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Pilze, Flechten | ||
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Ubiquitär! Zahlreiche Arten! Auch die Gruppe der Bartflechten - "Usneaceae" - wird dieser Familie zugeordnet.
Lager heteronom gegliedert, stets blättrig und mit Rhizinen an der Unterlage befestigt. Das Lager hat eine netzige, stark gelatinierte Oberrinde mit kleinen Lumina und eine großzellige, schließlich dunkel pigmentierte Unterrinde, die nur wenige Zellschichten dicht ist. Die Beschaffenheit der Ober- und Unterseite des Thallus sowie das Vorkommen und die Gestalt der Anhangsgebilde sind wichtige taxonomische Merkmale für die Aufteilung der Gattungen in kleinere Einheiten. Die Familie der Parmeliaceae wird zur Ordnung der Lecanorales gestellt.
Arten bzw. Gattungen der im Gasteinertal vorkommenden Parmeliaceae alphabetisch geordnet . . .
Klicken Sie auf die Bilder bzw. die Links zur Bildbetrachtung . . .
| ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten | ||
| Alectoria ochroleuca Fahlgelbe Alectorie ◊ Bild-Galerie |
Habitus1
Habitus2
Thallus
Gelbliche bis grünlichgelbe verzweigte Strauchflechte alpiner Lagen. Thallus mit schwielig erhabenen Pseudocyphellen. Thallus gelblichgrün, keine Kopfsorale an den Enden kleiner Seitenzweige. Viele Pseudocyphellen. Thallus niederliegend auf Zwergstrauchheiden. Zweige drehrund, starr, gelblichgrün, die Spitzen blau-schwarz. Hauptäste bis mehrere mm breit. Windexponierte Magerrasen und Zwergstrauchheiden im Bereich der Waldgrenze und darüber, oft gemeinsam mit Cetraria-Arten und Renntierflechten. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Kalkbretterkopf 5.9.2004 // Stubnerkogel, Gasteinertal 7.6.2007 | |
| Cetraria islandica Isländisches Moos ◊ Bild-Galerie |
Unterseite
Habitus1
Habitus2
Braune bis graugrüne Strauchflechte mit aufrechten bis aufsteigenden, verzweigten Lagerabschnitten. Thallusabschnitte strauchig aufrecht, rinnigröhrig eingebogen, mehr oder weniger knorpelig starr. Auf Erde zwischen heideartigen Vegetationsformen - Thallus graugrün bis braun. Thallusrand mit Fibrillen - Pseudocyphellen rundlich-elliptisch, regelmäßig auf der ganzen Unterseite. Zwergstrauchheiden, lichten Wälder und mageren, steinigen Böden. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 16.2.2003 Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Stubnerkogel, Gasteinertal am 25.10.2006 |
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| Evernia mesomorpha Sparrige Evernie (Evernia divaricata) |
Lager bartförmig, blass grünlich bis leicht gelblich, mit strangförmigen, kantigen,
zugepitzen Abschnitten. Thallus epiphytisch, lang und schlaff herabhängend
Äste mehr oder weniger gleich dick und kantig (etwa 1-2 mm dick) mit pfriemlichen Enden und Seitenzweigen.
Die Rinde querrissig, wobei sich das lockere Mark zeigt.
Apothecien seitenständig. Mit Kalilauge nicht oder leicht gelblich färbbar.
Anmerkung: Mit freundlicher Unterstützung (Korrektur bzw. Aktualisierung der Flechtennamen) von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 16.2.2003 | |
| Evernia prunastri Eichenmoos |
Detail
Habitus
Blassgrünliche Strauchflechte mit bandartig, verflachten Zweigen - mit Soralen. Lager an einer Stelle festgewachsen. Abschnitte mäßig verzweigt, relativ schlaff/weich. Die Oberseite ist grau- bis gelbgrün, die Unterseite weißlich mit etwas herabgebogenen Rändern. Körnig, mehlige helle Sorale. Apothecien sehr selten. Kalilauge bewirkt Gelbfärbung. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Stoffalm/Gasteinertal am 12.4.2004 | |
| Flavocetraria cucullata (Cetraria cucullata) |
Thallus
Thallusabschnitte aufrecht, rinnig-röhrig eingebogen, mehr oder weniger knorpelig in heideartigen Vegetationsformen, keine Pseudocephellen, Thallus grünlichweis bis gelb, Thallusoberseite nicht netzadrig. Die flachen Loben rollen sich mehr oder weniger stark ein und sterben an der Basis ab. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Schmalzscharte 31.7.2004 // Stubnerkogel, Gasteinertal 7.6.2007 |
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| Flavocetraria nivalis Schneeflechte ◊ Bild-Galerie |
Biotop
Habitus
Thallusabschnitte strauchig aufrecht, grünlich-gelb, ohne Pseudocyphellen. Thallus oberseits deutlich netzadrig, grubig, uneben, nicht oder wenig eingebogen. Absterbende Grundblätter gelbbraun verfärbt. Apothecien sehr selten. Windoffene Zwergstrauchheiden im Hochgebirge. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Silberpfenniggebiet/Gasteinertal am 5.9.2004 |
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| Hypogymnia physodes |
Großlappige Laubflechte mit flächenständigen, unregelmäßigen Soralen. Lager grau, rosettig oder
unregelmäßig ausgebreitet, bis 5 cm im Durchmesser. Lappen 1-3 mm breit, gewölbt
(aber an den Enden verflacht und oft verbreitert), runzelig, nicht aufsteigend.
Mehlig, körnig, sorediös. Färbung: K+ hellgelb. Unterseite schwarz, ohne Rhizinen.
Laminalen Sorale sind nicht vorzufinden.
Anmerkung: Mit freundlicher Unterstützung (Korrektur bzw. Aktualisierung der Flechtennamen) von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Schmalzscharte/Gasteinertal am 31.7.2004 |
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| Letharia vulpina Wolfsflechte ◊ Bild-Galerie |
Habitus1
Habitus2
Habitus3
Detail
Biotop
Thalluslappen matt; Rinde querrissig, Mark weißlich. Thallus grünlich-zitronengelb, faltig, kantig, gabelig verzweigt; an dünneren Endabschnitten mit Isidien besetzt. Apothecien mit kastanienbrauner Scheibe, mit Lagerrand (sehr selten). Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenalm/Schmalzscharte/Gasteinertal am 25.07.2005 | |
| Parmelia conspersa Xanthoparmelia conspersa ◊ Bild-Galerie |
Thallus
Detail
Apothecien
Blättchen grüngelb, dicht beieinander schließend, in Rosetten eng an die Gesteinsoberfläche gepresst. Oberfläche mit zahlreichen stiftförmigen oder korallenförmigen Isidien und fast immer mit vielen schüsselförmigen, braunen Apothecien. Auf Silikatgestein allgemein verbreitet und häufig. Anmerkung: Mit freundlicher Unterstützung (Korrektur bzw. Aktualisierung der Flechtennamen) von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Kögerlalm/Gasteinertal am 25.03.2003 |
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| Parmelia sulcata Sulcatflechte ◊ Bild-Galerie |
Detail
Graue Laubflechte mit langgestreckten, verzweigten an den Enden abgestutzen Lappen mit länglichen Soralen. Lappen flach, uneben, stellenweise mit weißlichen, erhabenen Netzadern (Pseudocyphellen) bedeckt (netzig-gratige Oberfläche) - dadurch wie gehämmert aussehend. Sorale auf den Netzadern entstehend. Unterseite schwarz, am Rand auch dunkelbraun, bis zum Rand mit gegabelten oder einfachen schwarzen Rhizinen. Apothecien selten, braun. Auf nährstoffreicher Rinde an lichtreichen Stellen. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Maierhofen, Dorfgastein am 2.04.2006 |
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| Platismatia glauca Cetraria glauca Graue Tartschenflechte |
Detail
Thallus oberseits grau, bläulichgrau, oft dunkel gefleckt, breitlappig (bis 2 cm), die an den Enden immer aufsteigen mit verbogenen Rändern, welche mit Isidien besetzt sind. Unterseits schwärzlich, alt oft durch Abfallen der Rinde weißfleckig, teilweise stark eingeschnitten und in fast strauchförmige Abschnitte zerteilt, an den Rändern mit Soralen und/oder Isidien besetzt. Pyknidien randständig, eingesenkt. Mark färbt sich mit Jod blau und mit Kalium gelb. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Staineralm/Dorfgastein am 15.4.2004 |
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| Pseudovernia furfuracea Baummoos Kleienflechte |
Detail
Substrat
Ränder des Thalluslappen ohne Wimpern. Thallus färbt sich unter Kalilauge gelb. Flechte oberseits graugrün, grau oder schwarzgrau; dicht bekleidet mit höckrigen, schuppigen oder warzigen Isidien, mitunter fast stachelig wirkend. Unterseiten von den nach unten umgebogenen grauen Rändern gesäumt, daher oft rinnig. Jugendliche Formen sind unterseits noch weiß, später schwärzlich oder schwarz; durch Haftfasern an der Unterlage befestigt. Thallus mit bandartigem, gegabelten Abschnitten und vielen stiftartigen Isidien. Lager strauchig., mit bandartigen, locker gabelig bis geweihartig verzweigten, 2-5 mm breiten Abschnitten. Apothecien selten. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 16.2.2003 | |
| Usnea barbata Bartflechte |
Habitus
U.sect. Barbata umfasst mehrere Arten, die durch Übergänge verbunden sind und nur durch relative Merkmale artmäßig getrennt werden. Charakteristisch sind die drehrunden bis leicht kantigen Thallusabschnitte von grau- bis gelbgrüner Farbe, hervorgerufen durch die Usninsäure, oft papillös oder mit Fibrillen. Mit Kalilauge ergibt das Mark eine gelb-orangene Farbe. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 16.2.2003 | |
| Usnea hirta Grubige Bartflechte |
Habitus
Thallus strauchig, buschig, kurz hänged, grau- bis graugrünliche Farbe mit heller Basis, reich verzweigt, an einer Stelle festgewachsen. Äste innen mit zähen Zentralstrang. Thallusabschnitte wenigstens teilweise nicht drehrund, sondern mehr oder weniger auffällig grubig und teilweise kantig. Nicht papillös-warzig. Isidiöse Soralen dichtstehend, grau bis gelb, an der Basis eingeschnürt, die dickeren Äste grubig-kantig bis verformt. Freistehende Nadel- und Laubbäumen und altem Holz. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rudolfshöhe/Gasteinertal am 19.2.2003 | |
| Vulpicida pinastri Tartschenflechte |
Habitus
Flechte gelb, mit leicht aufrechten, mehr oder weniger flachen, aber runzeligen Lappen mit kurzen Seitenlappen. Wuchsform laubflechtenartig. Lappen bis 3 mm breit, mit etwas runzeliger Oberfläche und mit gelben Mark. Apothecien selten. Färbung: Kalilauge negativ. Wächst auf Rinde und abgestorbenen Holz. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 16.2.2003 |
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| Vulpicida tubulosa Cetraria tilesii gelbe Tartschenflechte ◊ Bild-Galerie |
Habitus
Flechte gelb, mit aufrechten, mehr oder weniger flachen, aber runzeligen Lappen mit kurzen Seitenlappen, meist bis 3 cm hoch. Lappen bis 3 mm breit, mit etwas runzeliger Oberfläche und mit gelben Mark. Färbung: Kalilauge negativ. Sieht aus wie Cetraria pinastri, wächst aber am Erdboden in alpinen Windheiden bzw. windoffene Rasen und hat keine Bortensorale. Annähernd gleich auch Cetraria nivalis et cucullata - diese haben aber ein weißes Mark. Anmerkung: Mit freundlicher Unterstützung (Korrektur bzw. Aktualisierung der Flechtennamen) von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Tennkogel/Gasteinertal am 26.7.2004 | |
Klasse : Ascolichenes |
| Den - Parmeliaceae - werden folgende Ordnungen zugeteilt:
Lehrbuch der Botanik, Strasburger (2002) : Lecanorales Internet - http://zipcodezoo.com (2008) : Lecanorales |
| Pilze/Flechten : Index - | ![]() |
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- Flechten : Schildflechten |
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Flechten im Gasteinertal: Parmeliaceae
© 19.4.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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