der Gadaunererbach, ein Gebirgsbach etwas abgelegen in einer Schlucht - eine besondere Herausforderung.
Alarmübung am hochgelegenen Bauernhof Planitzen
Am 28. Juli 1973 wird beim höchstgelegenen Bauern (Planitzen) in Anwesenheit von Bürgermeister Matthias
Schwaiger eine Einsatzübung abgehalten.
Die Auffahrt zum Planitzenbauer erfolgt mit der Seilbahn sowie mit dem Unimog
über den Faschingberg (heute führt eine gut ausgebaute Straße zum Planitzen).
Eine 500 m lange Schlauchleitung vom Graben bis zum Übungsobjekt wurde hergestellt.
| Einsatzübung Planitzenbauer, 1973 | |
Gasteinübung in Dorfgastein
Am 6. September 1973 fand in Dorfgastein die gemeinsame Gasteinübung statt.
| Dorfgastein, 1973 |
Übung im Angertal 1977
Am 5. November 1977 wurde in Verbindung mit einer Bezirksrettungsübung des Roten Kreuzes im Angertal
eine Alarmübung abgehalten.
Absturz eines Schülerbuses und Brand von 3 PKWs war die Annahme.
Bergung der Fahrzeuge mit dem Unimog der Gemeinde und Seilwinde.
| Alarmübung im Angertal, 1977 | |
Alarmübung Gemeindehaus und Kurhaus Badehospiz
Am 19. August 1978 wurde das alte Gemeindehaus, Kurgartenstraße 165 in Flammen gesteckt.
Am 10. Oktober 1981 fand in Bad Gastein die Gasteinertalübung beim Kurhaus Badehospiz statt.
Alarmübungen im Gasteinertal 1985/86
Alarmübung im Ortszentrum von Dorfgastein am 28. September 1985.
Am 21. Juni 1986 wurde erstmalig über Anordnung der Bezirkshauptmannschaft in Bad Hofgastein eine Katastrophenübung abgehalten.
| Alarmübung, Dorfgastein 1985 und Katastrophenübung, 1986 | ||
Am 18. März 1988 konnte das neue Kommandofahrzeug bei der Fa. Seiwald in Oberalm übernommen werden. Das 112 PS starke Allradfahrzeug verfügt über eine Lautsprecher- und Funkanlage sowie eine Ausrüstung für den Warn- und Sicherheitsdienst bei Verkehrsdienst. Am 19. April 1988 wird das neue Rüstlöschfahrzeug Mercedes 917 Allrad übernommen. Es enthält eine ausführliche Ausrüstung an Geräten für den Berge- und Löscheinsatz sowie eine kleine Ölwehrausrüstung.
Am 7. Mai 1988 wurden im Rahmen der bundesweiten Brandschutzwoche der Heuwehrgeräteanhänger und die Bergeschere mit Spreizer
vorgeführt. Die Bergeschere kam u. a. bei einem folgenschweren Autounfall am 8. Juli 1988 notfallmäßig zum Einsatz.
Im Bereich Rainerbauer in Klammstein ereignete sich infolge eines riskanten Überholmanövers ein folgenschwerer Verkehrsunfall.
Aus dem Wrack des PKW mussten mit der Bergeschere die
Leichen von einem 48-jährigen Deutschen und seinen beiden Söhnen geschnitten werden.
Hier kommt es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang - zuletzt im Februar 2010
In den 60er und 70er Jahren waren es dann zunehmend Hotelbrände, wie z. B. der Brand des Hotel Germania am 31. Mai 1965 in Bad Hofgastein. Der Großbrand in der Tischlerei Sixtl am 27. Juni 1972 wurde um 5 Uhr morgens von einem vorbeifahrenden Autofahrer entdeckt, welcher sofort die Feuerwehr alarmierte, wie im - Zeitungsbericht - vom 28. Juni 1972 zu lesen ist. Am 2. September 1972 brante des Augut im Angertal (Zulehen des Tofererbauer).
Der Dachstuhlbrand im Gasthof Alte Post am 10. Februar 1975 war von einem zusätzlichen Unglück begleitet. Die FFW-Badgastein, welche bei diesem Brand aushelfen sollte, gerieten bei der Fahrt nach Bad Hofgastein in der sogenannten Bertahofkurve mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern und stürzte um. Mannschaften wurden dabei glücklicherweise nicht verletzt.
Nicht nur Häuser, Wirtschaftsgebäude oder Hotels wurden ein Raub der Flammen. Ein Flächenbrand im Gaiskarkopfgebiet wurde ausgelöst,
nachdem zwei Burschen Grashalme anzündeten, was katastrophale Folgen hatte. Es kam zu einem Flächenbrand, was zahlreiche
Helfer benötigte, um den Brand einzudämmen.
Das Feuer hatte sich auf einer Fläche von 30 bis 40 Hektar in 1300 bis 1800 m Höhe ausgebreitet.
100 Mann der Freiwilligen Feuerwehr aus Bad Gastein, Bad Hofgastein, Dorfgastein und Luggau, Mitglieder der Bergrettung
und Gendarmeriebeamte aus Bad Hofgastein und freiwillige Helfer brachen unverzüglich zur Brandstelle auf.
Die Leitung der Aktion lag in den Händen von Bürgermeister Matthias Schwaiger und
Gendarmeriepostenkommandant Franz Janka aus Bad Hofgastein.
Ein - Zeitungsbericht - schildert den Hergang.
Am 23. April 1980 brannte das bekannte Nachtlokal Gasteiner Tenne in Bad Hofgastein völlig aus.
Trotz raschem Einsatz konnte der FFW-Bad Hofgastein konnte das Gebäude nicht mehr gerettet werden.
Zeitungsbericht: "Bad Hofgastein -
Um etwa zwei Uhr schloss an diesem Tag der Besitzer der Bar und ging schlafen.
Schon eine Stunde später weckte ihn starker Rauchgeruch. Zu diesem Zeitpunkt stand das Dach des Lokals
bereits in hellen Flammen. Eine Angestellte alarmierte sofort die FFW Bad Hofgastein,
die mit drei Löschzügen sofort eintraf. Inzwischen hatte der Brand auch auf das anschließende
Wirtschaftsgebäude übergegriffen. Mit schweren Atemschutzgeräten ausgerüstet, versuchte die Feuerwehr,
den Brand einzudämmen, als bald auch die Decke des Lokals einstürzte. Oberbrandmeister Josef Lehner,
der den Einsatz leitete, sprach von einem Wunder, dass dabei niemand verletzt wurde.
Der angerichtete Schaden geht in die Millionen Schilling.
Die Brandursache konnte nicht einwandfrei geklärt werden."
Am 23. März 1985 brannte die Schihütte des Wallner Johann auf der Haitzingalm nieder. Die Einsatzkräfte wurden mit der Seilbahn und Sessellift zum Einsatzort gebracht, doch konnte ein Löscheinsatz wegen fehlendem Löschwasser nicht durchgeführt werden.
Im Jahre 1989 brannte das bekannte Haus Wagmeister in der Pyrkerstraße in Bad Hofgastein. Die Alarmierung erfolgte erst, als Bewohner im oberen Stockwerk schon auf das Dach kletterten um dem Rauch zu entkommen.
Das Jahr 1987 war gekennzeichnet von mehreren Großbränden, welche die Feuerwehr mit vollem Einsatz und nachbarlicher
Hilfeleistung bewältigen konnte. Zum Teil wurden die Brände gelegt. Der Brandstifter wird schließlich bei einem
Kleinbrand der Tat überführt und durch einen gerichtlichen Lokalaugenschein festgestellt,
dass die Brände mittels sogenannten Mollotovcocktails verursacht wurden.
Bei der Gerichtsverhandlung wurde der Beschuldigte jedoch wegen geistiger Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen.
Da lange Zeit nicht festgestellt werden konnte, wer der Brandstifter war, musste sich auch der
Ortsfeuerwehrkommandant einer kriminalpolizeilichen Befragung unterziehen, da angenommen
werden musste, dass auch ein Feuerwehrmann die Brände gelegt haben könnte. Der unerschütterliche Glaube an
seine Mannschaft ließen ihn diese Hürde nehmen.
Ein - Zeitungsartikel - der Salzburger Nachrichten schildert den
Sachverhalt nach der Gerichtsverhandlung.
- Hilfeleistungseinsatz am 10. Oktober 1987 beim Brand des Wirtschaftsgebäudes vom "Becherlgut" in Luggau.
Infolge Föhnsturm wurden die Feuerwehren Bad Gastein und Bad Hofgastein zu Hilfe gerufen,
da im engverbauten Dorf Luggau große Gefahr für umliegende Häuser und ein Sägewerk bestand.
Durch raschen Einsatz konnte das angebaute Wohnhaus gerettet werden.
Als Brandursache wurde abermals Brandstiftung angenommen.
Ein Brandstifter zerstörte Samstag Abend in Dorfgastein eine fröhliche Hochzeitsfeier:
Während die Braut von Freunden in ein Gasthaus "entführt" wurde, legte der Unbekannte beim benachbarten
Elternhaus des Mädchens Feuer. Das Wirtschaftsgebäude brannte aus. Es entstand Millionenschaden.
Mehr als 100 Feuerwehrmänner standen während eines Föhnsturmes im Löscheinsatz.
Siehe den - Zeitungsauschnitt - der Kronenzeitung.
- Brand des Wirtschaftgebäudes am 13. Oktober 1987 des Taxerbrandstattbauern.
3 Tage nach dem Brand in Luggau schlug der Feuerteufel neuerlich zu, wie die Kronenzeitung im -
Originaltext - schreibt.
Das Stallgebäude stand bei
Eintreffen der Feuerwehr im Vollbrand. Ein übergreifen auf das Wohnhaus konnte verhindert werden.
Die Freiwillige Feuerwehr Dorfgastein wurde zu Hilfe gerufen.
- Gleichsam als Auftakt für das neue Jahr 1988 gab es in der Garage des Hotel Alte Post einen Brand,
welcher rasch gelöscht werden konnte. Ein PKW wurde zerstört.
Als Brandursache wurde neuerlich Brandlegung ermittelt.
- Am 24. Jänner 1988 brach in einem Lagerschuppen hinter dem Haus Klug ein Brand aus, der rasch unter Kontrolle gebracht
werden konnte. Auch dabei handelte es sich wieder um Brandstiftung.
Siehe - Zeitungsbericht - 1988.
- Am 4. März 1988 Brand in einem Schuppen der Tischlerei Lechner, wobei ein
Übergreifen auf das Haus und die Tischlerei verhindert werden konnte. Als Brandursache kam nur Brandlegung in Frage.
Die Brandlegungsserie fand mit der Ergreifung des Brandstifters noch im Jahre 1988 sein Ende.
Eine Verurteilung blieb jedoch aufgrund
"Unzurechnungsfähigkeit" des Betroffenen aus, wie im -
Zeitungsbericht - der Salzburger Nachrichten zu lesen ist.
Am 17. August 1966 kam es neuerlich zu einer Überschwemmungskatastrophe im Gasteinertal.
Die Wasserkatastrophe nahm die gleichen Formen an wie im vergangenen Jahr. Das Hauptaufgabengebiet für die Feuerwehr
lag wiederum im Gebiet zwischen der Tankstelle Brandner und Bertahof, wo es zur Überflutung der Bundesstraße
und die damit aufgetretenen Verkehrsbehinderungen kam.
Die zweite Hochwasserkatastrophe ließ nicht lange auf sich warten und folgte am 4. 6. November 1966 :
Die sofortige Errichtung eines Achendammes in der Nähe von Bertahof war erforderlich.
Hiezu mussten lange Fichtenstämme im Bichlwald geschlägert und mit dem Unimog der Gemeinde und LKW von Monuth befördert werden.
Vermurung der Umfahrungsstraße beim Weitmoserschlössl sowie der Gasteiner Bundesstraße
in Laderding durch den Aubach erschwerten den Einsatz der Wehr.
Große Vermurung durch den Heißingbach erforderten die Evakuierung aus mehreren Häusern.
Hilfeleistung am 2. Juli 1987 nach einem schweren Wolkenbruch in Bertahof und bei der Wehranlage im Angertal (SAFE).
Nach einem schweren Gewitter über dem Stubner Kogel trat der Haberreitbach in Bertahof über die Ufer,
riss 2 Brücken (Bsuchweg, Zugang Scheireitbauer) mit sich und vermurte die Bertahofstraße.
Durch den raschen Einsatz von 4 Bagger und einem Radlader konnte die Gefahr für die betroffenen Häuser
abgewendet werden. An den Häusern entstand nur geringer Sachschaden, die Geröllmassen reichten aber
trotzdem großen Schaden an.
Zur gleichen Zeit musste die Wehranlage für das E-Werk der SAFE im Angertal von angeschwemmten Bäumen und Wurzeln geräumt
werden, um eine Gefahr für den Angerbach und der umliegenden Siedlung abzuwenden.
Auch der Fahrweg in das Angertal wurde verwüstet.
Infolge eines heftigen Unwetters mussten am 3. August 1988 mehrere Keller leergepumpt und mehrere entwurzelte Bäume im gesamten Ortsbereich beseitigt werden. Der Sturm deckte das gesamte Hausdach beim Grugbauer in Gadaunern (Voithofer) sowie das Stalldach beim Rudigier in Felding ab. Zu guter letzt trat noch der Gadaunererbach über die Ufer, riss die obere Brücke weg und vermurte Felder und Gärten. Da dieser Einsatz nicht mehr aus eigenen Kräften bewältigt werden konnten, wurde die FFW-Bad Gastein zu Hilfe gerufen.
Am 10. Oktober 2009 wurde im Rahmen einer "Gasteinübung" mit Brandbekämpfung, Personenbergung aus brennendem PKW und
Einsatz mit schwerem Atemschutz (Öleinsatz) gemeinsam mit dem Roten Kreuz und der Freiwilligen Feuerwehr Dorfgastein und Bad Gastein auf
der Wengeralm auch der
technischer Hilfseinsatz mit Menschenrettung aus Seilbahnkabinen geprobt.
Angeseilt am Tragseil der Seilbahn geht's abwärts zu den Seilbahnkabinen. Hier wird dann die Tür von
außen geöffnet und in die Kabine eingestiegen. Die Insassen werden mittels Tragegurten sitzend abgeseilt und am Boden
von einem weiteren Helfer empfangen. Eine Mutprobe auch für die zu "Rettenden".
| Gasteinübung 2009 : Freiwillige Feuerwehr Dorfgastein/Bad Hofgastein | ||||||
| Gasteinübung 2009 - Menschenrettung Kabinenbahn Fulseck | |||||
Eine waghalsige Menschenrettung aus den Seilbahnkabinen durch die Feuerwehrmänner, welche sich über das Tragseil der Seilbahn bis zu den Kabinen vorhandeln und in die Kabine einsteigen, um danach die Insassen sicher abzuseilen. Der Mut der Jugendlichen, die in den Kabinen sitzend auf ihre "Rettung" warten mit der Gewissheit, dann aus großer Höhe abgeseilt zu werden ist ebenfalls bewundernswert.
| Gasteinübung 2009 : Freiwillige Feuerwehr Dorfgastein/Bad Hofgastein/ Bad Gastein | ||||
| Gasteinübung 2009 : Freiwillige Feuerwehr, Gasteinertal | ||
Der Abriss der Volksschule, geplant für Mitte April 2011 war Anlass einer Feuerwehrübung mit der Annahme, das in den verrauchten
oberen Stockwerken Personen eingeschlossen und teilweise verletzt sind. Im obersten Stockwerk dringt Rauch aus dem Fenster.
Mit schweren Atemschutz wird in das Volksschulgebäude eingedrungen.
Das Feuerwehrfahrzeug - Magirus Teleskopmastbühne - war zu diesem Zeitpunkt bereits auf fester Unterlage positioniert und
die Teleskopmastbühne ausgefahren. Der "Korbmaschinist" auf der Hebebühne übernimmt die Steuerung,
der Hauptmaschinist, gleichzeitig Fahrzeuglenker kann bei Bedarf die Steuerung jederzeit übernehmen.
Verletzte und Hilfesuchende in den obersten Stockwerken werden zum Fenster gebracht, wo sie von Feuerwehrleuten mit Filtermaske empfangen werden, um sie in weiterer Folge über die bereits in Position gebrachte Teleskopmastbühne (TMB) zu retten. Schwer bzw. Schwerstverletzte werden mit der Trage über die Hebebühne nach unten gebracht. Die verletzte Person wird dabei auf einer spezielle Trage fixiert und auf den bereits vormontierten Aufsatz der Hebebühne aufgeschoben bis diese einrastet. Ein Mann begleitet den Verletzten nach unten, wo er erst von Feuerwehrleuten, dann von Rettungsleuten des Roten Kreuzes übernommen und medizinisch betreut wird. Präzises Arbeiten und Muskelkraft ist dabei unabdingbar.
Mehrmals wurde das Aufschieben der Krankentrage vom obersten Stockwerk der Volksschule aus dem
Fenster auf die Plattform geübt und erfolgreich durchgeführt. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind Voraussetzung,
Angst oder zögerliches Verhalten war bei den betroffenen Feuerwehrmännern nicht zu beobachten - eine glanzvolle Leistung der
Feuerwehrmänner Bad Hofgasteins.
Das Fahrzeug mit der Teleskopmastbühne ist seit 2005 in Bad Hofgastein im Einsatz und hat sich schon mehrmals bestens bewährt.
Diese kann bis 32 m ausgefahren werden, um bis zu 4 Personen auf die Plattform aufzunehmen.
Eine Seilwinde befindet sich ebenfalls auf der Hebebühne.
Am Florianitag, dem 22. Mai 2011 erfolgt nach der hl. Messe der Aufmarsch bei der Alpenarena. Im Hintergrund der "Fuhrpark 2011"
marschieren zunächst die
Ortsmusik Bad Hofgastein, flankiert von Marketenderinnen und anschließend
die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hofgastein ein.
Feuerwehr-Hauptmann Markus Gassner erinnert in seiner Ansprache an die Gründungszeit der FFW vor 135 Jahren,
wie an die zahlreichen Einsätze der FFW-Bad Hofgastein.
Herr Landtagsabgeordneter Scharfetter betont in seiner Rede das von
Brüssel bzw. der EU ausgesprochene Jahr der Freiwilligkeit,
wie an das Jahr der Ehrenamtlichkeit, welches die Landesregierung für Salzburg ins Leben rief.
Lob- und Danksagungen erfolgten auch von Bürgermeister Zettenig und dem Bezirksfeuerwehrkommandanten Lottermoser.
Ehrungen wurden vorgenommen, junge Feuerwehrleuten angelobt. Der Fuhrpark 2011 im Hintergrund demonstriert eine schlagkräftige Wehr.
Beendet wird die Feier mit einem geordneten Abzug - erst die Ortsmusik, dann die Feuerwehrmänner, gefolgt von den Ehrengästen.
Zuletzt bewegt sich der Fuhrpark Richtung Feuerwehrzeugstätte.
Wie schon im - Jubiläumsjahr 1976 - konnte ein Brandeinsatz mit "Original-Ausrüstung" auch zum 135. Jubiläum demonstriert und so den ewartungsfreudigen Zuschauern nahe gebracht werden. Dazu rückte ein Spritzenwagen mit 2 stolzen Norika-Pferden aus, um zunächst traditionell beim Salzburgerhof die erste (Durst-)Löschung vorzunehmen. Ein weiterer Schauplatz dann am Kirchenplatz beim Hotel Post, ehemals Poststation, bevor noch die Eisenbahn bzw. der Bau der - Tauernbahn - die Postwägen ablösten.
| 135. Jubiläum - Einsatz beim Salzburgerhof 2011 | |||||
| Einsatz beim Salzburgerhof und Hotel Post, Bad Hofgastein | |||
Neben zahlreichen Schauübungen betreffend die Bergung und Rettung von Verletzten,
inklusive einer Demonstration mit Polizeihunden, kam nun zuletzt die "Spritzenwagenrotte" zum Zug und wurde mit der Löschung eines
"Gebäudes" konfrontiert, welches lichterloh brannte.
Die Spritzenpumpe "Lend Hof-Gastein" musste per Hand betätigt werden, wozu 4 Feuerwehrleute schwer zu schaffen hatten. Der Feuerwehrschlauch wurde vom "Schlauchträger" abgerollt,
die Spritze vom vordersten Feuerwehrmann fest im Griff gekonnt geführt. Wasser musste per Hand mit Kübeln herangeschafft werden,
was nur unter Mithilfe der Bevölkerung gelang, so wie es noch im 19. Jahrhundert geschah.
"Feuer aus" - der Brand gelöscht meldet der Feuerwehrkommandant, stillgestanden und salutiert;
dem Bürgermeister wird die Erfolgsmeldung berichtet -
das Gebäude leider längst durch Feuer- und Wasserschaden völlig zerstört. Eine überzeugende Leistung und unwiederbringlich amüsant.
| 135 Jahre FFW - Brandbekämpfung damals im 19. Jh. | ||||
| Der Spritzenwagen der FFW Bad Hofgastein um 1900 | |||||
| 135 Jahre FFW - Alpenarena, Bad Hofgastein | |||||
Die Fläche des Lösch-Pflichtbereiches der Gemeinde Bad Hofgastein mit den Katastralgemeinden Bad Hofgastein,
Heißingfelding, Vorderschneeberg, Wieden und Harbach beträgt 101 m2.
Als Bezugsstellen für Löschwasser gelten als natürliche Gewässer die
Gasteiner Ache, der Kurparksee, der Kirchbach und verschiedene Bäche ost- und westseitig des Tales.
Als Löschwasserbehälter werden der Hochbehälter Nord (Brandeben) mit 700 m3, der
Hochbehälter West (Pfeffer) mit 1400 m3, der Hochbehälter Ost (Grub) mit 250 m3, welche allesamt der Trinkwasserversorgung dienen
und verschiedene kleinere Trinkwasserbehälter der einzelnen Wassergenossenschaften herangezogen.
Ein weit verzweigtes Hydrantensystem mit 100 Stück Hydranten im Ortsbereich und 25 Stück
bei verschiedenen Wassergenossenschaften sichern die Löschwasserbereitstellung im Einsatzbereich (Stand 2009).
| Im - Doku-Archiv - siehe weiter zu diesem Thema:
- Geschichtliche Entwicklung - Freiwilligen Feuerwehr Markt Hofgastein - Allgemeine Dienstvorschriften - Gründungsversammlung Markt Hofgastein am 30. März 1876 - Protokolle und Zeitungskommentare - FFW Bad Hofgastein - Brandkatastrophen - Gasteinertal |
- Bildgalerie 1 -
- Bildgalerie 2 -
Anmerkung: Der Text wurde überwiegend der "Chronik der FFW Bad Hofgastein" mit freundlicher Genehmigung entnommen, sowie auszugsweise dem Buch: "Bad Hofgastein und die Geschicht Gasteins" von S. Hinterseer. Zeitungskommentare ergänzen die Ausführungen.
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© 16.2.2010 by Anton Ernst Lafenthaler
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