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    Siedlungsgeschichte

    Weinetsberg

    Ähnlich wie die anderen "Dörfer" bzw. Weiler des Tales dürfte auch das Gebiet des sogenannten Weinhartsperges oder Wenithsperges schon zu sehr früher Zeit besiedelt gewesen sein schreibt Sebastian Hinterseer in seinem Buch "Geschichte Gasteins" - genaue Angaben darüber finden sich aber nicht.

    » Das Unterheitzinggut Nr. 1 «
    auch Gut Großhaytzing oder Großhainzing genannt, war zeitweise mit dem Gute Oberheitzing vereint und seit 1471 "freyes und lediges aigen". Zu dem Besitz gehörte auch das Hochsteingut Nr. 18. Das Haus wurde 1905 umgebaut und 1918 durch das Aufzimmern von zwei Stockwerken wesentlich vergrößert und in die heutige Form gebracht. Der Hof wurde 1908 erbaut. Bei dem Umbau des Hauses wurden tiefe Keller gefunden die ausgesprochen kerkerartigen Charakter zeigten, so dass man der alten Vermutung und Überlieferung nach, dass sich hier ehemals ein Gerichtssitz befunden habe, Glauben zu schenken vermag. In der Nähe der Heitzuingüter befand sich ein bekannter Serpentinsteinbruch und Verarbeitungsstätten, von denen so manche Häuser des Marktes ihre Tor- und Fensterfassungen bezogen haben werden. Hof abgetragen 1972, Wohnhausbau 1963, Altbau seit 1971 im Besitz von Hans Wallner.
    Frühe Besitzer: Friedrich v. Hainzing, genannt der Pleycholb 1343, im ältesten bayr. Urbar erwähnt als "Heinzingen" 1224
    - heute : Unterheitzinggut -

    » Das Oberheitzinggut Nr. 2 «
    umgebaut 1913/14. Dazu gehört auch die Brandeben und das Kendleregg. Abgebrannt 1.11.1959, Neubau auf der anderen Straßenseite.
    Frühe Besitzer: Heinrich Reschonis de Heutzing 1350
    Dazu gehörte wahrscheinlich auch das Ledererlehen oder des Auers Hoff (Lage unbekannt), von dem nur folgende Besitzer zu ermitteln waren: Joh. Gruber 1823, Nicolaus Prantner, Besitzer 1603, die übrigens auch auf einer Gmachmühle, Hofstath und Wasserfang in der Au zu Haitzing genannt werden.
    Häusl und Leutl in der Au zu Haizing, insgemein das Sagmeisterhäusl genannt. Dieses stand wahrscheinlich unterhalb des Neidegg-Gutes am Bach, und wurde 1891 durch eine Überschwemmung weggerissen.

    » Das Kaiserhäusl Nr. 3 «
    oder Kaiserhaus

    » Das Maurachgut Nr. 4 «
    genannt 1442 "in dem Murache" ein "Guett Maurach, welches Freyherr Rechling Herrschaft mit Grundrecht zugetan ist und welches der wohlgeboren Frau Anna Felicitas, Freyfrau v. Pranckh auf Seeburg und Haunsperg, geb. Freyin v. Hegi, Wittib, grundherrschaftlich unterworfen". Stallneubau 1960.
    Frühe Besitzer: Chunrat, sutor, auf d. Maurach 1350
    Dazu ghörig zeitweise das Seisserlehen, Siessenlechen oder Süßenlehen im Maurach, auch zweites Gut Maurach oder Zeyserlechen genannt (Name siehe 1350), wahrscheinlich er jetzige "Viehscherm" bei der Äroplanwiese. In der Zulehenbeschreibung des Landesgerichtes Gastein von 1786 steht, "daß Haus ist abgebrochen worden und das Hofzimmer zusammengefallen".

    » Das Brandnergut Nr. 5 «
    oder 1. Gut Weinhartsberg, sehr lange Zeit wahrscheinlich mit dem Gut Nr. 6 vereint. Stall-Neubau 1959, Haus abgebrochen 1968, danach Neubau, Gaststätte.
    Frühe Besitzer: Fritzel larvo de Weinhartsperg 1350

    » Das Gut Weinetsberg Nr. 6 «
    oder 2. Gut Weinetsberg, seit 1872 zum Meixner (Nr. 7) gehörig, wie es im Zulehensbuch des Landesgerichts Gastein von 1786 aber heißt: "seit undenklichen Zeiten als Zulehen vom 1. Gut Weinetsberg angemerkt mit einem 1781 erbauten Häusl und einem baufälligen Hofzimmer".
    Frühe Besitzer: bereits 1365 als das "andere Gut auf dem Weinhartperg" genannt.

    » Das Meixnergut Nr. 7 «
    auch 1. Gut Walchberg oder Meixner, (seit 1619 bzw. 1688) ebenso Wacker- oder Hainrichsguett, auch Guett Heinrichtsperg genannt. Der "Walchperg" ist schon zu sehr früher Zeit genannt. Heute heißt das Gut Waldhofbauer, es brannte 1872 zusammen mit den Stummergütern ab.
    Frühe Besitzer: Leonh. Polz 1596

    » Nr. 8 «
    fehlt schon im alten Grundbuch . . .

    » Das Viehausergut Nr. 9 «
    oder 2. Walchgut, auch 2. Gut am Walchperg genannt, abgebrannt 1872
    Frühe Besitzer: Florian Fleiß 1614

    » Das Mörtengut Nr. 10 «
    oder 3. Gut am Walchperg, vom dem heite weder Haus noch Hof besteht, gegen den Hundsdorfer Graben zu gelegen und als "Möschtei" bezeichnet, wahrscheinlich ebenfalls 1872 abgebrannt.
    Frühe Besitzer: Mattheus Jung 1596

    » Das Gut Eck Nr. 11 «
    wahrscheinlich "das Gut Khendleregg neben des Kitzsteins, einfach Gut Egk" genannt. Das alte Häusl steht noch und wird heute als Viehunterstand verwendet, zu Oberheitzing gehörig.
    Frühe Besitzer: Chnoll an dem Ek 1350

    » Das Kitzsteingut Nr. 12 «
    auch Khizstein oder Khüzstein genannt, zu Oberheitzing gehörig. Umbau 1957, abgetragen u. d. den Berggasthof Mittelstation ersetzt 1968
    Frühe Besitzer: die Chytzstainerin (sitzt hinger dem Casparn von der Albm) 1456

    » Das Wießgütl Nr. 13 «
    siehe auch Nr. 14
    Frühe Besitzer: Rup. Meixner 1820

    » Das Burgegg-Gütl Nr. 14 «
    auch Pürgegg oder Purekk genannt. Es besteht heute nicht mehr, sondern gehört zu Nr.13.
    Frühe Besitzer: Ottlinus auf dem Purekk 1350

    » Das Bärsteingut Nr. 15 «
    auch Perstein genannt, und im Volksmund "Kamin" geheißen, nach dem noch bis vor kurzem stehenden Kamin des Anwesens.
    Frühe Besitzer: Xtanus de Perstain 1350

    » Obermitteregg-Gut Nr. 16 «
    oder Baldauf. 1773 neu errichtet anstatt des alten und ruinierten alten Hauses und Hofes, 1954 abgebrannt und neu wieder aufgebaut. Zeitweise mit Untermitteregg vereint.
    Frühe Besitzer: Christoff Stoff u. Stoff Panher am Mittereck (sitzt hinter dem Trqwner) 1456

    » Das Gut Untermitteregg Nr. 17 «
    oder Niedermitteregg genannt.
    Frühe Besitzer: Veith Rastekher am Mittereck 1456, das "Guet ze Mittereckh" seit 1429


    Siehe weiter im Doku-Archiv zu diesem Thema:
    - Die frühen Siedlungen um Hofgastein - Bildgalerie -

    Anmerkung: Die Informationen wurden auszugsweise dem Buch - "Bad Hofgastein und die Geschichte Gasteins" von Sebastian Hinterseer, 1977 - entnommen.

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    © 2.1.2009 by Anton Ernst Lafenthaler
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