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Hier im Gasteinertal war der Haflinger noch das einzige wirkliche Nutztier, welches über Jahrzehnte den Bergbauern als treuer Freund gedient hat. Als Zug-, Trag- und Reittier gleichermaßen geeignet war es unverzichtbar in den gebirgigen und steilen Lagen des Gasteinertales.
Zunehmend wird es jetzt durch das Noriker-Pferd, dem Pinzgauer abgelöst, welche
größer und kräftiger erscheinen und ebenfalls eine gute Trittsicherheit haben sollen.
Das mittlerweile allseits beliebte Island-Pony dient eher den Reitfreuden der Kinder und Jugendlichen,
als das es als Arbeitstier Verwendung findet. Es sind sehr gutmütige Pferde und ebenso gut zu führen.
Der Haflinger ist ein Kaltblütler, denen man ja ganz allgemein
ein ruhigeres Temperament und Fügsamkeit nachsagt.
Er ist eine alte bodenständige Rasse Italiens, die ihren Namen vom Dorf
Hafling im heutigen Südtirol hat.
Dort soll früher auch die Hauptzuchtstätte gewesen sein.
Das Pferd entstammt wahrscheinlich einer Kreuzung zwischen Noriker und Araber.
Der Arabereinfluss soll dem kräftigen Kleinpferd den edlen Kopf mit ausdrucksvollen
Augen, die großen Nüstern und die kleinen Ohren verdanken.
Der Noriker bringt den weißen Behang, die dicken Muskelstränge und den breiten Körper mit.
Haflinger sind typische Hochgebirgspferde - kräftig und trittsicher.
Sie werden in Gastein aber nur mehr selten von Bauern und Waldarbeitern eingesetzt, eben dort, wo
Zugmaschinen wie Traktoren nicht verwendet werden können.
Besonders der Pinzgau, nördlich des Glockners, war das Stammgebiet der Rasse,
die bis heute im Volksmund "Pinzgauer" genannt wird.
Die Kreuzung mit spanischen und burgundischen Hengsten im 16.Jh. sollte der Rasse
Größe und Eleganz bringen.
Die Merkmale des Noriker sind ein großer, wenig edler Kopf, welcher von einem
kurzen, kräftigen Hals getragen wird. Die Schulter ist oft kurz und steil,
jedoch kräftig.
Durch seine Aufzucht und Haltung in Seehöhen zwischen 300 und 2.500 m bei
Temperaturen zwischen +30 Grad und -25 Grad hat der Noriker eine sehr gute
Akklimationsfähigkeit.
Die Bewegungen sind raumgreifend bei hohe Trittsicherheit.
Neben Füchsen, Rappen, und Braunen kommen auch Tigerschecken und Grauschimmel
(die sogenannten Mohrenköpfe) vor.
Ihre Größe liegt bei ca. 1,55 bis 1,70 m Stockmaß.
Seit etwa Mitte der 80er Jahre erfreut sich der Noriker als Freizeitpferd ganz allgemein
steigender Beliebtheit. In Gastein wird es insbesondere auch bei Umzügen und
Hochzeiten reich geschmückt
in der Öffentlichkeit gezeigt. Als Arbeitstier ist es kaum mehr im Einsatz.
Zunehmend werden Noriker auch im Gasteinertal gezüchtet.
Im 9./10.Jh. brachten die Wikinger skandinavische und keltische Ponys mit nach Island. Seit dieser Zeit erhielt
sich das Island-Pony ohne Fremdeinkreuzung.
Seit 1900 wurde in Island mit der geplanten Zucht begonnen und später gemeinsam mit einigen mitteleuropäischen Ländern die FEIF
(Föderation der Freunde des Island-Ponys) gegründet.
1974 wurde ein Rassestand erarbeitet.
Merkmale -
Größe: 130 - 138 cm, alle Farben.
Körperbau: Stämmiges, kompaktes Reitpony. Kurzer, breiter Kopf mit kleinen Ohren und buschigem Stirnschopf.
Kurzer Hals mit kräftiger Mähne. Kräftiger, derber Körperbau. Kurze, starke Beine und kräftige Fesseln, unverwüstliche Hufe. Raues Haarkleid.
Ursprünglich Zugpferd, als Reittier gezüchtet. Große Trittsicherheit.
Charakter: Ruhiges Temperament.
Bei uns wird in Bad Hofgastein vom Ober-Haitzing diese Rasse geführt und als Reittier verwendet. Es erfreut sich großer Beliebtheit und
ist eine Bereicherung für das Gasteinertal.
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Gastein im Bild - Pferde, Haflinger
© 21.8.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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