![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Säugetiere | ||
| |||
Überführung von Tierarten in den Hausstand bezeichnet man als Domestikation, ein sehr wichtiger Schritt in der Kulturgeschichte des Menschen. Alle Haustiere stammen von Wildarten ab und weisen gegenüber diesen Wildformen bestimmte Unterschiede auf, die ihre Ursache in der bewussten Selektion von Merkmalen durch den Menschen haben. Die ersten Hausrassen gab es bereits im Neolithikum.
Arten der in Gastein vorkommenden Haustiere alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .
| ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten | ||
| Anas platyrhynchos 'Laufente' |
Die Laufenten sind ein Zuchtergebnis unserer - Stockente -
mit einer an sich hohen Eierlegeleistung.
Da Enteneier aber nicht besonders begehrt sind (häufig mit Salmonellen kontaminiert?!),
werden sie heute nur mehr als Schau- und Ausstellungstiere gehalten.
Auffällig ist die übersteigerte aufgereckte Haltung, der schlanker Körperbau und
die knappe Befiederung.
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Dorfgastein/Gasteinertal am 21.05.2002 | |
| Bos primigenius taurus 'Angus Rind' |
Das Angus Rind ist durch seine kohlschwarze Farbe leicht von den sonst in Gastein gezüchteten Rindern
leicht zu unterscheiden.
Es wird zunehmend auch im Gasteinertal gezüchtet und soll
nicht nur sehr einfach zu halten sein, sondern auch mit dem Nachwuchs nicht geizen . . .
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Hofgastein am 9.10.2002 | |
| Bos primigenius taurus 'Pinzgauer Rind' ◊ Bild-Galerie |
Das Pinzgauer Rind weist eine charakteristische Scheckung auf und zwar die weiße Rückenblesse,
die vom Widerrist zur Kruppe breiter wird. Außerdem sind Bauch, Brust, Oberschenkel und Schwanz
weiß gefärbt. Das Pinzgauer Rind gehört zu den Höhenrassen und ist gleichermaßen auf Arbeit-,
Fleisch- und Milchgabe gezüchtet (Dreinutzungsrind).
Die Kuh erreicht ein Gewicht bis zu 750 kg und hat eine
durchschnittliche Milchleistung von 5000 kg bei 3,9% Fett.
Die Rasse entstand im 19.Jh. durch Einkreuzung von Rindern aus dem Wallis in bodenständige Landrassen.
Eine Variante dieser Rasse sind die Jochberger Hummeln, welche ein Gewicht bis 650 kg erreichen (Stier bis 1000 kg) und hornlos sind. Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Schlossalm/Gasteinertal 2009, Nassfeld 6.7.2011 | |
| Bos primigenius taurus 'Schottisches Hochlandrind' |
Das Schottische Hochlandrind erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wird
deshalb vermehrt als Haustier auch bei uns gehalten.
Sie scheinen wetterunempfindlich und können selbst in der kältesten Jahreszeit im Freien gehalten werden.
Ihr charakteristisches Aussehen ist durch nebenstehendes Bild ausreichend dokumentiert.
Neben den braunen Formen gibt es auch dunkle (schwarze) und weiße Varianten.
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Amoseralm, Gasteinertal 2011 | |
| Capra aegagrus hircus Hausziege |
Zahlreiche Ziegenrassen werden im Gasteinertal als Hausziegen gehalten, die im Sommer überwiegend im Nassfeld verbleiben.
Heimisch ist in unserem Umfeld allerdings lediglich die Pinzgauer Ziege, die noch viel von der Urform der Bezoarziege beibehalten hat und
als Stammform der Hausziege angesehen wird, der typischen säbelförmigen Hornform wegen - mit scharfer Vorderkante
und seitlich abgeflacht. Siehe auch die - Ziegen in Gastein - ...
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Nassfeld/Gasteinertal 2001 | |
| Capra aegagrus hircus Pinzgauer Ziege |
Auf den Gasteiner Almen sind noch besonders reine Formen der Pinzgauer Ziege anzutreffen.
Schwarzer Aalstrich. Unterbauch und Beine vom Sprunggelenk abwärts schwarz.
Fell braun, glatt, kurzhaarig. Schwanz und Kopf schwarz. Die Hörner messerschneideartig und
regelmäßig geformt mit schöner Rundung ohne Verdrehung und Windung.
Die Rasse weist auch noch urtümliche Verhaltensweisen auf wie das Verstecken der Kitze und tageszeitliche Wanderungen.
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Hochegg/Gasteinertal am 28.06.2003 | |
| Capra aegagrus hircus Zwergziege |
Stammform ist hier die Bezoarziege! Die Zwergziegen sind wesentlich kleiner als unsere herkömmlichen
Hausziegen. Man kennt ostafrikanische und westafrikanische Formen.
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Riedlalm/Gasteinertal am 26..2002 | |
| Equus przewalskii przewalskii 'Haflinger' ◊ Bild-Galerie |
Kopf1
Kopf2
Größe: 135- 145 cm. Die Haflinger sind immer fuchsfarben mit heller Mähne und hellem Schweif. Körperbau: Kopf kurz, leicht konkav mit großen, dunklen, lebhaften Augen, zarten Nüstern und kleinen Ohren. Der Hals ist kräftig, aber nicht zu kurz. Ausgeprägter, tonnenförmiger Rumpf (170-190 cm Brustumfang); der Rücken ist lang, die Lendengegend breit. Die Kruppe muskulös. Hoch getragener Schweif. Kurze, starke Beine. Charakter: Sanft und genügsam. Siehe auch - Haflinger in Gastein. Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rockfeldalm/Gasteinertal am 4.10.2001 | |
| Equus przewalskii przewalskii 'Island Pony' |
Größe: 130 - 138 cm. Das Island Pony kann alle Farben aufweisen.
Körperbau: Stämmiges, kompaktes Reitpony. Kurzer, breiter Kopf mit kleinen Ohren und buschigem Stirnschopf.
Kurzer Hals mit kräftiger Mähne. Kräftiger, derber Körperbau. Kurze, starke Beine und kräftige Fesseln, unverwüstliche Hufe. Raues Haarkleid.
Ursprünglich Zugpferd, als Reittier gezüchtet. Große Trittsicherheit.
Charakter: Ruhiges Temperament.
Siehe auch - Islandpferde in Gastein. Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Wieden/Gasteinertal am 3.11.2002 | |
| Gallus gallus 'Haushuhn' |
Das Haushuhn ist allseits bekannt. Die Gattung Gallus (Kammhühner) werden mit 4 Arten in die Familie der
Phasianidae eingereiht bzw. der Ordnung Galliformes zugeordnet. Das Gesicht ist fast nackt mit
fleischigen Kopfanhängen. Die Läufe der männlichen Hühner sind
mit spitzen, langen Sporn bewehrt.
Wildform des Haushuhnes ist das Bankivahuhn.
In Gastein werden die unterschiedlichsten Rassen gehalten.
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Gasteinertal am 8.11.2002 | |
| Lama Lama (glama) |
Kopfprofil gerade, Augen groß, am Oberlid lang bewimpert; Ohren lang, spitz.
Lippen nicht besonders stark. Hals lang, dünn, etwas vorgekrümmt angesetzt, aber meist senkrecht getragen.
Körper ohne Höcker, Rücken waagrecht. Schwanz rund, ziemlich dick, unterseits fast nackt; meist bogig
abgekrümmt getragen. Haar dicht wollig, weich mit wenigen, dünnen Grannen, die keinen Regenschutz geben.
Sohlenpolster schmäler als bei den Großkamelen, zwischen den Zehen tiefer gespalten.
Mittelfuß außen und innen mit je einem senkrecht langgestreckten, hornig nackten Drüsenfeld ("Kastanie").
30 Zähne.
Die Ohren reichen vorgelegt bis zum Augenrand. Dunkle und helle Felder im Feld scharf abgegrenzt. "Kastanie" meist gut sichtbar. Systematik: Das domestizierte Lama wird als Lama glama bezeichnet. Die Abstammung der Wildform ist unklar. Das Guanaco soll die einzige wildlebende Art dieser Gattung sein, während das Lama und das Alpaka domestizierte Formen sind. Alle vier bekannte Arten (Guanako, Vicunja, Alpaka, "Lama") sind uneingeschränkt untereinander kreuzbar. Die Vicunjas weichen durch die Besonderheit des Gebisses (nachwachsende Zähne wie bei den Nagetieren) vom "Lama" ab (eigene Gattung?). Archivbilder . . .
Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Haitzingalm, Gasteinertal 15.8.2007 | |
| Meleagris gallopova gallopova Haustruthuhn |
Schwerster Hühnervogel - Haustruhthühner bis 18 kg. Gefieder weiß glänzend.
Rauhe und warzige Kopf- und Halshaut blau oder rot. Fleischiger, weicher Stirnanhang
(ähnelt einen Horn, wenn es zusammenschrumpft), vergrößert sich bei der Balz;
oft auch hängende Lappen am Vorderhals.
Büschel langer, grober Borsten steht auffällig von der Brustmitte ab.
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Hofgastein/Gasteinertal am 4.10.1998 | |
| Ovis ammon aries Hausschaf |
Stirn und Nasenrücken sind aufgewölbt (rammsnasig), die Nasenlöcher schräggestellt,
Augen groß, Ohren kurz und spitz.
Nackter Nasenspiegel auf schmalen Saum oberhalb der Nasenlöcher.
Hörner mit breiter, durch Längswülste oder -kanten begrenzter Vorderfläche; bogig oder schneckenförmig nach hinten gekrümmt; bei den Weibchen kurz und säbelförmig (können auch fehlen). Ein Kinnbart, wie es den Ziegen eigen ist fehlt. Die Fellfarbe ist unterschiedlich. Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Nassfeld/Gasteinertal am 14.09.2001 | |
| Ovis aries domesticus 'Schwarzköpfiges Fleischschaf' |
Großrahmiges Schaf. Wolle weiß. Kopf und Vorderknie bzw. Sprunggelenk abwärts schwarz. Stirn
bewollt.Kräftige seitwärts abstehende Ohren. Tiefe Brust, langer Rücken. Hornlos.
Die Rasse geht auf englische Fleischrassen (Oxford, Suffolk, Hampshire) zurück. Wurde ab 1860 in Deutschland eingeführt und wird zunehmend auch in Gastein angenommen. Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Ödenkar/Gasteinertal am 24.07.2003 | |
| Ovis aries domesticus 'Tiroler Bergschaf' |
Mittelgroßes bis großes, langes, weißes Schaf mit leicht geramsten Kopf und sehr langen,
fleischigen Hängeohren. Schlichtwollig. Hornlos. Harte Klauen. Steig- und trittsicher.
Das Bergschaft geht auf das Steinschaf zurück, sowie auf das norditalienische
Bergamaskerschaf.
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Niedersachsenhaus/Gasteinertal am 14.07.2003 | |
| Ovis aries domesticus 'Braunes Bergschaf' |
Etwas leichter als die weiße Zuchtrichtung des Bergschafes. Wolle cognacfarben bis sattbraun. Kopf stark geramst
und schmal. Langes, breites und fleischiges Hängeohr. Beide Geschlechter hornlos.
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Nassfeld, Gasteinertal 2004 | |
| Ovis aries domesticus 'Suffolk' |
Die Wolle ist weiß. Kopf und Beine vom Vorderknie bzw. Tarsalgelenk abwärts schwarz.
Der Kopf ist bis hinter die Ohren unbewollt. Die Ohren sind lang, dünn und etwas hängend.
die Brust ist weit nach vorne geschoben und breit, der Rücken lang und breit. Hornlos.
Es ist im 18.Jahrhundert in England aus der Kreuzung von Norfolk und Southdown entstanden. Es war bis 1886 als Norfolk-Southdown und Blackfaces bekannt. Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Nassfeld, Gasteinertal 2004 | |
| Ovis ammon musimon Europäisches Mufflon Muffelwild |
Körperhöhe 70-90 cm. Gewicht der Männchen bis 50 kg, das der Weibchen bis 35 kg.
Die Hörner des Widders (= Schnecken) wachsen lebenslänglich.
Die Schafe haben nur sehr kurze Hörner oder sind gar hornlos.
Gesichts- und Geruchssinn ausgezeichnet. Der Mufflon wird in Gastein im Gehege gehalten.
Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Gasteiner Höhenweg/Gasteinertal am 20.8.2002 | |
| Siehe auch die Seiten: |
| - Systematik - Vertebrata - Wirbeltiere
- Almabtrieb - Schafe - Nassfeld - Nutztiere - Haushühner - - Tierbilder - Bildergalerie - Übersicht |
Die Artbestimmung und deren Beschreibung ist ohne Gewähr.
Fehlbestimmungen können nicht ausgeschlossen werden.
| Tiere Gasteins : Index - | ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
- Naturbilder : Themenwahl |
| Home | Suche | Inhaltsverzeichnis | Fungi | Plantae | Index-Tiere |
Fauna/Gasteinertal: Domestikation - Nutztiere
© 12.9.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
a-domest