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Pilze, Flechten | ||
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Die Ordnung der Russulales kennt nur 1 Familie, nämlich die Sprödblättler.
Der Fruchtkörper ist immer in Hut und Stiel gegliedert und zentralgestielt; das
Velum fehlt zumeist. Das Hymenophor (=sporentragende Schicht) ist lamellig ausgebildet.
Basidiokarp fleischig
bis zäh oder häutig mit Gruppen kugelig-blasiger Zellen (Sphaerozyten, daher typisch brüchig).
Teilweise Gefäßhyphen mit Milchsaft.
Die Sporen sind rundlich bis ellipsoid, oft mit warzig,
gratigem Ornament, sowie stark amyloid.
Die meisten Arten sind Mykorrhiza-Partner; keine Holzbewohner.
Als taxonomisches Kriterium gilt derzeit das Trama (= Lamellenplektenchym).
Nur 2 Gattungen (Russula, Lactarius)!
Russula (Täublinge) - Faserlose, auffallend mürbe Konsistenz des Fruchtfleisches. Hut oft lebhaft bunt gefärbt. Lamellen meist splitternd, oft gegabelt. Der Stiel bricht waagrecht durch ohne zu fasern. Fleisch bei Verletzung nicht milchend.
Lactarius (Milchlinge) - Brüchige Konsistenz, bei Verletzung milchend. Lamellen angewachsen; Sporenpulver weiß bis ocker. Stiele zylindrisch; alt hohl. In Mitteleuropa gibt es etwa 100 Arten! Viele sind giftig oder ungenießbar! Alle sind Mykorrhizapilze.
Arten der in Gastein vorkommenden Sprödblättler alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .
Klicken Sie auf die Bilder bzw. die Links zur Bildbetrachtung . . .
| ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten | ||
| Lactarius autantiacus Milder Orange-Milchling ◊ Bild-Galerie |
Habitus
Habitus
Hutunterseite
Lamellen
Lamellen
Stielansatz
Habitus
Schnitt
Hut 3-6 cm breit, anfangs gewölbt, bald ausgebreitet. Mitte niedergedrückt, bisweilen mit kleiner Papille. Oberfläche bei feuchter Witterung etwas schmierig, glatt, ungezont, matt glänzend, lebhaft orangerot. Lamellen am Stiel gerade angewachsen bis leicht herablaufend, ziemlich eng stehend, orange- bis rotgelb. Stiel 3-6 cm lang, bis 0,8 cm breit, zerbrechlich, alt hohl, gelbbraun bis orange. Fleisch brüchig, gelblich, weiß bis blassorange, fast geruchlos. Milch reichlich, weiß, an der Luft unverändert. Geschmack mild, nachträglich etwas bitterlich. Essbar! Meist gesellig in Nadelwäldern, selten in Laubwäldern. Bestimmungshilfe : Frau Dr. Mag. Irmgard Greilhuber, ÖMG. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Gasteinertal 6.10.08 |
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| Lactarius deterrimus Fichten-Reizker ◊ Bild-Galerie |
Hutrand
Habitus
Hut1
Hut2
Hutunterseite
Lamellen
Hut 3-10 cm breit, anfangs gewölbt, Mitte bald vertieft, zuletzt flach, trichterförmig. Oberfläche kahl, feucht schmierig, orangerot, zum Rand hin mit dunkler Zonierung. Der Rand ist jung eingerollt. Die Lamellen sind am Stiel angewachsen, bis herablaufend, dicht stehend, brüchig. Geruch obstartig. Milch karottenrot, nach 30 min weinrot verfärbend. Anmerkung: Bestimmung bestätigt durch Frau Dr. Mag. Irmgard Greilhuber, ÖMG. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Gasteinertal 31.7.2008 |
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| Lactarius lignyotus Mohrenkopf Schornsteinfeger |
Hut
Hutunterseite
Lamellen
Detail1
Detail2
Hut schwarzbraun bis schwarz, flach, zentral gebuckelt. Oberfläche samtig matt, zur Mitte hin runzelig gefurcht. Rand jung eingebogen.. Lamellen am Stiel angewachsen-herablaufend, am Stielansatz wenige mm in die charakteristische runzelige Stielspitze überlaufend, gedrängt, wenig gegabelt, weißlich, später sahnegelb, verletzt lachsfarben anlaufend. Fleisch weiß, verfärbt sich bei Verletzung rosa. Stiel schwärzlichbraun mit heller Basis, eher schlank und etwas runzelig. Geruch unbedeutend, Die weiße Milch verfärbt sich langsam rosa. Geschmack mild. Sporenpulver ocker. Essbar. Sporen fast kugel, netzig-gratig. Nadelwälder! Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Gasteinertal |
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| Lactarius rufus Rotbrauner Milchling ◊ Bild-Galerie |
Habitus
Lamellen
Biotop
Hut 3 - 10 cm breit, anfangs flach gewölbt, dann vertieft bis flach trichterförmig, meist mit kleinen spitzen Buckel, Oberfläche matt, trocken, orangebraun. Rand lange eingerollt. Lamellen am Stiel angewachsen bis kurz herablaufend, blass, hutfarben, im Alter vom Sporenstaub weiß bestäubt. Stiel brüchig, jung fest, alt hohl, hutfarben oder heller. Geruch harzig. Milch reichlich, weiß, an der Luft nicht verfärbend. Geschmack anfangs mild, später scharf. sporenpulver weiß. Sporen warzig. Moos- und flechtenreiche Nadelwälder, selten Laubwälder. Fundort (GIS) : östliche Länge 13° 7′ 19” - nördliche Breite 47° 10′ 4” Bestimmung mit freundlicher Unterstützung von Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Irmgard Greilhuber, ÖMG Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rauchkogelgraben, Bad Hofgastein am 25.7.2008 |
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| Lactarius scrobiculatus Grubiger Milchling Strohgelber Milchling ◊ Bild-Galerie |
Habitus1
Habitus2
Habitus3
Lamellen
Milch
Hutrand deutlich fransig-zottig. Hut strohgelb bis ockergelb mit orangebräunlichen Faserschuppen, die in Zonen angeordnet sein können. Bei feuchtem Wetter schleimig-klebrig. Durchmesser 7- 15 cm, vereinzelt bis 30 cm. Bei jungen Examplaren ist der Rand stark eingerollt, zottig. Lamellen sahnefarben, bei Druck fuchsig. Stängel gelblich mit vertieften Gruben - eher kurz, dick und bald hohl. Milch scharf, erst weiß, dann rasch schwefelgelb. Fleisch blaßgelb, brennend scharf. Sporen länglich-rund, kleinwarzig-gratig. (scrobiculatus = grubig). Giftig. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg, Gasteinertal 26.7.2008 |
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| Russula decolorans Orangeroter Graustiel-Täubling |
Hut
Graufärbung des Stielfleisches nach längerem Liegen (bis 24 Stunden). Hut gelbrot, orangerot - verblassend; besonders am Rand feucht klebrig. Lamellen gelblichweiß, grauend. Stängel anfangs weiß, später aschgrau. Sporen rundlich, groß mit langen Stacheln. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Faschingberg/Gasteinertal am 9.8.2002 |
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| Russula emetica (var.emetica) Spei-Täubling ◊ Bild-Galerie |
Habitus
Hutfleisch
Lamellen1
Lamellen2
Lamellen3
Hut
Huthaut
Jung
Hut 4-10 cm, breit, jung halbkugelig, dann gewölbt ausgebreitet, später etwas niedergedrückt. Oberfläche glänzend, schmierig, leuchtend blut- oder kirchrot, im Alter etwas ausblassend. Haut abziehbar. Rand glatt, im Alter kammartig gerieft. Lamellen am Stiel ausgebuchtet angewachsen oder frei, weiß. Stiel 5-8 cm lang und 1-2 cm breit, jung voll, bald ausgestopft, zellig hohl, brüchig, weiß. Fleisch weiß, unter der Huthaut rosarot. Geruch obstartig. Geschmack brennend. Giftig - verursacht Brechdurchfälle. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Throneck, Gasteinertal am 30.9.2008 |
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| Russula integra Braunroter Ledertäubling |
Lamellen
Farbige, milde Täublinge (Gruppe 4) - Jung ist der Hut gewölbt, später ausgebreitet und in der Mitte niedergedrückt. Die Hutoberfläche ist bei feuchtem Wetter schmierig, bei Trockenheit matt-glänzend. Farbe von rotbraun, gelbbraun bis schockoladebraun, die Mitte oft gelb oder grünlich, ausgeblichen oder dunkler. Huthaut weit abziebar. Rand anfangs glatt, dann höckrig gerieft. Lamellen am Stiel fast frei, breit, bauchig, fast gedrängt stehend, anfangs weiß dann bis gelbocker. Stiel zylindrisch, anfangs fest, voll, später schwammig. Im Alter an der Basis oft hellfleckig. Sporenpulver gelb. Geschmack mild, nussig. Essbar. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Faschingberg/Gasteinertal am 9.8.2002 |
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| Russula ochroleuca Zitronentäubling Ocker-Täubling ◊ Bild-Galerie |
Habitus1
Habitus2
Habitus3
Habitus4
Lamellenansatz
Lamellen1
Lamellen2
Detail
Sektion: Ingratae, Felleinae! Der erst konvexe Hut flacht sich ab und wird ein wenig eingedrückt, gelbocker. Hutdurchmesser 4-10 cm. Die glatte, glänzende Huthaut lässt sich großflächig abziehen. Die gedrängten Lamellen sind wellig oder gewölbt und sitzen am Stiel. Anfangs sind sie schneeweiß, färben sich aber dann gelb. Stiel weiß bis ockerlich. Der Stiel ist mehr oder weniger zylindrisch und an der Basis verdickt, voll, später schwammig und grau. Das Fleisch ist weiß, aber unter der Huthaut gelb und sehr spröde, alt grau. Der Pilz riecht kaum oder gar nicht. Geschmack schärflich bis mild. Als Speisepilz taugt er wenig. Einer der häufigsten Täublinge überhaupt. Er wächst im Sommer wie im Herbst unter Nadel- und/oder Laubbäumen sehr gesellig. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Gasteinertal am 6.10.2008 |
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| Russula paludosa Apfel-Täubling |
Habitus1
Habitus2
Habitus3
Lamellen1
Lamellen2
Stielansatz
Detail1
Detail2
Biotop
Hut 6-15 cm breit, jung halbkugelig, dann gewölbt-ausgebreitet, später niedergedrückt. Oberfläche glänzend, schmierig, kirschrot, scharlachrot oder braunrot, im Alter oft etwas ausblassend. Huthaut bis zwei Drittel abziehbar. Rand lange glatt, alt schwach gerieft-gekerbt. Lamellen am Stiel ausgebuchtet angewachsen, mit vielen Zwischenlamellen, dünn und etwas elastisch, weißlich bis blass cremefarben. Stiel 4-15 cm lang, bis 3 cm breit, zylindrisch, keulig, kräftig, fleischig, voll, fest, aderig weiß, rötlich angehaucht. Fleisch dick, fest weiß. Geruch angenehm. Geschmack mild. MIKRO: Sporen 8-11 x 6,5-8 µm Feuchte Nadelwälder! Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Throneck, Gasteinertal am 29.9.2008 |
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Basidiomycetes |
| Der Familie - Russulaceae - wird folgende Ordnung zugeteilt:
Lehrbuch der Botanik, Strasburger (2002) : Russulales Internet - http://www.pilzbestimmer.de (2008) : Russulales |
| Pilze/Flechten : Index - | ![]() |
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- Pilze : Schizophyllaceae |
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Pilze im Gasteinertal: Russulaceae - Sprödblättler
© 2.9.2008 by Anton Ernst Lafenthaler
f-russula