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Fpor - Pilze im Gasteinertal: Polyporales - Artenzahl: 9
Pilze, Flechten - Index Pilze, Flechten
Genus
  • Fomitopsis
  • Gloeophyllum
  • Piptoporus
  • Polyporus
  • Pycnoporus
  • Trametes - Tramete
  • Polyporales

    Porenpilze

    Die "Nichtblätterpilze" - hier als Ordnungsgruppe Aphyllophoranae geführt sind eine systematisch noch unklare Gruppe. Gemeinsam ist ihnen, dass die Basidien (Holobasidien) in Hymenien angeordnet sind und zwar an Röhren oder auf Leisten, aber nur selten bzw. nicht auf Lamellen ("Aphyllophorales"). Der Fruchtkörper wird gymnokarp angelegt (das Hymenium liegt von Beginn an frei), ist ausgebreitet, krustig, konsolenförmig, aber auch selten hutförmig. Viele sind Baumparasiten! Nach Strasburger (2002) werden in der Ordnungsgruppe Aphyllophoranae die Polyporales und die Poriales als noch provisorische Ordnung unterschieden. Alle Vertreter, die ein Porenhymenophor ausbilden, werden dabei als "Porlinge" bezeichnet.

    Bei den - Polyporales - ist die Mehrzahl der Arten auf die eine oder andere Weise in der Lage, mit ihren Fruchtkörpern Fremdgegenstände zu umwachsen. Das Hymenium liegt frei auf dem Fruchtkörper, es wird frühzeitig und gymnokarp gebildet und erhält mit der Vergrößerung des Fruchtkörpers immer neuen Zuwachs.
    Die einst provisorische Ordnung - "Poriales" - stellen den Hauptanteil der holzabbauenden Pilze, wobei sie neben der saprophytsichen Lebensweise auch parasitisch lebende Bäume befallen können. Je nach der Fähigkeit, verschiedene Bestandteile des Holzes abzubauen unterscheidet man die Weißfäulepilze (können Zellulose und Lignin abbauen - Korrosionsfäule mit Bleichung und fasrigen Zerfall) und die Braunfäulepilze (können nur Zellulose abbauen - Destruktionsfäule mit würfeligen Zerfall). Viele Gattungen dieser provisorischen Ordnung wurden mittlerweile in Familien zusammengefasst und den Polyporales untergeordnet. Die bereits ausgegliederten - Thelephorales - unterscheiden sich von den ebenfalls ausgegliederten - Hymenochaetales - durch ihre höckerigen, membranär pigmentierten Sporen. Als einzige Familie der Ordnung Poriales blieben die Coriolaceae mit den unterschiedlich dicken konsolenförmig, seltener dünn und krustenförmigen Fruchtkörper. Hymenophor porig, lamellig oder labyrinthisch, selten zahnartig zerschlitzt. Sporenpulver weißlich. Sporen farblos, glatt, nicht amyloid. Alles Holzbewohner. Alle weiteren Familien gehören zur Ordnung Polyporales:
    Die - Polyporaceae - Porlingsartigen haben einen zähfleischigen Fruchtkörper, daher wohl auch der Name "Zähpilze". Der Stiel ist zentral oder seitlich angebracht und kann auch ganz fehlen. Die Hyphen sind verhältnismäßig dickwandig. Wachsen meistens auf Holz, die Sporen sind farblos. Überwiegend lamellenförmiges Hymenophor, nur die Gattung Polyporus hat Röhren. Fruchtkörper mit lamelligen, röhrigen seltener wabigen Hymenophor, das nicht leicht vom Hutfleisch trennbar ist. Das Hymenium kleidet die Innenseite von Gruben oder Röhren aus. Röhren tief oder wenn flach dann steril auf den Rändern. Konsistenz nicht weich, eher zähfleischig, auch lederig, vereinzelt holzhart, selten weich. Fast ausschließlich Holzbewohner.

    Arten der im Gasteinertal vorkommenden Porenpilze alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .


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    ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
    Fomitopsis pinicola Fomitopsis pinicola
    Rotrandiger Baumschwamm
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     Habitus1   Habitus2   Habitus4   Habitus5   Poren   Trama   Guttation
    Fam: Fomitopsidaceae!
    Fruchtkörper mehrjährig, polsterförmig orangegelb bis braunrot, mehr oder weniger klebrig - dick, konsolenförmig dunkelbraun bis schwärzlich mit jüngsten, braunroten, weiß gerandeten Zuwachs (= dreifarbiger Baumpilz) und harter höckriger Kruste. Hymenophor geschichtet mit feinen holzfarbenen Poren, auf Druck bräunlichrot. Trama gelblichweiß, korkig-hart.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Hörndlweg 16.6.2002 // Poserhöhe 2.05.2006 // Annenkaffee 29.9.2008
    Gloeophyllum odoratum Gloeophyllum abietinum
    Tannen-Blättling
     Lamellen1   Lamellen2   Lamellen/Trama   Habitus1   Habitus2   Gruppe, Biotop
    Fam: Gloeophyllaceae - Blättlingsartige!
    Fruchtkörper konsolenförmig bis muschelförmig, 2-5 cm breit, bis 1 cm dick, 3-5 cm vom Substrat abstehend, oft verwachsen, an der Unterseite des Substrats voll resupinat, oft in bandförmigen, lang gestreckten, bis 30 cm langen Streifen ausgebildet. Oberfläche strigelig-filzig, alt kahl, konzentrisch gezont, rotbraun, graubraun, alt schwarzbraun, jung mit heller Randzone. Lamellen ocker- bis graubraun, entfernt stehend, Schneiden gekerbt. Trama dünn (1-5 mm), zäh, braun, mit KOH schwarz. Geruch unbedeutend.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Ingelsberg, Gasteinertal 20.11.2008
    Gloeophyllum odoratum Gloeophyllum odoratum
    Fenchel-Porling
    Fenchel-Tramete
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     Trama   Fruchtschicht1   Fruchtschicht2   Röhren1   Röhren2   Habitus1   Habitus2
    Fam: Gloeophyllaceae - Blättlingsartige!
    Fruchtkörper auf waagrechter Unterlage knollig-wulstig, kissenförmig verwachsen (an senkrechten Substraten konsolenförmig, halbrund). Breite 5-15 cm und 2-6 cm dick, bis 10 cm vom Substrat abstehend, einzeln oder zu mehreren. Oberfläche runzelig, wellig, uneben, matt-filzig, orangebraun-rotbraun, alte Teile schwärzlich. Rand wulstig, stumpf. Zuwachszone gelborange. Röhren 0,5 - 1,5 cm lang, rostbräunlich. Poren 1-2/mm, länglich bis schwach eckig, frisch zimtfarben. Trama bis 3 cm dick, korkig, fest rostbraun, mit KOH schwarz. Geruch deutlich nach Fenchel. Braunfäuleerzeuger. Kein Speisepilz. Ganzjährig auf alten Fichtenstümpfen, selten auch an liegenden Stämmen.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Gasteinertal 2.10.2008
    Gloeophyllum sepiarium Gloeophyllum sepiarium
    Zaunblättling
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     Details   Lamellen   Habitus
    Fam: Gloeophyllaceae - Blättlingsartige!
    Fruchtkörper konsolenförmig bis rundlich, 2- 10 cm breit, jung oberseits zottig, borstig. Konsolen halbkreis- bis nierenförmig, ziemlich breit angewachsen. Einzeln zu mehreren, neben- oder übereinander wachsend; filzig, radialrunzelig, konzentrisch gefurcht. Erst gelbbraun, dann dunkelrot, zuletzt braun, frisch orangegelb. Hymenophor lederartig; lamellig-labyrinthisch. Trama dünn, korkig. Kein besonderer Geruch. Meist auf Nadelhölzer, hier auf Laubholz.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Amoseralm, Gasteinertal 17.6.2008
    Laetiporus sulphureus Laetiporus sulphureus
    Schwefelporling
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     Details1   Details2   Hymenium   Habitus1   Habitus2   Habitus3   Habitus4
    Fam: Laetiporaceae!
    Fruchtkörper fächerförmig, 10-30 cm breit und 1-4 cm dick, dachziegelartig wachsend. Oberfläche leuchtend gelb bis orange, samtig, unregelmäßig wellig. 3-5 Poren pro mm. Sporenpulver gelblich.
    Der Schwefelporling wurde früher in eine eigene Familie Schwefelporlingsartige (Laetiporaceae) gestellt. Heute gehört er taxonomisch zur Familie Porlingsartige.
    Anmerkung: Bestimmung durch Frau Irmgard Greilhuber, Österreichische Mykologische Gesellschaft.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Prossau, Gasteinertal 30.7.2004 // 7.8.2008
    Piptoporus betulinus Piptoporus betulinus
    Birkenporling
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     Habitus1  Habitus2  Habitus3  Habitus4
     Hutunterseite  Poren  Hut/Stiel  Detail  Gruppe/Biotop
    Fam: Fomitopsidaceae!
    Fruchtkörper 4- 20 cm breit, bis 6 cm dick, rundlich oder nierenförmig, bisweilen mit kurzen, stielförmigen Ansatz. Jung knollig aus dem Substrat hervorbrechend. Nierenförmig, ausgebreitete, kissenförmig gewölbte Fruchkörper. Oberfläche glatt, blassbraun, kahl, lederig-zäh, ungezont, alt rissig, der Rand abgerundet, stumpf, steril. Trama weiß, weich, korkig. Geruch angenehm. Haut abziehbar. Röhren kurz 4-8 mm lang, bei frischen Exemplaren ablösbar. Geschmack säuerlich, leicht bitter. Ganz jung essbar. Erzeugt Braunfäule, das Splintholz bleibt lange erhalten. Parasit an Birken, sehr selten auch an Buchen.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Angertal, Gasteinertal 10.11.2008
    Pycnoporus cinnabarinus Pycnoporus cinnabarinus
    Zinnober-Tramete
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     Habitus   Habitus/OS   Habitus/US   Porenschicht   Frkp/trocken   Poren   Schnittbild
    Konsolenförmig bis fächerförmig. 2-10 cm breit am Holz angewachsen, 0,5 - 2 cm dick, 2-6 cm vom Substrat abstehend. Oberfläche runzelig, uneben, höckrig, bisweilen undeutlich konzentrisch gezont, frisch lebhaft orange, zinnoberrot, alt ausblassend, kahl. Röhren bis 8 mm lang, zinnoberrot. Poren klein (3 Poren/mm), eckig-rundlich, auch längs gestreckt bis labyrinthisch, tief orange. Trama korkig-zäh, orangerot, ohne besonderen Geruch oder Geschmack. Die rote Farbe des Pilzes ist auf den Farbstoff Cinnabarin zurückzuführen.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Gasteinertal 25.9.2008
    Polyporus squamosus Polyporus squamosus
    Schuppiger Porling
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     Habitus-alt   Habitus
    Fam: Polyporaceae
    Fruchtkörper mit nur 1 zentralgestielten Hut. Hut ockergelb mit braunen, mehr oder weniger konzentrisch angeordneten breiten Schuppen. Hutrand scharf eingebogen, fast eingerollt. Hut 10 - 30 cm im Druchmesser. Hymenophor röhrig, kurz, gelblichblass, am Stiel weit herablaufend. Poren fein, eckigweit. Stiel zentral bis exzentrisch, blass, gelblich mit schwarzbrauner Basis. Sporen farblos, langellipsoid. Geruch süßlich, mehlartig. Auf Laubbäumen und Stümpfen (starker Holzzerstörer).
    Anmerkung: Bestimmung durch Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. I. Greilhuber, Österr. Mykolog. G.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Amoseralm, Gasteinertal 31.5.2008
    Trametes hirsuta Trametes hirsuta
    Striegelige Tramete
     Habitus   Poren   Biotop/Birke   Gruppe
    Fruchtkörperoberseite mit starren, borstenartigen Haaren (bis 3 mm lang), konzentrisch gezont, graugelb bis schmutzigbräunlich, Durchmesser 5-8 cm, einzeln oder dachziegelartig. Poren rundlich. Trama weiß, lederartig. Konsolen einjährig. Sehr häufig!
    Sporen farblos, zylindrisch 5-8 x 1,5-2,5 µm.
    Im Wald an sonnenexponierten Stellen. Weißfäuleerreger an verschiedenen Laubbaumarten.
    Bestimmungshilfe : Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. I. Greilhuber, Österr. Mykolog. G.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Gasteinertal am 17.10.2008
    Trametes pubescens Trametes pubescens
    Samtige Tramete
     Habitus/alt   Poren/alt   Biotop
    Wie Trametes zonata jedoch die Oberseite nicht höckerig, gelblichweiß bis ockergelb und völlig ungezont. Trama weiß, sehr locker, watteartig. Laubholzstubben.
    Bestimmungshilfe : Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. I. Greilhuber, Österr. Mykolog. G.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Poserweg, Gasteinertal am 18.10.2008
    Trametes versicolor Trametes versicolor
    Bunte Tramete
    Schmetterlingsporling
    Fam: Polyporaceae!
    Fruchtkörper verschiedenfärbig bunt (weißlich, grau, bräunlich, graublau bis schwärzlich) gezont, mehr oder weniger seidenglänzend. Fruchtkörper halbkreis- bis nierenförmig, sehr oft dachziegelartig, 2-4 mm dick mit welligen Rand. Durchmesser 6-10 cm. Hymenophor weißlich bis ockergelb, kurzröhrig; Poren sehr fein. Trama lederzäh. Sporen farblos. Sehr häufig. Ungenießbar.
    Pilz in Arbeit!
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Faschingberg/Gasteinertal am 9.8.2002

    Klasse : Basidiomycetes
    Den - Polyporaceae - und/oder -Gloeophyllaceae - werden folgende Ordnungen zugeteilt:
    Lehrbuch der Botanik, Strasburger (2002) : Polyporales - und/oder - Poriales
    Internet - http://www.pilzbestimmer.de (2008) : Polyporales
    Internet - http://zipcodezoo.com (2008) : Polyporales
    Internet - http://zipcodezoo.com (2008) : Gloeophyllales

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    Pilze im Gasteinertal: Polyporales - Porenpilze
    © 29.9.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
    f-porial