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FLpar - Pilze im Gasteinertal: Parmeliaceae - Artenzahl: 10
Flechten, Index Pilze, Flechten
Genus
  • Alectoria
  • Cetraria
  • Evernia - Evernie
  • Flavocetraria
  • Hypogamnia
  • Letharia
  • Parmelia
  • Platismatia
  • Pseudovernia
  • Usnea - Bartflechte
  • Vulpicida
  • Parmeliaceae

    Ubiquitär! Zahlreiche Arten! Auch die Gruppe der Bartflechten - "Usneaceae" - wird dieser Familie zugeordnet.

    Lager heteronom gegliedert, stets blättrig und mit Rhizinen an der Unterlage befestigt. Das Lager hat eine netzige, stark gelatinierte Oberrinde mit kleinen Lumina und eine großzellige, schließlich dunkel pigmentierte Unterrinde, die nur wenige Zellschichten dicht ist. Die Beschaffenheit der Ober- und Unterseite des Thallus sowie das Vorkommen und die Gestalt der Anhangsgebilde sind wichtige taxonomische Merkmale für die Aufteilung der Gattungen in kleinere Einheiten. Die Familie der Parmeliaceae wird zur Ordnung der Lecanorales gestellt.

    "Usneaceae"
    Mit den Alectorien bilden die Usneen die Gruppe der "Bartflechten". Die meisten Arten hängen bartförmig an Rinde, Holz oder Gestein. Nur wenige bilden aufrechte Büsche. Äste verzweigt, glatt oder gefurcht und häufig mit kurzen Seitenzweigen, Isidien oder Papillen besetzt. Es sind Strauchflechten mit abstehenden oder hängenden Thallus. Die Ascosporen sind farblos, meist einzellig. Usnea (Bartflechte) mit bis zu 8 m langen Bärten von den ästen herabhängend.

    Arten bzw. Gattungen der im Gasteinertal vorkommenden Parmeliaceae alphabetisch geordnet . . .


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    ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
    Alectoria ochroleuca Alectoria ochroleuca
    Fahlgelbe Alectorie
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     Habitus1   Habitus2   Thallus
    Gelbliche bis grünlichgelbe verzweigte Strauchflechte alpiner Lagen. Thallus mit schwielig erhabenen Pseudocyphellen. Thallus gelblichgrün, keine Kopfsorale an den Enden kleiner Seitenzweige. Viele Pseudocyphellen. Thallus niederliegend auf Zwergstrauchheiden. Zweige drehrund, starr, gelblichgrün, die Spitzen blau-schwarz. Hauptäste bis mehrere mm breit.
    Windexponierte Magerrasen und Zwergstrauchheiden im Bereich der Waldgrenze und darüber, oft gemeinsam mit Cetraria-Arten und Renntierflechten.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Kalkbretterkopf 5.9.2004 // Stubnerkogel, Gasteinertal 7.6.2007
    Cetraria islandica Cetraria islandica
    Isländisches Moos
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     Unterseite   Habitus1   Habitus2
    Braune bis graugrüne Strauchflechte mit aufrechten bis aufsteigenden, verzweigten Lagerabschnitten. Thallusabschnitte strauchig aufrecht, rinnigröhrig eingebogen, mehr oder weniger knorpelig starr. Auf Erde zwischen heideartigen Vegetationsformen - Thallus graugrün bis braun. Thallusrand mit Fibrillen - Pseudocyphellen rundlich-elliptisch, regelmäßig auf der ganzen Unterseite. Zwergstrauchheiden, lichten Wälder und mageren, steinigen Böden.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 16.2.2003
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Stubnerkogel, Gasteinertal am 25.10.2006
    Evernia divaricata Evernia mesomorpha
    Sparrige Evernie
    (Evernia divaricata)
    Lager bartförmig, blass grünlich bis leicht gelblich, mit strangförmigen, kantigen, zugepitzen Abschnitten. Thallus epiphytisch, lang und schlaff herabhängend Äste mehr oder weniger gleich dick und kantig (etwa 1-2 mm dick) mit pfriemlichen Enden und Seitenzweigen. Die Rinde querrissig, wobei sich das lockere Mark zeigt. Apothecien seitenständig. Mit Kalilauge nicht oder leicht gelblich färbbar.
    Anmerkung: Mit freundlicher Unterstützung (Korrektur bzw. Aktualisierung der Flechtennamen) von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 16.2.2003
    Evernia prunastri Evernia prunastri
    Eichenmoos
     Detail   Habitus
    Blassgrünliche Strauchflechte mit bandartig, verflachten Zweigen - mit Soralen. Lager an einer Stelle festgewachsen. Abschnitte mäßig verzweigt, relativ schlaff/weich. Die Oberseite ist grau- bis gelbgrün, die Unterseite weißlich mit etwas herabgebogenen Rändern. Körnig, mehlige helle Sorale. Apothecien sehr selten. Kalilauge bewirkt Gelbfärbung.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Stoffalm/Gasteinertal am 12.4.2004
    Flavocetraria, Cetraria cucullata Flavocetraria cucullata
    (Cetraria cucullata)
     Thallus
    Thallusabschnitte aufrecht, rinnig-röhrig eingebogen, mehr oder weniger knorpelig in heideartigen Vegetationsformen, keine Pseudocephellen, Thallus grünlichweis bis gelb, Thallusoberseite nicht netzadrig. Die flachen Loben rollen sich mehr oder weniger stark ein und sterben an der Basis ab.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Schmalzscharte 31.7.2004 // Stubnerkogel, Gasteinertal 7.6.2007
    Flavocetraria, Cetraria nivalis Flavocetraria nivalis
    Schneeflechte
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     Biotop   Habitus
    Thallusabschnitte strauchig aufrecht, grünlich-gelb, ohne Pseudocyphellen. Thallus oberseits deutlich netzadrig, grubig, uneben, nicht oder wenig eingebogen. Absterbende Grundblätter gelbbraun verfärbt. Apothecien sehr selten.
    Windoffene Zwergstrauchheiden im Hochgebirge.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Silberpfenniggebiet/Gasteinertal am 5.9.2004
    Hypogymnia physodes Hypogymnia physodes Großlappige Laubflechte mit flächenständigen, unregelmäßigen Soralen. Lager grau, rosettig oder unregelmäßig ausgebreitet, bis 5 cm im Durchmesser. Lappen 1-3 mm breit, gewölbt (aber an den Enden verflacht und oft verbreitert), runzelig, nicht aufsteigend. Mehlig, körnig, sorediös. Färbung: K+ hellgelb. Unterseite schwarz, ohne Rhizinen. Laminalen Sorale sind nicht vorzufinden.
    Anmerkung: Mit freundlicher Unterstützung (Korrektur bzw. Aktualisierung der Flechtennamen) von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Schmalzscharte/Gasteinertal am 31.7.2004
    Letharia vulpina Letharia vulpina
    Wolfsflechte
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     Habitus1   Habitus2   Habitus3   Detail   Biotop
    Thalluslappen matt; Rinde querrissig, Mark weißlich. Thallus grünlich-zitronengelb, faltig, kantig, gabelig verzweigt; an dünneren Endabschnitten mit Isidien besetzt. Apothecien mit kastanienbrauner Scheibe, mit Lagerrand (sehr selten).
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenalm/Schmalzscharte/Gasteinertal am 25.07.2005
    Parmelia conspersa Parmelia conspersa
    Xanthoparmelia conspersa
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     Thallus  Detail  Apothecien
    Blättchen grüngelb, dicht beieinander schließend, in Rosetten eng an die Gesteinsoberfläche gepresst. Oberfläche mit zahlreichen stiftförmigen oder korallenförmigen Isidien und fast immer mit vielen schüsselförmigen, braunen Apothecien. Auf Silikatgestein allgemein verbreitet und häufig.
    Anmerkung: Mit freundlicher Unterstützung (Korrektur bzw. Aktualisierung der Flechtennamen) von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Kögerlalm/Gasteinertal am 25.03.2003
    Parmelia sulcata Parmelia sulcata
    Sulcatflechte
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     Detail
    Graue Laubflechte mit langgestreckten, verzweigten an den Enden abgestutzen Lappen mit länglichen Soralen. Lappen flach, uneben, stellenweise mit weißlichen, erhabenen Netzadern (Pseudocyphellen) bedeckt (netzig-gratige Oberfläche) - dadurch wie gehämmert aussehend. Sorale auf den Netzadern entstehend. Unterseite schwarz, am Rand auch dunkelbraun, bis zum Rand mit gegabelten oder einfachen schwarzen Rhizinen. Apothecien selten, braun.
    Auf nährstoffreicher Rinde an lichtreichen Stellen.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Maierhofen, Dorfgastein am 2.04.2006
    Platismatia glauca Platismatia glauca
    Cetraria glauca
    Graue Tartschenflechte
     Detail
    Thallus oberseits grau, bläulichgrau, oft dunkel gefleckt, breitlappig (bis 2 cm), die an den Enden immer aufsteigen mit verbogenen Rändern, welche mit Isidien besetzt sind. Unterseits schwärzlich, alt oft durch Abfallen der Rinde weißfleckig, teilweise stark eingeschnitten und in fast strauchförmige Abschnitte zerteilt, an den Rändern mit Soralen und/oder Isidien besetzt. Pyknidien randständig, eingesenkt. Mark färbt sich mit Jod blau und mit Kalium gelb.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Staineralm/Dorfgastein am 15.4.2004
    Pseudovernia furfuracea Pseudovernia furfuracea
    Baummoos
    Kleienflechte
     Detail   Substrat
    Ränder des Thalluslappen ohne Wimpern. Thallus färbt sich unter Kalilauge gelb. Flechte oberseits graugrün, grau oder schwarzgrau; dicht bekleidet mit höckrigen, schuppigen oder warzigen Isidien, mitunter fast stachelig wirkend. Unterseiten von den nach unten umgebogenen grauen Rändern gesäumt, daher oft rinnig. Jugendliche Formen sind unterseits noch weiß, später schwärzlich oder schwarz; durch Haftfasern an der Unterlage befestigt. Thallus mit bandartigem, gegabelten Abschnitten und vielen stiftartigen Isidien. Lager strauchig., mit bandartigen, locker gabelig bis geweihartig verzweigten, 2-5 mm breiten Abschnitten. Apothecien selten.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 16.2.2003
    Usnea barbata Usnea barbata
    Bartflechte
     Habitus
    U.sect. Barbata umfasst mehrere Arten, die durch Übergänge verbunden sind und nur durch relative Merkmale artmäßig getrennt werden. Charakteristisch sind die drehrunden bis leicht kantigen Thallusabschnitte von grau- bis gelbgrüner Farbe, hervorgerufen durch die Usninsäure, oft papillös oder mit Fibrillen. Mit Kalilauge ergibt das Mark eine gelb-orangene Farbe.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 16.2.2003
    Usnea hirta Usnea hirta
    Grubige Bartflechte
     Habitus
    Thallus strauchig, buschig, kurz hänged, grau- bis graugrünliche Farbe mit heller Basis, reich verzweigt, an einer Stelle festgewachsen. Äste innen mit zähen Zentralstrang. Thallusabschnitte wenigstens teilweise nicht drehrund, sondern mehr oder weniger auffällig grubig und teilweise kantig. Nicht papillös-warzig. Isidiöse Soralen dichtstehend, grau bis gelb, an der Basis eingeschnürt, die dickeren Äste grubig-kantig bis verformt. Freistehende Nadel- und Laubbäumen und altem Holz.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rudolfshöhe/Gasteinertal am 19.2.2003
    Vulpicida pinastri Vulpicida pinastri
    Tartschenflechte
     Habitus
    Flechte gelb, mit leicht aufrechten, mehr oder weniger flachen, aber runzeligen Lappen mit kurzen Seitenlappen. Wuchsform laubflechtenartig. Lappen bis 3 mm breit, mit etwas runzeliger Oberfläche und mit gelben Mark. Apothecien selten. Färbung: Kalilauge negativ. Wächst auf Rinde und abgestorbenen Holz.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 16.2.2003
    Vulpicida tubulosa Vulpicida tubulosa
    Cetraria tilesii
    gelbe Tartschenflechte
    ◊ Bild-Galerie
     Habitus
    Flechte gelb, mit aufrechten, mehr oder weniger flachen, aber runzeligen Lappen mit kurzen Seitenlappen, meist bis 3 cm hoch. Lappen bis 3 mm breit, mit etwas runzeliger Oberfläche und mit gelben Mark. Färbung: Kalilauge negativ. Sieht aus wie Cetraria pinastri, wächst aber am Erdboden in alpinen Windheiden bzw. windoffene Rasen und hat keine Bortensorale.
    Annähernd gleich auch Cetraria nivalis et cucullata - diese haben aber ein weißes Mark.
    Anmerkung: Mit freundlicher Unterstützung (Korrektur bzw. Aktualisierung der Flechtennamen) von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Tennkogel/Gasteinertal am 26.7.2004

    Klasse : Ascolichenes
    Den - Parmeliaceae - werden folgende Ordnungen zugeteilt:
    Lehrbuch der Botanik, Strasburger (2002) : Lecanorales
    Internet - http://zipcodezoo.com (2008) : Lecanorales

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    Flechten im Gasteinertal: Parmeliaceae
    © 19.4.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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