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Pilze, Flechten | ||
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Bei uns kommt nur die Gattung Cladonia (griech. clados = Zweig, Trieb; verzweigte Flechte) in großer Zahl vor, welche auf der ganzen Welt verbreitet ist. Die übrigen Gattungen zählen immer nur wenige Arten und kommen hauptsächlich in den Subtropen und Tropen vor.
Der Thallus ist zunächst krustig oder schuppig, später durch die Bildung eines Stieles, des Podetiums,
strauchig. Die Podetien sind stift-, geweih- oder becherförmig mit roten, gelbbraunen oder braunen
Pseudopothecien. Die Sporen sind einzellig und farblos.
Diese Flechten wachsen auf Borke, Gestein oder direkt auf der Erde.
Arten der im Gasteinertal vorkommenden Cladoniaceae in alphabetischer Reihenfolge . . .
Klicken Sie auf die Bilder bzw. die Links zur Bildbetrachtung . . .
| ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten | ||
| Cladonia arbuscula |
Thallusstiele strauchartig verzweigt, mit fein verästelten Enden, stets ohne Becher, unberindet,
stielrund, innen hohl. Astspitzen mehr oder weniger einseitswendig. Thallusstiele grau, unterseits
weißwarzig; mit Kalium gelb färbend, mit P rot. Astspitzen stark gebräunt; bitter.
Keine bodenständige Blätter. Verzweigung in jeweils 3-4 Äste.
Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Paarseenweg 04.05.2003 // Stubnerkogel, Gasteinertal 7.6.2007 |
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| Cladonia pyxidata Echte Becherflechte |
Habitus
Thallusstiele warzig oder gefeldert berindet, Thallusschuppen aufsteigend; oft gebräunt. Podetien bis 2 cm hoch mit 8- 12 mm breiten Bechern; Stiel allmählich in den Becher übergehend. Becherrand mit kleinen dunkelbraunen Pünktchen (Pyknidien). Apothecien selten, sitzend oder gestielt, braun. Grundständige Blättchen klein, meist dichtstehend, graugrünlich, flach bis eingerollt. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Heinreichalm/Dorfgastein am 19.6.2004 |
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| Cladonia deformis | Habitus
Gruppe
Horizontaler Thallus aus gelblichgrünen und grauen kleinen Schuppen, aus denen schlanke Becher hervorwachsen, die unten berindet und oben fein sorediös sind. Apothecien rot, können aber auch fehlen. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Radeckalm/Gasteinertal am 15.06.2003 |
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| Cladonia macroceras |
Stämmchen (Podetien) grau, braun bis olivgrün und meist unregelmäßig verzweigt, an den Enden
oft gegablelt, zugespitzt oder stumpf, nie mit Bechern, röhrig hohl oder längsrissig und daher mehr
oder weniger rinnig und dann oft mit etwas eingebogenen Rändern. Oberfläche glatt,
aber in der Regel gescheckt, mit vereinzelten, abstehenden Blättchen aber auch ohne solche.
Achseln zwischen den Verzweigungen offen. Bodenständige Blättchen fehlen oder sind sehr spärlich.
Mit freundlicher Unterstützung (Korrektur bzw. Aktualisierung) von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Thronegg/Gasteinertal am 10.05.2003 |
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| Cladonia macilenta | Gruppe
Gruppe
Habitus5
Apothecien rot, Thallusstiele spießförmig, becherlos mit punkt- bzw. knopfförmigen Apothecien. Die Thallusstiele färben sich nach Kalium intensiv gelb. Aufrechter Thallus dicht feinkörnig, sorediös, nicht in Becher endend. Besonders auf Nadelholzstümpfen sehr verbreitet. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Poser Höhe/Gasteinertal am 11.10.2003 |
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| Cladonia rangiferina Rentierflechte |
Details
Thallusstiele strauchartig verzweigt, mit fein verästelten Enden, stets ohne Becher, unberindet, stielrund, innen hohl. Astspitzen mehr oder weniger einseitswendig. Thallusstiele grau, unterseits weißwarzig; mit Kalium gelb färbend, mit P rot. Astspitzen stark gebräunt; bitter. Ohne bodenständige Blätter. Verzweigung in jeweils 3-4 Äste. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Tennkogel 26.7.2004 // Stubnerkogel, Gasteinertal 7.6.2007 | |
| Flavocetraria cucullata |
Thallus trocken sehr zerbrechlich, immer ohne becherartige Erweiterungen; Thallus weißlichgelb. Äste in Längsrichtung eingerollt.
Anmerkung: Mit freundlicher Unterstützung (Korrektur bzw. Aktualisierung) von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Paarseenweg/Gasteinertal am 04.05.2003 |
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| Cladonia digitata | Habitus
Thallusschuppen krustig-blattartig. Podetien bis 5 cm hoch mit breiten Becher und fingerförmigen Fortsätzen bis 1 cm lang. Rinde rissig, körnig sorediös. Apothecien stiftförmig am Ende der langer Arme des Becherrandes aufsitzend, braunschwarz. Kalium färbt den Thallus gelb. Anmerkung: Altes Exemplar, darum Apothezien nicht mehr knallrot! Mit freundlicher Unterstützung durch Korrektur bzw. Aktualisierung der Flechtennamen von Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, Fachbereich Organismische Biologie. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Prossau/Gasteinertal am 25.04.2003 |
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Klasse : Ascolichenes - Lecanoromycetes |
| Den - Cladoniaceae - werden folgende Ordnungen zugeteilt:
Lehrbuch der Botanik, Strasburger (2002) : Lecanorales Internet - http://zipcodezoo.com (2008) : Lecanorales |
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- Flechten : Lecideaceae |
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Flechten im Gasteinertal: Cladoniaceae
© 29.6.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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