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GA21 - Tiere im Gasteinertal: Ritterfalter - Papilionidae
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    Papilionidae

    Die Ritterfalter sind in Europa mit nur 12 Arten vertreten und sie gehören zu den schönsten Falter in unseren Breiten, insbesondere der sehr selten gewordene Alpen-Apollofalter. Die Hinterflügel sind am Hinterende konkav und haben nur 1 Analader. Die Fußkrallen sind stets ungespalten.

    Zur Verteidigung gegen räuberische Vögel bedienen sich die Raupen ihrer kräftigen Warnfarben und eines Osmeteriums. Dieses weiche, ausstülpbare Organ ist im ersten Brustsegment verborgen. Ausgestülpt sendet es einen kräftigen, widerlichen Duft aus, der zusammen mit der bedrohlichen Erscheinung des Osmeteriums abschreckend wirkt.

    Alpen-Apollofalter

    Parnassius phoebus

    Alpen-Apollofalter

    Der Alpen-Apollofalter gilt in unseren Regionen bereits als ausgestorben aber vereinzelt zeigt er sich doch noch - zumindest kurzzeitig. Das er gar selten ist, daran besteht kein Zweifel. Ich habe ihn nur selten auf meinen vielen Bergwanderungen im Gasteinertal zu sehen bekommen. Sein Lebensraum ist derart anspruchsvoll, dass ihm im Gasteinertal nur die Region Bockhart/Erzwies als Standort das überleben sichert. Dort wo seine Futterpflanze noch gut gedeiht und niemand den Lebensraum verändert, kann er noch bestehen. Das dieser Falter streng geschützt ist versteht sich von selbst.

    Die Flugzeit beginnt Ende Juni und endet im August. Die Eier werden meist in der Nähe von der Fetthenne - Saxifraga aizoides - abgelegt, da diese die Nahrung der Raupen darstellt. Die Raupe ist aber (fast) nie auf der Futterpflanze selbst zu finden, sondern in deren Nähe. Weitere Eiablagestellen sind Moose, abgestorbene Pflanzenteile oder der Boden selbst. Ob auch Sedum-Arten als Futterpflanzen dienen ist fraglich und wurde bisher nie untersucht.

    Schwalbenschwanz

    Papilio machaon

    Schwalbenschwanz

    Der Schwalbenschwanz ist gern und oft gesehen und jeder Bergwanderer wie jedes Kind kennt ihn mit Namen. Trotzdem kommt er nur auf bestimmten Wiesen vor und wegen seiner eifrigen Flugtätigkeit ist er ruhig sitzend eher selten anzutreffen.

    Die Oberseite der Flügel sind gelb mit kontrastreicher schwarzer Zeichnung.
    Die Verpuppung geschieht an robusten Stängeln oder abgestorbenen verholzten Pflanzenteilen. Die Männchen fliegen oft mehrere Stunden am höchsten Punkt von Hügeln oder Berggipfeln.

    Siehe auch die Seiten:
    - Tiere in Gastein - Fleckenfalter - Nymphalidae
    - Archiv - Lepidoptera - Schmetterlinge

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    Gastein im Bild - Ritterfalter
    © 21.8.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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